Stille Zeit – Allein mit Gott (2)
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Was mache ich in meiner Stillen Zeit?
Bisher haben wir darüber gesprochen, wann wir eine Stille Zeit haben sollten, und jetzt wollen wir betrachten, woraus diese bestehen soll. Grundsätzlich gibt es vier Dinge, die ich für wesentlich in der Zeit allein mit Gott erachte. Das sind: Anbetung, Gebet, das Wort Gottes und eine Zeit zum Hören und Nachdenken. Das sind lebenswichtige Dinge, wenn das Leben in dem Überfluss gelebt werden soll, wie es unser Herr beabsichtigte. Wir wollen kurz jeden einzelnen Aspekt betrachten, und dann erörtern wir die eventuelle Reihenfolge.
Anbetung
Die Anbetung ist in der heutigen Christenheit beliebt geworden, und ich glaube, das ist so, weil die Menschen ein starkes Bedürfnis haben, Gott zu huldigen. Ich bin sicher, dass deine Beziehung zu Gott, so wie die meine, eine neue Lieblichkeit und Frieden bekommen hat, seit du dir Zeit genommen hast, den Einen, der größer ist als du, als den Allmächtigen zu ehren, zu erkennen, dass von Ihm, durch Ihn und zu Ihm alle Dinge sind und Ihm Ehre in Ewigkeit gebührt (Röm. 11,36). Anbetung hebt unseren Mittelpunkt weg von den Menschen und den Lebensumständen und verlegt ihn auf Gott, der über jede Lage regiert. Sie veranlasst uns, unsere Aufmerksamkeit auf den Himmel und die Ewigkeit zu lenken und erleichtert uns von den irdischen und zeitlichen Dingen. Nirgends definiert das Wort Gottes die Anbetung oder erklärt im Einzelnen, wie sie in der Christenheit ausgeführt werden soll. Es wird nur das Wort Anbetung oder anbeten gebraucht. Grundsätzlich bedeutet das Wort im Hebräischen oder im Griechischen das gleiche. Das ursprüngliche Wort im Alten Testament shachah bedeutet einfach, sich niederzubeugen, sich zu demütigen. Das Wort, das im Alten Testament am zweithäufigsten genannt wird, ist cegid, es bedeutet huldigen und kommt von dem zugrunde liegenden Wort cagad, welches bedeutet, sich in Demut niederzuwerfen. Huldigen bedeutet, jemand anderem die Ehre zu geben. Das am häufigsten für Anbetung gebrauchte Wort im Neuen Testament ist proskuneo, es kommt von pros: entgegen und kuneo: küssen. Grundsätzlich finden wir hier die gleiche Bedeutung wie im Alten Testament: huldigen, Ehrfurcht zollen, gehorchen. All das ist sehr anschaulich in Off. 4,9-11 demonstriert. Ich möchte es hier anführen: „Und wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Danksagung geben werden dem, der auf dem Throne sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, so werden die vierundzwanzig Ältesten niederfallen vor dem, der auf dem Throne sitzt, und den anbeten, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit und werden ihre Kronen niederwerfen vor dem Throne und sagen: Du bist würdig, o unser Herr und unser Gott, zu nehmen die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden.“ Ein anderes Wort im Neuen Testament, das mit Anbetung übersetzt wird, ist latreno, es bedeutet dienen, religiösen Dienst erweisen, huldigen. Vine erklärt, dass eine Betrachtung der Wörter für Anbetung zeigt, dass Anbetung nicht nur Lob bedeutet. „Im Allgemeinen gesagt kann das Wort Anbetung als direkte Anerkennung Gottes, Seines Wesens, Seiner Eigenschaften, Wege und Ansprüche aufgefasst werden, entweder indem Lob und Danksagung aus dem Herzen kommen oder indem man in so einer Anerkennung Dienst tut.“(1) Ich glaube, dass Anbetung durch Niederbeugen vor Gott, durch Anerkennung, wer Er ist, durch Konzentration auf Seine Wege, durch Beachten Seiner Ansprüche einer der besten Wege ist, die du und ich haben, um mit Stress umzugehen. Indem wir Gott anbeten, schauen wir auf Seine Würde – Seine Person, Seinen Wert – der Blick wendet sich ab vom Menschen in all seiner gebrechlichen Unfähigkeit und seinem begrenzten Wissen und schaut auf Gott in Seiner souveränen Allmacht und Allwissenheit. Dann löst sich der Druck, wenn wir in Staunen und Bewunderung die Größe Gottes erkennen! O ja, lieber Freund, Anbetung ist notwendig in deiner Stillen Zeit, die du allein mit Gott verbringst, wenn du den Überfluss des Lebens erfahren willst, der ein Geburtsrecht eines jeden Kindes Gottes ist! Und wie kann diese Anbetung in deiner Stillen Zeit angewandt werden? Ich mache dir einige Vorschläge, dann kannst du sie ausprobieren und sehen, welcher dir am besten passt…oder ob sich in deinem Leben einer besser als der andere erweist. Da Anbetung Niederwerfen bedeutet, könntest du versuchen, dich niederzuknieen oder dich sogar mit dem Gesicht auf den Boden zu legen. Es gab Zeiten, wo ich auf die Knie gegangen bin, weil es mir buchstäblich im Sitzen zu unbequem war. Dann gab es Zeiten, wo ich das Bedürfnis hatte, mich vor Ihm auszustrecken und aufs Gesicht zu legen. In Zeiten großer Not hat es mir sehr geholfen, auf dem Boden zu liegen. Lieber Freund, wenn ich das alles sage, möchte ich dich wieder daran erinnern, dass du deine Zeit der Gemeinschaft mit Gott nach deinem eigenen Ermessen gestalten kannst. Wenn du experimentierst und Ihn im Gebet suchst, wird Er dich leiten. Viele der früheren und heutigen Heiligen (2) haben gefunden, dass Liederbücher wunderbare Hilfen bei der Anbetung sind. Sie haben einfach die Lieder gelesen und sind dem Dichter nachgefolgt, indem sie die Güte ihres Gottes und Seine wunderbaren Wege mit den Menschen priesen. Oder du kannst das Gesangbuch der Bibel zur Anbetung benutzen, die Psalmen. Wenn du jeden Tag einen Psalm für die Anbetung liest, wirst du in fünf Monaten durch die ganzen Psalmen kommen. Wenn du auf diese Weise mit Hilfe der Psalmen anbetest, wirst du, wenn du zum ersten Mal durch bist, erkennen, was du darin über Gottes Charakter lernst. Wie ist Er? Welche Eigenschaften hat Er? Oder wie würdest du seinen Charakter beschreiben? Wenn du mehr über deinen Herrn und Gott erfährst, preise Ihn dafür, wer Er ist. Wenn du zum zweiten Mal die Psalmen liest, könntest du Seine Wege erforschen. Es wird dich bestimmt in die Anbetung führen, wenn du entdeckst, wie wunderbar Er mit David und den anderen Psalmisten gehandelt hat. Wenn du dich in die Psalmen vertiefst, wirst du viele Ähnlichkeiten zwischen den Psalmisten und dir entdecken. Und da die angemessene Anbetung Gottes den Psalmisten Sieg einbrachte, so wird sie auch Sieg in dein eigenes Leben bringen, und deine Anbetung wird eine neue Bedeutung bekommen. Man kann auch durch Lieder den Herrn preisen. Hast du jemals daran gedacht, dem Herrn zu singen? Es gab Zeiten in meinem Leben, wo mein Herz so voller Freude war, dass ich einfach die Worte sang, die in meinem Herzen waren. Ich muss zugeben, es waren nie Lieder, die man hätte veröffentlichen können! Aber ich bin sicher, dass die Worte und Melodien wertvoll in den Ohren meines Vaters waren, weil sie vom dankbaren Herzen eines Seiner Kinder kamen. Versuche es, für den Herrn zu singen. Ob du nun deine eigenen Lieder oder niedergeschriebene singst, deine Sicht wird eine göttliche Perspektive erhalten. Wenn ich dies niederschreibe, kommt mir Eph. 5,18-20 in den Sinn: „…sondern werdet mit dem Geiste erfüllt, redend zueinander in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern, singend und spielend dem Herrn in eurem Herzen, danksagend allezeit für alles dem Gott und Vater im Namen unseres Herrn Jesus Christus.“ Wenn du nicht nur singen willst, spiele christliche Musik und singe dazu. Ich glaube, wenn du zwei Wochen lang Musik als Teil deiner Anbetung benutzt, wirst du eine deutliche Veränderung in deinem Inneren und in deiner Lebensanschauung bemerken. Wenn wir über Anbetung sprechen, haben vielleicht einige unter euch Schwierigkeiten, den Unterschied zwischen Anbetung und Gebet zu begreifen, und ich kann verstehen, warum. Auf eine Weise ist es schwierig, Anbetung und Gebet zu trennen. Und ich glaube, das ist richtig, denn als die Jünger Jesus baten, dass Er sie lehren sollte zu beten, antwortete Er mit dem, was wir „das Gebet des Herrn“ oder „Vater unser“ nennen. Das „Gebet des Herrn“ ist einfach eine Liste von sieben Punkten oder Überschriften, die jeden Aspekt des Gebets berücksichtigen. Der erste dieser Gedanken zielt auf die Person Gottes und beinhaltet Anbetung und Gebet. Wenn wir von Anbetung sprechen, meinen wir meistens nur Lobpreis. Und für viele ist Gebet nur Bitten für eigene oder fremde Nöte. Weil für so viele das Gebet nur Bitten ist, habe ich Anbetung und Gebet für unsere Zeit, die wir allein mit Gott verbringen, getrennt. In Ps. 100,4-5 heißt es: „Kommet in seine Tore mit Lob, in seine Vorhöfe mit Lobgesang! Lobet ihn, preiset seinen Namen! Denn gut ist der Herr; seine Güte währt ewiglich, und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht.“ Die Anbetung ist mein Weg, um in Seine Gegenwart zu kommen und um auszudrücken, warum ich da bin! Ich bin da, weil Er Gott ist, weil Er gut ist, und weil Seine Liebe und Freundlichkeit ewig sind. Während ich Ihn preise, erinnere ich mich daran, dass Er treu ist in allem, was Er ist, und dass Er treu zu Seinem Wort steht. Und an diesem Punkt bin ich in meinem Herzen vorbereitet, um mich im Glauben allem, was Er ist, zu ergeben, gehorsam zu sein und zu bitten. Vor Jahren schenkte Gott Jack und mir das hochgeschätzte Vorrecht, Freunde von Paul Billheimer und seiner lieben Frau zu werden. Zu jener Zeit war gerade sein Buch „Für den Thron bestimmt“ herausgekommen. Mit neuem Interesse las ich Pauls Buch, denn die Billheimers blieben für kurze Zeit bei uns, um mit uns zu dienen. Ich war so ergriffen von dem, was er hinsichtlich der Beziehung zwischen Anbetung und Gebet schrieb, dass ich es auf dem Deckblatt meiner Bibel notierte. Die Seiten sind jetzt gewellt und ausgefranst, aber diese Worte sind noch immer so klar und wertvoll wie an dem Tag, da ich sie niederschrieb. Da der Geist sie mir ins Gedächtnis rief, möchte ich sie hier wiedergeben: „Ein Gebetsprogramm ohne Glauben ist machtlos. Das fehlende Element, das notwendig ist, um einem siegreichen Gebet Kraft zu geben, das den Satan bindet und hinauswirft, ist triumphierender Glaube. Und das fehlende Element, das notwendig ist, um einen triumphierenden Glauben in Kraft zu setzen, ist Lobpreis – beständiger, zielbewusster, aggressiver Lobpreis. Der Lobpreis ist die höchste Form des Gebets, weil er Bitten mit Glauben verbindet. Lobpreis ist der Zündfunke für den Glauben. Er ist das einzig Notwendige, um den Glauben aufsteigen zu lassen und ihn zu befähigen, sich über die tödliche Ansteckungsgefahr des Zweifels zu erheben. Lobpreis ist das einzige Reinigungsmittel, das den Glauben läutert und das Herz von Zweifeln befreit. Das Geheimnis von erhörtem Gebet ist Glaube ohne Zweifel (Mk. 11,23). Und das Geheimnis von Glauben ohne Zweifel ist der Lobpreis, triumphierender Lobpreis, beständiger Lobpreis, Lobpreis, der zum Lebensstil wird.“ (3) Gebet Nachdem wir dies alles gesagt haben, lieber Freund, wollen wir einen anderen Bestandteil der Stillen Zeit betrachten: das Gebet. Wir wollen uns das Gebet mit dem Aspekt des Bittens und der Fürbitte ansehen. Gebet ist Gemeinschaft mit Gott. Wenn du beiseite gehst, um mit deinem Vater allein zu sein, brauchst du Zeit, um über jede Situation des Lebens mit Ihm zu sprechen. Hier ist Raum für Bitten und Fürbitten. In den Bitten legst du deine Nöte vor Ihn; in der Fürbitte kommst du wegen anderer zu Ihm. Und wie machst du das alles? Ich glaube, dass die Antwort wieder in dem Vorbild des Herrn zu beten liegt, im „Vater Unser“, dem Gebet des Herrn. Das Gebet des Herrn als ein Muster für Gebet zu verstehen, hat nicht nur mein Gebetsleben verändert, sondern es hat auch viele andere gesegnet. Der Schlüssel zu einem effektiven Gebet, ob es Bitte oder Fürbitte ist, ist ein glaubendes Herz. Deshalb steht im Hebräerbrief: „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist, und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist.“ Und woher kommt der Glaube, der Gott wohlgefällt? Röm. 10,17 gibt uns die Antwort: „Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.“ Darum nimmt das Wort Gottes eine entscheidende Rolle in deinem Gebetsleben ein. Gebet und das Wort gehören zusammen. Ein Großteil vom Gebet ist, die Verheißungen Gottes vor Seinen Thron zu legen, damit du Gnade und Barmherzigkeit als Hilfe in Notzeiten empfängst. Lieber Freund, wenn du deinem Vater deine Bitten und Fürbitten bringst, solltest du dich auf Seine Verheißungen und Seinen Charakter stützen, Ihn an Seine Wege erinnern; und du wirst sehen, dass deine Gebete beantwortet werden. Wir werden darüber mehr im Abschnitt über das Wort Gottes sagen. Da werde ich zeigen, wie ich das Wort Gottes auf meine Person beziehe und die Schrift im Gebet Gott vorlege. Aber jetzt wollen wir über Gebetslisten und Bitten um Gebet, die von anderen kommen, sprechen. Wie können wir uns an all das erinnern, weswegen andere um Gebet baten? Sind wir vor Gott verpflichtet, regelmäßig dafür zu beten? Was machen wir, wenn jemand uns bittet, sein Anliegen auf unsere Gebetsliste zu setzen? Ist es ungeistlich, keine Gebetsliste zu haben? Das sind einige Fragen, die auf Antwort warten, damit wir nicht unter das Gebetskonzept anderer verpflichtet werden. Weil Gottes Wort keine festen Regeln betreff des Ablaufs unseres Gebetslebens aufstellt, sollen wir anderen nicht ein Joch auferlegen, das für sie schwer zu tragen wäre. Ich kenne viele gläubige Menschen, die ein enges Verhältnis zum Vater haben. Manche haben eine Gebetsliste, andere nicht. Manche beten ihre Liste täglich durch; andere teilen die Liste auf und gehen wöchentlich durch. Wieder andere haben keine besondere Regel, wie sie ihre Liste benutzen. Andererseits beten die, die keine Gebetsliste haben, so, wie Gott ihnen die Menschen aufs Herz legt. Haben die mit einer Liste ein besseres Verhältnis zu Gott oder eine effektivere Stille Zeit? Ich glaube nicht. Aber du könntest zu mir sagen: „Das ist nicht möglich. Was, wenn ich … nicht täte, dann ….“ Lieber Freund, ich glaube, du wirst deine eigene Antwort finden. Was musst du tun, um eine effektive Gebetszeit zu haben? Wenn es eine Gebetsliste ist, dann führe eine. Wenn du mit einer Liste nicht zurecht kommst, dann benütze keine. Vertraue dem Herrn, dass Er dich leitet. Er ist dein Vater; Er wird es tun. Wenn du mit deiner Gebetszeit nicht zufrieden bist, dann probiere verschiedene Wege aus. Gott wird dir Segen und Frieden schenken, wenn du festlegst, welche Möglichkeit zu deiner Persönlichkeit, deinem Temperament und deinem Lebensstil passt. Jetzt will ich mehrere Möglichkeiten für eine Gebetsliste nennen, wenn du dazu neigst. Eine Möglichkeit ist ein kleines Notizbuch, das in 8 Unterteilungen aufgeteilt ist: für jeden Tag der Woche eine und die achte Unterteilung heißt „täglich.“ Dort kann man die verschiedenen Anliegen eintragen. Oder man kann dem Muster des Gebets des Herrn folgen. Dazu ordnet man seine Anliegen unter die sieben Themen des Gebets des Herrn. Oder wenn du ein eigenes System hast, kannst du dir ein leeres Büchlein in einem Buch- oder Geschenkladen kaufen, um darin deine Gebetsliste aufzuschreiben. Manche haben ihre Gebetsliste auf die Wochentage verteilt. z.B. Montag: Mission; Dienstag: persönliche Anliegen; Mittwoch: Mitarbeiter in der Gemeinde; Donnerstag: die Personen in der Regierung; Freitag: Familie; Samstag: Errettung der Verlorenen; Sonntag: für Leidende. Und welche Gebetsliste benütze ich? Um ehrlich zu sein, ich habe alle drei Möglichkeiten ausprobiert und ich bin immer noch nicht entschlossen, eine Gebetsliste zu verwenden. Obwohl ich eine führe, benütze ich sie nicht regelmäßig. Ich empfinde Organisation nicht als natürlich. Deshalb nehme ich für gewöhnlich das Gebet des Herrn als Muster fürs Gebet, aber ich beziehe mich nicht immer auf meine Liste. Jedoch muss ich zugeben, ich schätze es sehr, zu diesen Gebetslisten zurückzukehren und zu sehen, wie Gott geführt hat und was Er erhört hat. Und was mache ich mit all den Gebetsbitten, die mir von so vielen in meinem Dienst zugetragen werden? Nun, Gott hat mich gelehrt, nicht jeden Wunsch auf meine persönliche Gebetsliste zu setzen. Wenn jemand mich bittet zu beten, bete ich gewöhnlich gleich dann und dort – entweder mit Worten mit ihm zusammen, wenn es geht, oder still in meinem Herzen, bevor ich es vergesse. Manchmal sage ich ihnen, ich werde weiter beten, so wie Gott es mir ins Gedächtnis ruft. Andernfalls gebe ich dringende und kritische Bitten an unsere Gebetskette weiter. Gott hat uns eine gläubige Frauengruppe geschenkt, die in diesem Dienst mitarbeitet. Einige Anliegen beten wir auch bei unserer wöchentlichen Gebetszusammenkunft. Wie bete ich, lieber Freund, dass dies alles von unserem Vater benutzt wird, um dich in einer persönlichen Weise zu deiner Zeit allein mit Gott anzuleiten, so dass es eine köstliche und geistliche Zeit für dich und das Himmelreich wird. Ich liebe dich, du wertvolles Kind Gottes … aber Er liebt dich weit mehr und sehnt sich nach dieser engen Gemeinschaft mit dir. Verweigere Ihm nicht diese Zeit. Erinnere dich daran, dass du zu Seinem Wohlgefallen erschaffen wurdest, und wenn du deinen Zweck erfüllst, wirst du einen tiefen und bleibenden Wert und Zufriedenheit ernten. Und du wirst mit dem Psalmisten sagen: „Wen habe ich im Himmel? und neben dir habe ich an nichts Lust auf der Erde. Vergeht mein Fleisch und mein Herz – meines Herzens Fels und mein Teil ist Gott auf ewig.“ (Ps. 73,25-26). Fußnoten 1. W.E. Vine, The New Precept Study Edition of Vine’s Expository Dictionary Of Old And New Testament Words (Old Tappen, New Jersey: Fleming H. Revell Co., 1981, 1985), S. 236. 2. Der Ausdruck Heilige bezieht sich auf alle wahren Christen, da er einfach die beschreibt, die durch Errettung für Gott beiseite gestellt sind. Siehe Röm. 1,7; 1. Kor. 1,2. 3. Paul Billheimer, Vorwort von: Für den Thron bestimmt.