Vorwort 100-mal: „Gemeinde und Mission“
Du hältst die 100. Ausgabe von „Gemeinde und Mission“ in der Hand. Wir sind dem Herrn dankbar für sein Wirken in euch und durch euch. Wir sind dankbar dafür, worüber wir in den letzten 20 Jahren berichten konnten. Er hat Großes getan! Seelen wurden gerettet, Männer und Frauen wurden ausgebildet, Gemeinden wurden gegründet.
Der Herr offenbarte seinen Plan: „Ich will meine Gemeinde gründen.“ (Mt 16,18). Der Herr hat gehandelt, und er hat uns alle in seine Arbeit einbezogen. Lebendige Gemeinden sind entstanden, die das Ziel haben, alles zu bewahren, was der Herr uns geboten hat (Mt 28,20).
Solche Gemeinden sind der ideale Ausbildungsort für Jünger. Dort werden sie gefördert, dort werden sie gefordert. Sie bekommen Anleitung, finden Vorbilder und ahmen sie nach. Sie lernen bei der Arbeit und ihr Anliegen vertieft sich.
Wir alle werden vom Herrn der Ernte gerufen und wir gehen. Wir gehen zu anderen Menschen und ergreifen so die Initiative bei der Verbreitung des Evangeliums. Das ist die Antwort auf den Befehl des Herrn: „Geht hin!“ (Mt 28,19).
Einige gehen auf den Ruf des Herrn hin an andere Orte um dort mitzuarbeiten. Sie sind bereit große Opfer auf sich zu nehmen. Manche ziehen sogar in unsere Großstädte und bleiben dort. Sie lassen ihre Vorliebe für die Natur hinter sich und setzen sich den Gefahren des „Großstadtdschungels“ aus um dort Menschen zu gewinnen.
Andere werden vom Herrn gerufen, bereiten sich vor, lernen eine neue Sprache und gehen dann in andere Länder. Dabei werden sie durch Gebet, Besuche und Gaben von Geschwistern aus der Heimat unterstützt. Sie alle arbeiten zusammen, gewinnen Menschen und neue Gemeinden entstehen. So geht die Mission von der Gemeinde aus und führt zur Gründung von neuen Gemeinden.
Der Herr verfolgte diese Aufgabe: „Der Eifer um dein Haus verzehrt mich.“ (Joh 2,17). Die Apostel verfolgten diese Aufgabe: „Ich bin aber allen alles geworden, damit ich etliche gewinne.“ (1. Kor 9,22). Dieses Anliegen brauchen wir, wie mein Freund, der weinte, als er den Vers vorlas: „…gleich wie auch ich in allen Dingen mich allen gefällig mache, indem ich nicht meinen Vorteil suche, sondern den der vielen, damit sie gerettet werden.“ (1. Kor 10,33).
Wie steht es mit dir? Mit welchem Eifer widmest du dich dieser Aufgabe? Mit welcher Dringlichkeit verfolgst du sie? Wie verbesserst du deine Fähigkeiten, wie setzt du dein Leben ein? Wofür? Vielleicht für Gemeindebau und Mission? Das freut den Herrn. Weiter so! „Handelt bis ich komme.“ (Lk 19,13).