Gemeinde & Mission
Vorwort

Vorwort 91: „Bis ans Ende“

von Anonym , Lindner Andreas

„Er liebte sie bis ans Ende“ (Joh. 13,1)

Der Herr liebte seine Jünger bis ans Ende. Er liebte sie bis zum Äußersten, war bereit, alles für sie zu geben und er liebte sie bis ans Ende seines Lebens. Er starb nämlich für sie.

Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war. Das war für ihn kein Anlass zum Selbstmitleid oder zur Depression. Es war der Anlass für ihn bis zum Ziel standhaft zu sein. Auch wenn die letzten Stunden die schwersten seines Lebens waren. Und diese Standhaftigkeit drückte sich so aus, dass er seine Liebe nun am deutlichsten zeigte.

Das Ende bedeutete für den Herrn, dass er diese Welt verlassen würde. Er wusste, dass diese Welt nicht alles war, dass es danach weitergeht, und er wusste wie es weitergeht: er würde zum Vater hingehen.

Eines Tages werden auch wir diese Welt verlassen. In der Welt sind wir nicht zu Hause, wir haben Probleme und Freuden, wir sind noch nicht beim Vater. Aber danach gehen wir nach Hause und unsere Beziehung zum Vater wird ungestört sein. Sie wird sogar noch viel tiefer werden.

Der Herr wusste, dass seine Stunde gekommen war. Wir wissen meist nicht, wann wir diese Welt verlassen dürfen und wie das sein wird. Aber eines weiß ich: Ich will den Herrn bis ans Ende lieben und zu seiner Ehre leben. Noch sicherer aber ist, dass der Herr uns bis ans Ende lieben wird und darüber hinaus.

Das Ende ist oft das schwerste Stück, schmerzhaft und ganz anders als gedacht. Aber es ist sehr wichtig bis zum Ende standhaft durchzulaufen. Der Herr ist auch standhaft geblieben und weil er uns bis ans Ende liebt, können auch wir mit Ausdauer durchs Ziel laufen. Lasst uns ihn lieben bis ans Ende!