Warum die Apostelgeschichte studieren?
(Auszug aus dem Kommentar zur Apostelgeschichte, der beim CLV erscheinen soll.)
Ein erster Grund, warum wir die Apostelgeschichte studieren, könnte der sein, dass wir uns durch einige klar formulierte Fakten Wissen aneignen wollen über die Anfänge des Christentums und über die Welt, in der es „geboren“ wurde. Das ist inzwischen ein dringendes Bedürfnis geworden.
Es lässt sich nicht leugnen, dass gewisse Merkmale des Christentums für das moderne Denken gänzlich unattraktiv sind. Das gilt nicht für dessen Lehre von der Liebe und der Vaterschaft Gottes oder von seinem sozialen Anliegen, von der Sorge um die Schwachen und die Alten, von der Nächstenliebe und der Feindesliebe – obwohl man für sich denken mag, dass diese letzte Forderung zwar schön klingt, aber ganz unrealistisch sei.
Anstößige Dinge für das moderne Denken
Die für das moderne Denken wirklich anstößigen Dinge sind erstens die übernatürlichen Elemente des Christentums: Die Behauptung, dass Jesus Gott in Menschengestalt sei, dass er aus den Toten auferstanden und leiblich in den Himmel aufgefahren sei und dass er im buchstäblichen Sinn wiederkommen werde, und zweitens seine dogmatische Exklusivität: Das ist sein Bestehen darauf, dass es außerhalb und neben Christus kein Heil gäbe, dass „unter dem Himmel den Menschen kein anderer Name gegeben ist, in dem wir errettet werden müssen.“ (Apg 4,12). In den westlichen Industrienationen hat man für ein Christentum, das auf diesen Merkmalen besteht, jegliches Verständnis verloren; die christlichen Kirchen leiden unter Mitgliederschwund.
Kein Christ kann diese Entwicklung ohne Sorge beobachten. Besondere Sorge weckt ein Rezept zur Wiederbelebung des Christentums, von dem heute sehr viel gesprochen wird; dieses Rezept kommt nicht von außen sondern von innen. Immer häufiger hört man Theologen und Gemeindeleiter jeder Couleur, die uns gewöhnliches Volk mit der Idee ermutigen wollen, das Christentum könne in der heutigen Welt wieder relevant werden: „Die Christen müssen sich bemühen das Evangelium der Zeit anzupassen und es so zu präsentieren, dass es für modernes Denken nicht eine unüberwindbare Hürde darstellt.“ Sie sichern uns zu, man könne das erreichen und zwar ohne Schaden. Die Dinge, die dem modernen Denken anstößig sind, seien ja nicht ein wesentlicher Bestandteil des Evangeliums; sie hätten lediglich zur „Verpuppungsphase“ des Christentums gehört, dem vorwissenschaftlichen Denken der Antike angemessen. Sie hätten die natürliche und vielleicht notwendige Hülle gebildet, welche nötig gewesen sei um die ersten Regungen des eben aufkeimenden inneren Lebens des Christentums zu schützen; aber sie seien nie ein Bestandteil dieses Lebens gewesen. Man könne sie jetzt beiseitelegen, ohne dem Leben selbst zu schaden. Man müsse sie sogar ablegen, denn sie trügen alle die Merkmale der „Säuglingsphase“ der religiösen Entwicklung in einer vorwissenschaftlichen Zeit. Damals hätten die Menschen auch einen ganz begrenzten Begriff von der sie umgebenden großen weiten Welt gehabt, so dass sie nicht anders gekonnt hätten als zu denken, ihre Religion sei die einzig wahre. Sie seien wie Kinder gewesen, denen man den Glauben lassen müsse – weil sie diesen brauchen, um sich geborgen zu fühlen –, dass man in der ganzen Welt nur „Papa“, und „Papa“ allein trauen könne.
Wenn aber das Christentum überhaupt eine Chance haben soll für modernes Denken akzeptabel zu sein, dann müsse es die Enge der unwesentlichen Verpackung seiner „Verpuppungsphase“ sprengen, alle Komponenten des Übernatürlichen abwerfen und wie ein ausgewachsener Schmetterling aufsteigen, der in der Atmosphäre unserer wissenschaftlich-säkularisierten Welt attraktiv ist. Zudem müsse man endlich begreifen, dass das Christentum nicht der einzige „Schmetterling“ ist, der „durch den Garten flattert“. Der Wissenshorizont habe sich erweitert; den Leuten seien die Augen aufgegangen zu erkennen, dass es andere, mindestens so attraktive Religionen gibt, die ihren „Nektar aus anderen Blüten saugen“. Daher müsse man aufhören, Angehörige anderer Religionen bekehren zu wollen; vielmehr solle man lernen durch Dialog und Austausch von den anderen zu lernen. Die Warnung lautet, der moderne Mensch könne und wolle eines nicht mehr tolerieren: den fundamentalistischen Anspruch des Christentums auf das Monopol der Wahrheit. Diese Haltung sei in der alten Welt erfolgreich gewesen; in unserer Zeit habe sie keine Überlebenschance.
Bevor wir dieses scheinbar einleuchtende Argument schlucken, sind wir sicher gut beraten, wenn wir den Bericht von der Entstehung des Christentums noch einmal lesen, und sei es nur, um uns die Peinlichkeit zu ersparen einer grandiosen Selbsttäuschung zu verfallen. Das wird uns nämlich unweigerlich passieren, wenn wir die Fakten nicht kennen oder vergessen haben. Lesen wir den Bericht des Lukas aufmerksam und nachdenklich, wird uns zumindest Folgendes klar werden: Die heutige Welt ist bei all ihrem wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt in den Grundüberzeugungen keinen Deut verschieden von der Welt, in die das Christentum hineingeboren wurde. Wer andere Vorstellungen hat, irrt vollständig. Es ist vielmehr so, dass die westliche nachchristliche Welt der Welt des ersten Jahrhunderts jeden Tag ähnlicher wird.
Heute an die Auferstehung glauben?
„In unserer modernen, von wissenschaftlichem Denken geprägten Welt kann man nicht an die Möglichkeit glauben, dass ein toter Körper aus dem Grab aufersteht“, sagt man, als ob unsere Zeit sich darin von der alten Welt unterscheiden würde. Tatsache ist, dass die meisten Menschen im Altertum auch nicht an diese Möglichkeit glaubten. Die Epikuräer, an die sich Paulus in Athen wandte (Apg 17,18), glaubten, dass die Welt aus Atomen aufgebaut sei und sie vertraten eine Theorie der Evolution. Sie glaubten an die Existenz von Göttern, aber wie jene Theologen, die vor einigen Jahren ein entsprechendes Buch schrieben, glaubten sie, dass die Götter nie in das Weltgeschehen eingegriffen hätten, noch je eingreifen würden. Ihre wissenschaftliche Theorie lehrte sie, dass sich sowohl der menschliche Leib als auch die menschliche Seele aus Atomen zusammensetzt. Beim Tod zerstieben die Atome der Seele wie die des Körpers. Die Seele zerfällt unmittelbar, der Körper später. Nichts überlebt, außer den einzelnen Atomen. Sie lehnten daher aus wissenschaftlichen Gründen die Möglichkeit der Auferstehung ab. Paulus predigte ihnen natürlich trotzdem die Auferstehung Christi (17,31).
Die meisten gewöhnlichen Griechen glaubten an ein Weiterleben der Seele nach dem Tod, das hatte sie Plato, wenn nicht schon Homer, gelehrt. Aber niemand von ihnen glaubte an die Auferstehung des Leibes. Ihr großer klassischer Dichter Aischylos hatte gesagt, dass es so etwas ganz einfach nicht gibt. Als ihnen Paulus daher die leibliche Auferstehung Christi verkündigte, lachten sie ihn aus (17,30–32).
Aber es waren nicht nur die Heiden, die nicht an die Möglichkeit der Auferstehung glaubten oder glauben wollten. Lukas berichtet, dass der erste geschlossene Widerstand gegen das Evangelium aus dem Schoß des Judentums kam, sogar von den obersten Priestern und Klerikern im Tempel Gottes in Jerusalem. Sie glaubten auch nicht an die Möglichkeit der leiblichen Auferstehung. Sie waren alle ohne Ausnahme Sadduzäer (4,1–7; 5,17.18; 23,6–8).
Sie glaubten nicht an die Existenz von Engeln noch an das Weiterleben nach dem Tod. Zu all dem hätten sie Bibelverse zitieren können um ihre Sicht zu beweisen.
Das Phänomen, dass ordinierte Kleriker mit der Bibel in der Hand nicht nur die Menschwerdung, die leibliche Auferstehung und die Himmelfahrt Jesu leugnen, sondern sogar die theoretische Möglichkeit, dass solches überhaupt geschehen könne, scheint eine moderne Erscheinung zu sein. Vielen will das einleuchten, weil es so „zeitgemäß“, so „fortschrittlich“, so „modern“ ist. Dabei ist alles ein „uralter Hut“, wohlbekannt seit den ersten Tagen des Christentums! Der einzige Unterschied ist der, dass sich damals (wenn auch nicht mehr lange) solche Leute außerhalb der christlichen Kirche befanden.
Wir haben es also dringend nötig, dass uns Lukas in seinem Bericht von der Entstehung des Christentums an die zeitgeschichtlichen Fakten erinnern darf. Wenn es um die Weigerung geht, an die leibliche Auferstehung des Herrn Jesus zu glauben, dann unterschied sich die alte Welt bezüglich ihrer religiösen, philosophischen, wissenschaftlichen oder bloß kulturellen Vorbehalte kaum von der unsrigen.
Hätten die Apostel auf die Sorte von Ratschlägen gehört, die unsere heutigen „Vordenker“ geben und hätten sie aufgehört auf die leibliche Auferstehung Christi zu bestehen, dann hätten die christlichen Gemeinden nie einen Niedergang erlebt: Es hätte gar keine christlichen Gemeinden gegeben (siehe 1. Kor 15,12–20)!
Christus, der einzige Weg – Arroganz?
Nehmen wir den Anspruch des Christentums, dass man einzig in Christus und in keiner anderen Religion oder Philosophie das Heil finden könne (4,12). Das regt viele unserer Zeitgenossen auf; das sei ein Beweis von Unwissenheit oder Arroganz. Man meint, diese Sicht sei in einer Welt natürlich gewesen, in der das Christenum die offizielle Religion innerhalb eines geschlossenen Kulturraumes war, in dem die Menschen kaum etwas von der Welt draußen wussten und alles Fremde von vornherein als feindlich einstuften. Wir aber lebten nicht in jener Welt, sondern seien vielmehr auf dem Weg zu einer Welt-Einheits-Kultur. Wir wüssten viel mehr über die anderen Religionen als die Alten und könnten daher nicht mehr wie jene in ihrer Unwissenheit über die große, weite Welt daran festhalten, dass das Christentum der einzige Weg zum Heil sei.
Das Argument beruht wiederum auf einem Irrtum. Es mag im Mittelalter so gewesen sein, aber im ersten Jahrhundert wusste der durchschnittliche Grieche oder Römer aus persönlicher Erfahrung und aus täglichen Begegnungen mehr von anderen Religionen als der durchschnittliche Christ heute. Man beachte, wie Lukas Athen mit seinen endlosen Altären für die vielen Götter und Göttinnen beschreibt um sich wieder in Erinnerung zu rufen, dass die Welt der ersten Christen von Religionen und Weltanschauungen jeglicher Art dicht bevölkert war. Da war die klassische Religion der olympischen Götter in je einer griechischen und römischen Version mit ihren prächtigen Tempeln und offiziellen Riten. Da waren die Mysterienkulte, die dem Adepten einen Weg zur Verschmelzung mit der Gottheit wiesen und wunderbare ekstatische Erfahrungen verhießen (1. Kor 12,2). In populärer Form waren Vorstellungen der Seelenwanderung, des Fegefeuers und der Reinkarnation aus dem Hinduismus durch die Pythagoräer und Plato in die griechische Religion und Philosophie eingedrungen. Es gab streng asketische Religionen (Kol 2,20–23), und daneben existierten permissive Religionen, die Unzucht und Homosexualität als gesunde Lebensweisen propagierten (2. Petr 2; Jud 7.8). Es gab Religionen des kühl-philosophischen Typus (Kol 2,8), und andere wiederum, in denen Fanatismus schnell in Gewalttat, Vertreibung und Mord umschlagen konnte (Apg 9,1.2; 19,21–40). Es gab Religionen, die an den alles durchdringenden Christusgeist glaubten, aber leugneten, dass der Mensch Jesus von Nazareth der Christus war (1. Joh 2,18–22; 4,2.3). Und zu all dem waren, woran wir in der Apostelgeschichte auf Schritt und Tritt erinnert werden, in vielen Städten der alten Welt Synagogen der Juden, zu denen sich oft zahlreiche Heiden hielten. Inmitten dieses Schmelztiegels der Religionen war das Christentum natürlich nicht die einzige und schon gar nicht die offizielle Religion innerhalb einer monolithischen Kultur, sondern vielmehr eine kleine, ringende und oft verfolgte Minderheit inmitten eines großen, kosmopolitischen Weltreiches.
Die Christen haben also nicht deshalb Jesus Christus als den einzigen Retter der Welt gepredigt, weil sie so wenig von anderen Religionen wussten, sondern im Gegenteil: weil sie diese nur zu gut kannten. Sie wussten, dass keine von ihnen das Gewissen rein und frei machen, dass keine Frieden mit Gott geben konnte noch Gewissheit der Errettung oder eine begründete Hoffnung für die Zukunft des Einzelnen und der Welt. Sie predigten Jesus als den einzigen Retter nicht aus Engstirnigkeit oder Unduldsamkeit, sondern aus reiner Freude über die Tatsache, dass Gott in Jesus Christus genug getan hatte um die ganze Menschheit zu retten. Kein anderes Opfer konnte retten; es wurde nirgends ein Opfer angeboten, das diesem vergleichbar gewesen wäre, und es brauchte auch kein anderes Opfer mehr. Frieden mit Gott war ein Geschenk; es war allen zugänglich, es war frei und konnte auf der Stelle empfangen werden.
Fundamentalismus und Gewalt
Da mag jemand einwenden: „Es mag ja angehen, dass Christen an diese Dinge glauben, wenn sie unter sich sind. Aber wir leben heute in einer pluralistischen Gesellschaft, wo es nicht gerade ein Ausdruck von christlicher Gesinnung wäre, durch die Lande zu ziehen um Leute anderer Glaubensrichtungen zu bekehren. Das würde nur die soziale Harmonie gefährden.“
Das ist eine nur allzu reale Gefahr, und die Gewalt, die mancherorts im Namen der Religion ausgeübt wird, erfüllt jeden anständigen Menschen mit Abscheu. Wenn wir die Ursachen solcher Gewalt verstehen wollen, müssen wir uns vor oberflächlichen Diagnosen hüten. Meist spricht man kurzerhand von „fundamentalistischer“ Haltung in den religiösen Überzeugungen. Das aber ist ein Begriff, der mit gleicher Berechtigung für bibelgläubige amische oder mennonitische Gemeinden verwendet werden kann, deren Mitglieder alle Pazifisten sind, wie für die militanten Millionen des Islam; er ist also für analytische Zwecke unbrauchbar. Was die Christenheit betrifft, war es gerade nicht treues Festhalten an den Grundwahrheiten der Bibel, das allzu oft zu Intoleranz, politischer Diskriminierung und Blutvergießen im Namen der Religion geführt hat, sondern man handelte direkt gegen das Verbot Christi das Schwert oder sonst eine Form der Gewalt zu gebrauchen um die Sache Christi zu schützen oder voranzutreiben, oder um die Gemeinde zu vergrößern und die „Ketzer“ und Ungläubigen zu eliminieren. Die Schäden früheren Ungehorsams werden nicht damit behoben, dass man die Forderungen Christi abschwächt oder umbiegt aus Angst, die Leute würden an ihnen Anstoß nehmen.
Hier kommt uns die Apostelgeschichte wieder zu Hilfe: Wenn wir wissen wollen, was die Haltung des Christen sein müsse, dürfen wir die Praxis der Apostel nicht ignorieren. Es ist eine Tatsache, dass die römischen Beamten und Statthalter bei ihrer ersten Berührung mit dem Christentum oft irritiert und beunruhigt waren. Die Apostelgeschichte berichtet davon, dass Unruhen in den Gebieten ausbrachen, denen sie vorstanden; die entsprechenden Untersuchungen ergaben, dass scheinbar häufig die Christen die Auslöser waren. Einige Male waren Anhänger verschiedener heidnischer Religionen durch die Christen aufgebracht worden; so etwa in Philippi (16,16–40) und in Ephesus (19,23–41). Häufiger aber waren es die Juden; so im pisidischen Antiochien (13,50), in Lystra (14,19), in Thessalonich (17,5–9), in Beröa (17,13), in Korinth (18,12–17) und in Jerusalem (21,27-26,32).
Im Ganzen waren die Römer bezüglich der verschiedenen Religionen tolerant, aber etwas duldeten sie gar nicht: wenn Unterschiede der religiösen Ansichten und Praktiken zu gesellschaftlichen Unruhen führten. Lukas berichtet, wie Kaiser Claudius einmal alle Juden aus Rom auswies (18,2). Der Bericht, den der spätere römische Historiker Sueton („Leben des Claudius“, 25.4) lieferte, lässt die Ursache für den Zorn des Kaisers darin vermuten „dass in der jüdischen Gemeinschaft Streit und Unruhe ausgebrochen war, als man in einer oder mehreren Synagogen der Stadt das Christentum einführte“.[1]
Weil die Dinge so lagen, sah sich Lukas offensichtlich genötigt einige Dinge zu erklären, als er für einen gewissen Theophilus seinen Bericht „Über die Entstehung des Christentums“ verfasste. Wer dieser Theophilus genau war, wissen wir nicht. Die Anrede „vortrefflichster“, die Lukas in der Einleitung seines Evangeliums (Lukas 1,3) verwendet, deutet an, dass er eine höhergestellte Person war. Er war vielleicht „ein Vertreter aus der gebildeten Mittelschicht und Angehöriger des öffentlichen Lebens in Rom“[2], der sich für das Christentum interessierte, aber noch nicht bekehrt war. Vielleicht war er auch schon gläubig.
Wie auch immer, es war wichtig, dass Lukas ihm zeigen konnte, dass es bei keiner dieser Gelegenheiten die Christen waren, die die Unruhen begannen. Christen waren nicht Leute, die umherzogen und die Religionen anderer Leute lästerten oder sich in ihren Tempeln ungehörig benahmen (19,23–41; 21,27–29; 24,10–13). Die Christen wurde heftig verfolgt, verfolgten aber selbst niemanden. Ja, Paulus hatte Mitjuden verfolgt, weil er deren religiöse Ansichten verabscheute (7,58; 8,3; 9,1–2), aber damals war er noch nicht Christ. Nachdem er Christ geworden war, verfolgte er nie mehr irgendjemanden, er vergalt auch keinem jener Leute, die ihn beständig verfolgten (28,17–22, besonders der letzte Satz in v.19).
[1] F. F. Bruce: The Book of the Acts, New International Commentary on the New Testament (Grand Rapids, MI:
Wm B. Eerdmans, 21988), S. 347, bezugnehmend auf Das Leben des Claudius, 25.4.
[2] Man beachte die zu Recht vorsichtige Erörterung in FF. Bruce, The Book of Acts, S. 28–30.