Vorwort 31
Liebe Geschwister,
erschütterung und Mitgefühl bewegt uns über die Ereignisse der letzten Wochen. Im deutschen Bundestag war am 12.9., am Tag nach der Katastrophe von New York, zu hören: „Heute sind wir alle Amerikaner.“ Solidarität – und Angst. Eine Generation, die den Krieg nicht kennt, hat über Nacht Angst vor dem dritten Weltkrieg, vor Wirtschaftskrise, Terror.Ich erlebte die Minuten nach dem Anschlag zusammen mit William MacDonald und Wolfgang Bühne in unserer Küche, ungestört von Radio und TV. Das Telefon schrillte, unterbrach unsere Besprechung. Der Anrufer teilte uns mit, was passiert war. Das heißt, er versuchte es. Tränen erstickten seine Stimme. Dann wandten wir uns im Gebet an den Herrn und flehten um Trost, Hilfe und sein Wirken zur Rettung von Seelen. Bei Ihm fanden wir Ruhe und Zuspruch. William MacDonald war bewegt darüber. Seine Worte (sinngemäß): „Ich bin ergriffen, aber nicht überrascht. Es ist furchtbar, was da passiert. Wie ist das nur möglich? Meiner Meinung ist der Grund so eines Anschlages, dass Israel von den USA unterstützt wird. Deswegen richtet sich der Hass der Araber gegen den Westen. Die Araber wollen Israel auslöschen und ins Meer stürzen, aber es wird ihnen nicht gelingen. Wir leben in den letzten Tagen. Vor unseren Augen bahnt sich an, was in den Prophezeiungen der Bibel voraus gesagt ist.“
Wir sind tief bewegt über das Geschehene, aber nicht überrascht. Der Herr hat vorher gesagt, dass solche Dinge geschehen. Israel wird zu einer Taumelschale in der Hand aller Nationen (Sach. 12,2). Das kleine Land Israel ist täglich in den Nachrichten und rückt immer mehr ins Zentrum des Geschehens, wie der Herr es für die Endzeit vorher gesagt hat. Schon heute sind mächtige Staaten in Europa bereit, ihre Macht teilweise aufzugeben und in die Hand eines Gremiums in Brüssel zu legen. Noch nie haben Staaten das freiwillig getan. Das ist die Vorbereitung für die Ereignisse, die nach der Entrückung geschehen werden. Wenn ihr diese Dinge geschehen seht, so erhebt eure Häupter, denn ihr wisst, dass eure Erlösung naht. Der Herr kommt bald!
Wie sollten wir reagieren, wenn uns erneut bewusst wird, dass die Welt unter dem Gericht Gottes steht und unsere Mitmenschen sich vor Gott verantworten müssen? Wir sollten Frieden und Sicherheit beim Herrn Jesus suchen, wo sie wirklich zu finden sind. Sein Wort kann uns leiten. Ich hoffe, dass der Artikel über die Stille Zeit euch dazu anregt (Seite 2).
Als damals ein Turm in Siloah umfiel, begrub er 18 Arbeiter unter sich. Die Passanten vermuteten: „Wahrscheinlich waren diese Leute schlimmere Sünder als andere, wenn sie von so einem furchtbaren Gericht getroffen werden.“ Der Herr antwortete damals: „Wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr auf die selbe Weise umkommen.“ Der Herr hat die Katastrophe zum Anlass genommen, seine Zeitgenossen zu warnen. Auch wir haben diese Möglichkeit und können sie nutzen. Wie die Geschwister das im Sommer versucht haben, könnt ihr lesen in den Berichten über Senegal (Seite 10), und über die Zeltevangelisation in München (Seite 12). William MacDonald war als Redner beim Jugendtag in Salzburg. Wie der Herr auf dem Jugendtag gewirkt hat, könnt ihr in dem Bericht auf Seite 7 lesen.
Was sollen wir tun? Panik, wie nach dem Golfkrieg? Als die größte Stadt der damaligen Geschichte unterging, reagierte Daniel gelassen. Er verkündete dem König das Gericht, und beeinflusste etliche, dem Herrn treu zu folgen (mich zum Beispiel). Er lernte, wie Gebet die Weltgeschichte bewegt, und so wollen auch wir in den Lauf der Zeit eingreifen. Die Frontberichte sollen euch Stoff liefern für eure Gebete für die Arbeiter auf den Feldern und die Verlorenen. Der Herr beantwortet Gebet und tut Wunder, und Dagmar berichtet auf Seite 5, wie sie das erlebte.