Der Lohn einer Mutter (1-31)
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Lohn einer Mutter
Buchauszug, Autor unbekannt„Lohn einer Mutter“ bringt in 31 Kapiteln kurze ermutigende Gedanken für Mütter, deren Zeit für die Stille oftmals sehr knapp bemessen ist. Als Kostprobe hier die ersten drei Kapitel, weitere werden wir in loser Folge abdrucken.
Kapitel 1
E I N L E I T U N G
Als die ägyptische Prinzessin das Baby Mose seiner Mutter übergab, tat sie es mit den Worten: „Nimm dieses Kind mit und säuge es mir, und ich werde dir deinen Lohn geben“ (2.Mose 2,9).
In wahrem Sinne sagt Gott dasselbe zu einer jeden Mutter, wenn Er ihr ein Baby schenkt. Und eine gute Mutter ist wahrscheinlich die am höchsten bezahlte Person im Universum. Die Schrift hat Recht, wenn sie sagt, dass die „Leibesfrucht eine Belohnung“ ist (Psalm 127,l3). Wie überreich und wunderbar ist doch diese Belohnung! Es fängt schon mit diesem geheimnisvollen Glanz der Vorfreude vor der Geburt eines Kindes an. Sie wird größer, wenn die Mutter dieses schönste aller Schöpfungen Gottes, ein neugeborenes Baby, liebt und umsorgt.
Es wäre ein unmögliches Unterfangen, all die Freuden aufzuzählen, die einem zuteil werden, wenn man am Wachstum eines Kindes Anteil hat. Wie lässt sich das stille Glücksgefühl einer Mutter, die die Entwicklung ihres Kindes beobachtet, in Worte fassen? Wenn es Freude am Lesen findet, wenn es ohne Aufforderung ehrliche Dankbarkeit zeigt, wenn man es im Zimmer beim Beten antrifft, oder wenn man es die Wahrheit sagen hört, wo Lügen so einfach gewesen wäre! Die Liste wäre ohne Ende fortsetzbar, und ebenso unendlich sind die Freuden und Belohnungen einer erfolgreichen Mutterschaft.
Aber gerade hier kommt der „Hammer“: angenommen, wir sind gar nicht erfolgreich? Mit Sicherheit gibt es keine schlimmere Sorge. Wir sind uns alle einig, dass der Lohn einer guten Mutter groß ist, aber wie können wir sicher gehen, dass wir gute Mütter sein werden?
Das ist also die schlichte Absicht dieses Büchleins – für die beschäftigten Stunden als Mutter und Hausfrau, für die unzähligen Stunden, die du dafür opfern musst, sollst du hier ein paar Gedanken finden, die dir helfen, in deiner Aufgabe als Mutter einen „höheren Lohn“ zu erlangen.
Da viele Mütter sich schwer tun, Zeit zum Lesen zu erübrigen, war es so gedacht, dass 31 kurze Kapitel – für jeden Tag im Monat eines – leichter durchzuarbeiten wären. Es ist kein Buch, das in einem Zug durchgelesen werden sollte. Ratschläge in hoher Dosierung wirken ermüdend!
Um der Ehrlichkeit willen muss hinzugefügt werden, dass diese verstreuten Gedanken und Vorschläge nicht von einer Mutter kommen, die selbst erfolgreich oder irgendwie schon „am Ziel“ ist. Sie stammen von einer, die täglich mit gerade den hier besprochenen Problemen kämpft. Ja wirklich, wäre ich nicht eindeutig geführt worden, es zu tun, würde es mir als Verrücktheit erscheinen, wenn jemand, der sich selbst noch irgendwo auf der Rennbahn abkämpft, anderen Tipps gibt, wie sie das Rennen gewinnen können. Ich habe einer Freundin gestanden, dass es peinlich sein muss, wenn man einmal seine eigenen Kinder aus dem Gefängnis loskaufen muss, und ein Buch über Kindererziehung geschrieben hat!
Aber, um wieder ernst zu sein – keine, die dieses Buch lesen wird, wird seine Unfähigkeit deutlicher spüren, als die Autorin selbst. Aber für jeden von uns liegt eine große Hoffnung in den heiligen Worten: „Wer ist fähig zu diesen Dingen?…Unsere Befähigung kommt von Gott.“ Ganz sicher wird der, der uns die Kinder gab, uns helfen, wenn wir Ihn bitten, sie auf eine Weise zu erziehen, dass wir uns nicht zu schämen brauchen, wenn Er uns unseren Lohn geben wird.
Kapitel 2
BEKEHRUNG
Vor einigen Jahren, als unser einjähriger Sohn sich tollkühn über das obere Treppengeländer hängen ließ, rief seine dreijährige Schwester aus: „Pass bloß auf, Jan. Gott hat dich einmal gemacht, und er wird dich nicht ein zweites Mal machen!“
Ihre schwesterliche Sorge um ihren jüngeren Bruder war bewundernswert, aber ihre Theologie war eindeutig verkehrt. Die wunderbare Wahrheit ist, dass Gott uns ein zweites Mal machen will und kann! „Wenn jemand in Christo ist, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden“ (2. Kor. 5,17).
Eine geistliche Bekehrung ist eine Erfahrung, die für eine erfolgreiche Mutter unbedingt dazugehört – für eine, die einmal von Gott einen hohen Lohn bekommen möchte – sodass ich mir wünsche, ich finde einen Weg, um sehr klar darüber zu schreiben. Denn es wird viele geben, die dieses Buch lesen und denen sowohl der Begriff als auch die Erfahrung einer Bekehrung fremd sind.
An dem überaus glücklichen Tag, als dein Baby geboren wurde, hatte es physisches Leben. Christus sagt uns, wenn wir Gemeinschaft mit Gott haben möchten, wenn wir Gott kennen wollen, dann müssen wir eine zweite Geburt erfahren, um geistliches Leben zu bekommen. Christus sagte zu Nikodemus: „Es sei denn, dass jemand von Neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen“ (Joh. 3,3). Die physische Geburt ist solch ein erstaunlicher, wundersamer Vorgang, dass selbst der größte Gynäkologe ihn nicht vollständig erklären kann. Allerdings, man muss nicht alles wissen, was ein Arzt weiß, um ein Baby zur Welt zu bringen. Genausowenig muss man ein Theologe sein, um die Neugeburt zu erfahren.
Wie kann man das erleben, was uns für dieses Leben sowie für das zukünftige Leben vorbereitet? Ich würde vorschlagen, dass du in der Bibel einen der Berichte von Jesu Sterben am Kreuz liest (Lukas 23 oder Johannes 19). Dann kannst du niederknieen und einfach Gott danken für Christi Tod, und bekennen, dass du glaubst, dass Sein Sterben dir die Vergebung deiner Sünden und ewiges Leben und den Himmel erkauft hat. Wenn du so zu Gott kommst, im einfachen Glauben, dann greift Gott tatsächlich ein und vollbringt das Wunder der Neugeburt. „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen (Joh. 6,37). Wenn Er uns aufnimmt, dann macht Er uns für ewig zu Seinen Kindern und gibt uns den Heiligen Geist, um in unseren Herzen zu wohnen.
Eine Mutter sollte sich nicht nur sicher sein, dass sie selbst zu Christus gekommen ist, um diesen erstaunlichen Segen der Sündenvergebung und Errettung zu empfangen. Es sollte auch ihr allererstes Anliegen für ihre Kinder sein. Es gibt viele schöne Dinge, die eine Mutter für ihr Kind tun kann. Aber keine ist damit zu vergleichen, dass sie sicher weiß, dass ihr Kind Gottes wunderbare Gabe des ewigen Lebens angenommen hat. „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, aber die Gnadengabe Gottes ewiges Leben in Christus Jesus unserem Herrn“ (Röm 6,23).
Kapitel 3
G E B E T
Wie gut kann man verstehen, dass die geistlich gesinnten Mütter ihre Kinder zu Christus brachten, damit Er sie segnete (Mk. 10,13-17)! Wie schwer ist es zu verstehen, dass so viele Mütter heute das nicht tun, obwohl sie vor ihren Kindern behaupten, gläubig zu sein! Die wirklich reichen Kinder, die Kinder, die zu beneiden sind, sind die, die von ihren Eltern im Gebet getragen werden.
Selbst die weisesten Menschen vermögen nicht gänzlich zu ergründen, was das Gebet ist und was es bewirkt. Aber eines der vielen erstaunlichen Dinge am Gebet ist, dass die, die am meisten beten, am festesten von seiner Kraft überzeugt sind. Sicher gibt es viele Fragen, die mit dem Beten verbunden sind. Am schwierigsten zu verstehen sind vielleicht die Zeiten, wenn man so ernstlich wie nur irgend möglich betet, sich ganz im Zentrum des Willens Gottes glaubt und doch offensichtlich keine Antwort auf sein Gebet erhält. Für solche dunkle Zeiten, wenn es so scheint, als habe Gott uns im Stich gelassen, gilt das erhabene Trostwort, das Christus Johannes dem Täufer in einer solchen Lage schickte: „Glückselig ist, wer irgend sich nicht an mir ärgern wird“ (Lk. 7,23).
Und doch, trotz verwirrender Zeiten wissen alle Beter, dass Gott Gebet erhört. Es macht immer noch einen himmelweiten Unterschied, ob für ein Kind gebetet wird, oder nicht. Gebet bereitet ein Kind auf eine frühe Bekehrung vor. Gebet kann die vielen komplizierten Probleme beim Großziehen von Kindern lösen. Gebet bereichert jede einzelne Phase des Lebens eines Kindes. Gebet gibt unseren Kindern den Segen des Herrn und bewahrt sie vor Kummer.
Wann sollte eine Mutter beten? Vor der Geburt ihres Kindes bis zu ihrem letztem Atemzug sollte sie dieses Kind vor Gott bringen, damit Er es segne. Eine Mutter machte es sich zur Gewohnheit, sich morgens um sechs dem Gebet für ihr Kind zu widmen, wenn sie es das erste Mal fütterte. In dieser frühen Morgenstunde betete sie praktisch über jede nur irgend mögliche Sache, die sich im Leben ihres Kindes ereignen konnte, und das die ersten sieben Monate seines Lebens. Braucht man sich da wundern, daß das Kind „zunahm an Weisheit und an Größe, und an Gunst bei Gott und Menschen“ (Lk. 2,51-52)?
Selbst mit all den tollen Kniffen und Geräten, die den Hausfrauenalltag erleichtern, hat vor allem die Mutter kleiner Kinder nur sehr wenig kostbare freie Zeit. Oft hat sie gerade noch die Kraft, um mit den notwendigsten Dingen, wie dem Essen und der Kleidung ihrer fordernden Familie, fertig zu werden. Wie kann sie da auch noch eine Frau des Gebets sein? Viele Mütter bezeugen, dass sie rausgefunden haben, dass das Gebet der effektivste und wirtschaftlichste Teil ihres Tages sei. Sie geben außerdem der großen Güte ihres himmlischen Vaters Zeugnis, der ihre Grenzen kennt. Gebet kann nicht nur in knieender Stellung verrichtet werden, sondern auch, wenn man liegt und nach oben schaut. Und diese kurzen Zeiten körperlicher und geistlicher Ruhe in Seiner Gegenwart geben einem frische Kräfte.
Andere haben entdeckt, dass die Unterbrechungen der Nachtruhe gute Gebetszeiten sein können. Man steht auf, um ein Kind zuzudecken, und diese wenigen Minuten, bevor man wieder einschläft, können im Gebet verbracht werden.
Wo immer wir auch bei unseren Kindern versagen, möge Gott uns helfen, nicht im Gebet für sie zu versagen. Möge Er uns zu Frauen des Gebets machen!
„Herr, welche entscheidende Veränderung in unserem Innern
wird eine kurze Stunde,
in deiner Gegenwart verbracht,
doch bewirken?
Welch schwere Lasten
von unserem Herzen nehmen,
welch dürstende Seelengründe erfrischen wie mit einem Regenguss?
Wir knieen nieder,
um uns alles düster –
Wir stehen auf,
und alles, Nahes und Fernes,
steht in sonnigem Schimmer da, tapfer und klar.
Wir knien nieder, wie schwach!
Wir stehen auf, wie voll von Kraft!
Warum also sollten wir uns diesen Schaden zufügen
oder anderen,
dass wir nicht immer stark sind,
dass wir uns jemals von Sorgen erdrücken lassen,
dass wir jemals schwach oder mutlos sind,
ängstlich oder beunruhigt,
wenn wir das Gebet haben,
und bei dir Freude und Kraft und Mut zu finden sind!“
– Richard C. Trench –