Die Kunst miteinander auszukommen
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Die Menschen sind wie Eingelegtes – manche sind süß und manche sauer. Vielleicht dachte Will Rogers an Menschen mit dem Charakter von sauer Eingelegtem, als er sagte: „Das Problem in der Welt sind die Menschen.“ Und vielleicht dachte der Poet an sie, als er schrieb: „Mit den Heiligen droben zu leben, o das wird herrlich sein. Mit den Heiligen, die wir hier unten kennen, ist es etwas schwerer.“Auf jeden Fall ist eines der häufigsten Probleme im Leben die Schwierigkeit, harmonisch mit anderen Menschen auszukommen. Das Leben ist erfreulicher, wenn wir die feine Kunst beherrschen, mit anderen gut auszukommen – und wenn uns das leicht fällt.
In einer kürzlich durchgeführten Untersuchung wurden Menschen gebeten, ihre Fähigkeit, mit anderen gut auszukommen, zu beurteilen. Einhundert Prozent setzten sich in die obere Hälfte der Bevölkerung. Sechzig Prozent dachten, sie seien unter den oberen 10%, und 25 Prozent sagten, sie gehörten zu dem obersten 1%. Wenn diese Ergebnisse gültig wären, bräuchten die meisten Menschen hier nicht mehr weiter zu lesen. Aber für die Minderheit, die sich nicht so sicher ist, wollen wir Verschiedenes vorschlagen, wie sie ihre persönlichen Beziehungen etwas ölen können.
Versuche im Umgang mit anderen an ihre positiven Qualitäten zu denken statt an ihre Fehler. Wenn es sich um Gläubige handelt, versuche Christus in ihnen zu sehen. Bischof Whipple von Minnesota, der Indianerapostel, sagte: „Seit dreißig Jahren versuche ich, das Antlitz Christi in jenen zu sehen, die anders sind als ich.“
Und anstatt ihre seltsamen Eigenschaften hervorzuheben, sollten wir uns auf ihre guten Anlagen konzentrieren. Was aus ihnen werden kann ist wichtiger als das, was sie jetzt sind. Wir müssen daran denken, dass wir alle Kanten und Fehler haben. Wir dürfen nicht erwarten, dass andere perfekt sind, wenn wir es selber nicht schaffen. Jesus nahm seine Jünger so an, wie sie waren und baute darauf auf. Er forderte nicht, dass sie geistliche Riesen seien, bevor er anfing mit ihnen zu arbeiten. Wir können Menschen annehmen, ohne dass wir ihre Handlungen billigen. Dale E. Galloway sagte: „Viele von uns lernen es nie, einen Unterschied zu machen zwischen der Zustimmung zu den Taten eines Menschen und der Annahme des Menschen selbst. Wenn ich davon spreche, dass man einen Menschen ohne Einschränkung annehmen soll, meine ich nicht, dass man den Gewohnheiten oder Handlungen der anderen Person zustimmen muss. Du sollst den Nächsten trotz seiner Fehler lieben.“
Es ist weise, das Umfeld und den Hintergrund der Menschen, ihre verschiedenen Fähigkeiten und Erfahrungen und ihre unterschiedliche geistliche Reife einzubeziehen. Wir erkennen sie an, indem wir unsere Kritik an ihnen mäßigen oder wir halten unsere Kritik vollkommen zurück. Wenn andere uns gegen den Strich gehen, liegt es manchmal daran, dass sie in schwierigen Umständen stecken. Wir sollten da geduldig und einfühlsam sein.
Wir sollten die Unterschiede schätzen, die Gott in Sein Volk hineingelegt hat. Es ist nur ein Leib – der Leib Christi, aber es sind viele Glieder, und jedes Glied ist anders. Versuche dir vorzustellen, was es für eine langweilige Welt wäre, wenn jedes Glied so wäre wie du. Das wird dich davor bewahren, jedem Menschen deine Schablone aufzudrücken.
Wir neigen dazu, die Menschen nach ihrem äußeren Erscheinungsbild zu beurteilen. Wenn sie gut aussehen, nehmen wir automatisch an, dass sie gut sind. Dobson sagt, dass die Schönheit die goldene Münze des menschlichen Wertes ist. So sollte es nicht sein, aber sehr oft ist es halt so.
Wir beurteilen Menschen nach der Meinung dritter. Jemand sagt: „Ja, Karl ist ein toller Kumpel, aber …“. Dieses „aber“ bleibt uns im Gedächtnis, und wir können nicht an den guten alten Karli denken, ohne uns daran zu erinnern.
Manchmal beurteilen wir die Menschen nach dem, was sie selbst von sich halten. Simon, der Zauberer, beanspruchte, etwas Großes zu sein, und die Menschen akzeptierten diesen Anspruch, indem sie sagten: „Dieser ist die Kraft Gottes, die man die große nennt“ (Apg. 8,9-10).
Das sind alles sehr große Fehler. Wir sollten die Menschen selbst kennen lernen und uns, ohne voreilig zu sein, eine eigene Meinung bilden. Wenn wir uns in unserem Urteil täuschen, so ist es besser, dabei zu gnädig als zu kritisch zu sein.
Es ist besser, die Menschen so zu behandeln, dass wir das Gute an ihnen im Auge haben, als dass wir unsere Überlegenheit ausspielen. Versuche nicht, die Menschen zu „benutzen“, das bedeutet, sie auszunutzen, sie zu manipulieren oder sie für deine eigenen Absichten zu missbrauchen.
Bitte den Herrn um besondere Gnade im Umgang mit denen, die schwierige Eigenschaften haben, das sind die sauer Eingelegten. Realistischer Weise solltest du auch erkennen, dass es Menschen gibt, mit denen du nicht ohne Probleme auskommst. Sogar Männer wie Paulus und Barnabas trennten sind voneinander in ihrem Dienst für den Herrn.
Paulus sagt, wir sollen den Nächsten höher achten als uns selbst. Das bedeutet nicht, dass jeder andere einen besseren Charakter hat als wir selbst. Aber es bedeutet, dass wir mehr für andere als für uns selbst leben sollen, wir sollen ihre Interessen über die unseren stellen, und wir sollten unsere Nächsten so behandeln, wie der Herr Jesus uns behandelt hat.
Wenn wir Menschen begegnen, sollten wir sie erkennen lassen, dass sie für uns eine bedeutungsvolle Erfahrung darstellen. Ich habe einen Freund, der die Menschen, und sogar Fremde, so herzlich und enthusiastisch begrüßt, dass es sie für den ganzen Tag aufmuntert.
Ein sicherer Weg, unser Interesse zu zeigen, ist, dass wir uns den Namen der Personen merken. Elisabeth Elliot schrieb: „Man sagt, der süßeste Klang in jeder Sprache ist der Klang des eigenen Namens. Leute, die in der Öffentlichkeitsarbeit stehen, wissen, wie wichtig es ist, sich den Namen einer Person zu merken. Ob wir einen Menschen überhaupt mit Namen anreden oder welchen Namen wir benutzen, ist sehr bedeutsam, und es zeigt oft unsere Einstellung dem anderen gegenüber.“ Zu oft entschuldigen wir uns damit, dass wir kein Namensgedächtnis haben. Das ist eine Ausrede und ist nicht wahr. Wir erinnern uns an das, was uns wichtig ist. Es genügt oft, sich die Namen aufzuschreiben, um sich an sie zu erinnern.
Die schlimmsten Verletzungen in zwischenmenschlichen Beziehungen entstehen durch die Zunge. Unsere Rede sollte freundlich und taktvoll sein. Als der arme Casey bei einem tragischen Unfall in der Maschinenhalle ums Leben kam, beauftragte die Firmenleitung einen Mann namens Murphy, zu Caseys Frau zu gehen und ihr mit äußerstem Taktgefühl die Nachricht zu überbringen. Als die verwirrte Frau an die Haustür kam, platzte Murphy unbeholfen heraus: „Sind Sie die Witwe Casey?“ „Nein, das bin ich nicht“, antwortete sie. „Aber jetzt sind Sie es“, rief er aus. Und so wurde die Nachricht überbracht!
Es sollte uns leicht fallen, anderen ein Lob auszusprechen. Oft scheuen sich Christen, anderen ein Kompliment zu machen, weil sie fürchten, es könnte als Schmeichelei aufgefasst werden. Es besteht aber ein Unterschied zwischen Lob und Schmeichelei. Das Lob ist eine verdiente Empfehlung. Schmeichelei ist unaufrichtig und übertrieben.
Wenn wir ein Gespür für die Gefühle anderer haben, werden wir es vermeiden, ungehobelte, schonungslose und verletzende Dinge zu sagen. Wir werden niemals in einer verächtlichen Weise über ihre Erscheinung, ihre Kleidung oder Verhaltensweise sprechen. Wir werden nur über uns selbst Witze machen, nie über andere. Wenn wir etwas korrigieren oder tadeln müssen, werden wir es demütig, liebevoll und unter vier Augen tun. Eheleute sollten sich niemals in der Gegenwart anderer kritisieren oder widersprechen. Es wird für ihre Beziehung viel besser sein, wenn sie sich in der Öffentlichkeit und im privaten Bereich wertschätzen.
Wenn Menschen ruhig und in sich gekehrt sind, sollten wir versuchen, sie in die Unterhaltung durch Fragen einzubeziehen. In jeder Gruppe sind immer ein paar Mauerblümchen, die sich nicht am Gespräch beteiligen. Entweder aus Scheu oder aus Furcht halten sie sich abseits was die Unterhaltung und Beteiligung betrifft. Wir sollten da Interesse zeigen und sie zum Mittun einladen. Wir sollten auch an Kindern ein freundliches Interesse zeigen, wie Jesus es getan hat!
Was wir auch sonst noch tun mögen, sollten wir auf jeden Fall vermeiden, pausenlos zu reden. Leute, die niemals Luft holen, sind nicht beliebt. Wir sollten gute Zuhörer sein. „Bei der Menge der Worte fehlt Übertretung nicht; wer aber seine Lippen zurückhält, ist einsichtsvoll“ (Spr. 10,19).
Wir sollten Geschwätz, Jammern und Quängeln vermeiden. Es ist besser, freundlich, erbauend und hilfreich zu sein.
Wir sollten niemals zu stolz sein, zuzugeben, dass wir gefehlt haben. Das einzige, was zerbrochene Beziehungen heilt, sind die Worte: „Ich habe einen Fehler gemacht. Es tut mir leid. Bitte vergib mir.“
Wenn sich jemand bei uns entschuldigt, sollten wir ihm sagen, dass wir ihm vergeben haben. Wir sollen es nicht mit einem Achselzucken übergehen, als wenn eine Entschuldigung unnötig wäre. Es war für den anderen vielleicht ein langer, schwerer Kampf, zur Reue zu kommen, und er möchte die Bestätigung haben, dass wir ihm vergeben haben.
Die Menschen mögen keine Alleswisser und Neunmalklugen. Es ist ihnen wohler in der Gesellschaft von Leuten, die zugeben, dass ihr Wissen begrenzt ist und dass sie sich irren können.
Wir sollten Augenkontakt halten ohne jemand anzustarren. Wenn unser Blick im Gespräch mit dem Gegenüber herumwandert, erweckt es den Anschein, als ob unsere Gedanken auch unkonzentriert sind. Aber ein unentwegtes Anstarren bringt unser Gegenüber auch aus der Fassung.
Wir sollten uns bemühen, Fremde kennen zu lernen. Wenn es uns schwer fällt, müssen wir uns zwingen. Wir sollen bereit sein, uns vorzustellen, dann können wir Fragen stellen und ein anfängliches Interesse zeigen. Jesus stellte sich der samaritischen Frau vor, indem er sie um einen Gefallen bat (Joh. 4,7).
Eine Menge der heutigen Bücher betonen die Wärme und Freundlichkeit, die durch eine Berührung überspringt, sei es ein fester Händedruck, eine Umarmung oder ein Kuss. Das stimmt natürlich. Paulus schrieb an die Korinther: „Grüßt einander mit dem heiligen Kuss“ (1. Kor. 16,20). Aber man muss da abwägen. Wenn die Berührung nicht heilig ist, kann sie eine große Versuchung und eine große Sünde zur Folge haben. Man muss auch überlegen, dass einige legitime „Berührungen“ in unserer Gesellschaft einen unpassenden Eindruck abgeben und deshalb vermieden werden sollten (1. Thess. 5,22).
In unseren Begegnungen mit anderen sollten wir nicht zu empfindlich sein. Manche Menschen fühlen sich bei der geringsten Andeutung schon verletzt oder abgelehnt. Sie verstehen keinen Spaß. Sie regen sich schon über Bemerkungen auf, die überhaupt nicht negativ gemeint sind. Ein Christ sollte sich die dicke Haut eines Elefanten zulegen. Ich bat den Herrn, die Überempfindlichkeit von mir zu nehmen, die der Seele Freude und Frieden raubt und Beziehungen zerstört.
Wenn wir gebeten werden, in einem Komitee oder in einer Gruppe mitzuarbeiten, sei es als Ältester, als Diener, als Mitarbeiter oder Ratgeber, sollten wir darauf dringen, dass ein gewisses Konzept eingehalten wird. In Dingen von fundamentaler Wichtigkeit muss vollständige Übereinstimmung herrschen. Weder die großen Lehren des christlichen Glaubens, noch die Prinzipien von Gerechtigkeit und Ehrlichkeit dürfen abgelehnt werden.
Aber bei zweitrangigen Dingen, z.B. Angelegenheiten, die in sich selbst weder richtig noch falsch sind, kann man, wenn man realistisch ist, nicht immer mit Übereinstimmung rechnen. Gott hat nie von uns erwartet, dass wir in unwichtigen Dingen immer einer Meinung sind. Jeder hat seine eigene Lieblingsfarbe, Lieblingslieder, seine eigene Meinung über Kleidung, Ernährung, Bücher usw. Wenn man über unwichtige Dinge diskutiert, ist ein Kompromiss wünschenswert und notwendig. Wenn eine Arbeit für Gott vorwärts gehen soll, muss man bereit sein zu diskutieren, zu verhandeln, Kompromisse zu machen, und schließlich den Beschluss der Gruppe annimmt. Das Wort „Kompromiss“ hat für die meisten einen schlechten Beigeschmack, aber es ist nur in Verbindung mit grundlegenden Dingen schlecht.
Jemand, der immer seine eigene Meinung durchsetzen will, der denkt, dass sein Urteil unfehlbar ist, sollte niemals in einem Ausschuss oder Komitee mitarbeiten. Er kann ein Werk Gottes zerstören, wenn er eigensinnig, stur und uneinsichtig ist. Paulus warnt uns, dass Gott jeden verderben wird, der den Tempel Gottes verdirbt (1. Kor. 3,16+17).
Jetzt wollen wir über unterschiedliche Auslegungen der Schrift nachdenken, weil das ein verwandtes Thema ist. Wir sollen nicht um Haaresbreite abweichen, wenn es sich um die grundlegende Glaubenslehre handelt. Aber es gibt Hunderte von anderen Themen, wo große und heilige Männer unterschiedlicher Meinung sind. Was sollen wir in solchen Fällen tun? Wenn es sich um Streitfragen handelt, ist es fair, die anderen Ansichten auch darzulegen, zu sagen, welche man bevorzugt und warum, und dann die Zuhörer selbst entscheiden zu lassen. Als ein Wortklauber Einwände hatte, wie Dr. Ironside einen sekundären Punkt auslegte, antwortete dieser freundlich: „Gut, Bruder, wenn wir im Himmel sind, wird sich zeigen, dass einer von uns unrecht hat. Vielleicht werde ich das sein.“ Das setzte der Diskussion ein Ende. Man kann mit einem Menschen nicht streiten, wenn er zugibt, möglicherweise im Irrtum zu sein. Wenn jemand mit uns streiten will, ist es gut, sich an Sprüche 26,20 zu erinnern: „Wo es an Holz fehlt, erlischt das Feuer.“ Wenn wir dem Feuer kein Öl zugeben, verlischt es bald.
In ihrer Begeisterung für Gott richten junge Menschen oft mit ihrer Art, wie sie andere zurechtweisen, großen Schaden an. Sie versuchen, Menschen zu verändern, die sich gar nicht ändern wollen. Ungebeten erteilen sie Ratschläge; aber kein Ratschlag wird mehr abgelehnt als ein unerwünschter. Sie bilden sich ein Urteil, ohne beide Seiten gehört zu haben. Sie sollten zwei oder drei Zeugen hören (Mt. 18,16). Sie mischen sich in die Angelegenheiten von andren ein und vergessen die Worte, die Jesus sagte: „Was geht es dich an? Folge du mir nach“ (Joh. 21.22).
Die Art, wie wir selbst Kritik annehmen, ist ein Maßstab unseres Charakters und unserer geistlichen Reife. Als erstes sollten wir daran denken, dass jeder von uns Veranlagungen, Eigenarten und Gewohnheiten an sich hat, an denen andere sich stoßen. Wir haben auch zahllose Fehler und Verfehlungen. Hinsichtlich dessen sollten wir Kritik demütig annehmen und daraus lernen. Wir sollten sagen: „Gut, Bruder, ich bin froh, dass du mich nicht besser kennst, weil du dann viel mehr an mir zu kritisieren hättest.“
Manchmal ist die Kritik unberechtigt. In solch einem Fall sollten wir geduldig zuhören und es dem Herrn überlassen, uns zu rechtfertigen. Wir sollten ihn bitten, uns davor zu bewahren, kalt, verbittert oder zynisch zu werden, obwohl Kritik gegen uns erhoben wurde. Er wird es immer tun.
Noch eine Bemerkung zu unbekümmertem Scherzen, Necken und Sticheln. Am besten, man gibt das alles auf, auch wenn nur einer von 50 beleidigt sein könnte (Spr. 26,18,19).
Die Menschen lieben Freunde, die unterhaltsam, positiv und optimistisch sind. Sei kein düsterer Gefährte. Ich habe Menschen gesehen, die so strahlten, dass man dachte, das Licht wäre eingeschaltet worden, als sie den Raum betraten. Das ist ein gutes Beispiel, dem man folgen kann!
Ein letztes Wort! Wir sollten niemals Vertrauen missbrauchen. Die Menschen haben recht, wenn sie uns aus dem Weg gehen, weil wir Informationen ausplaudern, die uns im Vertrauen gegeben wurden.
Der Herr Jesus war sympathisch, mitfühlend und höflich. Er ist unser Vorbild. Je ähnlicher wir ihm werden, desto besser werden wir die feine Kunst, mit anderen Menschen auszukommen, lernen.
Beziehungen zu den Ältesten
Ein sehr wichtiger Ratschlag besonders für junge Leute ist folgender:
Gerate niemals in Streit mit deinen Ältesten. Du magst denken, dass sie nicht qualifiziert sind. Du magst denken, sie tun nicht das, was Älteste tun sollten. Du magst denken, sie treffen falsche Entscheidungen. Ob das nun stimmt oder nicht, wir sollten sie niemals angreifen oder mit ihnen streiten. Sie nehmen den Platz von Leitern in der Versammlung Gottes ein. Wenn sie nachlässig sind, müssen sie sich vor Gott verantworten. Inzwischen haben wir die Verantwortung, uns ihnen unterzuordnen, indem wir ihre Anordnungen respektieren. Wenn der Erzengel nicht wagte, ein lästerndes Urteil über Satan auszusprechen (Judas 9), wie viel weniger sollten wir dann gegen die Ältesten unserer Versammlung reden.
Sollte der Fall jemals eintreten, dass wir nicht länger unter ihrer Leiterschaft weitermachen können, dann sollten wir die Versammlung ruhig und höflich verlassen. Aber wir sollten keine Spaltung verursachen, indem wir andere mit uns ziehen.