Du bist ein Gott, der Wunder tut (Teil 1)
In seinem Kommentar zum Neuen Testament behandelt William MacDonald in der Apostelgeschichte, in der ja sehr viele Wunder berichtet werden, eben dieses Thema:
„Wenn wir die Apostelgeschichte lesen, dann erhebt sich natürlich die Frage: »Können auch wir heute noch solche Wunder erwarten?« Wenn wir diese Frage beantworten, müssen wir zwei Extremhaltungen vermeiden. Das erste Extrem lautet, dass wir heute, weil Jesus gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist, dieselben Wunder erwarten sollten, wie sie in der Zeit der frühen Gemeinde vorkamen. Das gegenteilige Extrem lautet, dass Wunder nur in dieser Anfangszeit stattfanden und wir kein Recht haben, sie auch heute noch zu erwarten.
Es gilt natürlich, dass „Jesus Christus gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist“ (Hebr 13,8). Doch das heißt nicht, dass sich das göttliche Vorgehen niemals ändern würde. Die Plagen, die Gott in Ägypten benutzte, wurden z. B. nie wiederholt. Seine Macht ist noch immer dieselbe. Er kann noch immer jede Art von Wunder vollbringen. Doch das bedeutet nicht, dass er in jedem Zeitalter dieselben Wunder tun muss. Er ist ein Gott der unendlich großen Vielfalt.
Andererseits sollten wir Wunder nicht einfach abtun, indem wir sagen, sie wären nicht für das Zeitalter der Gemeinde bestimmt. Man macht es sich zu einfach, wenn man Wunder nur in haushaltungsgemäße Schubladen steckt und sich mit einem Leben begnügt, das sich nie über das erhebt, was Menschen aus Fleisch und Blut tun können.
Unser Leben sollte von übernatürlicher Kraft bestimmt sein. Wir sollten ständig Gottes Hand im wunderbaren Zusammenspiel der Umstände erkennen. Wir sollten seine Führung auf wunderbare Weise erleben. In unserem Leben sollten Ereignisse zu finden sein, die jenseits der Wahrscheinlichkeitsgesetze liegen. Wir sollten uns bewusst sein, dass Gott Kontakte herstellt, Türen öffnet und über Widerstände siegt. Unser Dienst sollte vom Übernatürlichen geprägt sein.
Wir sollten direkte Gebetserhörungen erkennen. Wenn wir anderen begegnen, dann sollten wir darin etwas sehen, das sich vor Gott ereignet. Wir sollten seine Hand bei Pannen, Verspätungen, Unfällen, Verlusten und scheinbaren Tragödien erkennen. Wir sollten außerordentliche Hilfe erfahren und uns der Kraft, des Mutes, des Friedens und der Weisheit bewusst sein, die jenseits unserer natürlichen Grenzen liegen.
Wenn unser Leben nur auf der natürlichen Ebene stattfindet, stellt sich die Frage: Wie unterscheiden wir uns dann von Nichtchristen? Gottes Wille ist es, dass unser Leben vom Übernatürlichen gekennzeichnet ist und das Leben Jesu Christi durch uns fließt. Wenn das stattfindet, verschwinden Unmöglichkeiten. Geschlossene Türen öffnen sich, und uns wird ein überreiches Maß an Kraft zugeeignet werden. Dann werden wir mit dem Heiligen Geist erfüllt, und wenn Menschen in unsere Nähe kommen, dann werden sie die Funken dieses Geistes spüren.“
(Alle Hervorhebungen sind vom Autor dieses Artikels.)
Hier ist eigentlich schon alles gesagt. In diesem Artikel möchte ich aber noch wichtige Denkanstöße geben und auch auf Themen wie „Heilung“ eingehen, mit denen wir in unserem persönlichen Leben und im Gemeindeleben immer wieder konfrontiert werden.
William MacDonald wurde in seiner Kindheit durch ein reines Wunder vom Tode bewahrt. 13 Jahre später wurde er gläubig, und die meisten von uns haben vom Gesamtergebnis seines Lebens profitieren dürfen. Obwohl also von Anfang an ein Wunder, eine übernatürliche Gebetserhörung, sein Leben bestimmt hat, schreibt er summarisch in „Wie der Herr mich führte“ auf Seite 110: „Der größte Teil meines christlichen Lebens war harte Arbeit, beständiges Streben, Routine, Verpflichtungen und viele einsame Stunden.“ Hier haben wir in etwa die ganze Bandbreite der beiden Extrempositionen, die oben von William kurz beschrieben wurden, in einem Leben vereinigt. Dazwischen sehen wir genau das, was ich mir erlaubt habe im Text hervorzuheben: Viele übernatürliche Führungen und Gebetserhörungen, aber auch grauer Alltag und Mühsal des Lebens. Nun möchte ich noch einmal auf die zwei extremen Meinungen eingehen:
Es gibt heute keine Wunder mehr und wir sollten auch keine von Gott erwarten
Diese Auffassung kann man mit keiner Stelle aus der Bibel untermauern! Man könnte höchstens noch argumentieren, dass das „Reden in Sprachen“ aufgehört hat (1. Korinther 13,8), aber auch das ist umstritten. Noch einmal: Es gibt keine Stelle in der Schrift, die so einen Standpunkt direkt unterstützen würde. Man kann eben auf zwei Seiten vom Pferd hinunterfallen.
Bei diesem Standpunkt müsste man Tausende belegte Wunder und übernatürliche Gebetserhörungen wegerklären. Es geht an der Erfahrungsebene vieler Tausender oder gar Millionen von Christen vorbei, wenn man so eine Behauptung aufstellt. Auch ich selbst durfte schon wunderbare Gebetserhörungen erleben, die sich nicht anders erklären lassen als dass Gott direkt eingegriffen hat.
Unser Glaube umfasst uns als ganzen Menschen mit Leib, Seele und Geist. Nicht mit einem Gott zu rechnen, der direkt in Raum und Zeit eingreifen kann und will, lässt unseren Glauben zu einer kalten Lehre erstarren. Zumindest ist die Gefahr dafür sehr groß. So wie wir unsere Kinder lieben und in allen ihren Bedürfnissen für sie da sein wollen, so weiß unser liebender Vater genau, was wir brauchen und gibt es uns auch zu Seiner Zeit. Oder Er hat gute Gründe dafür, es uns nicht zu geben.
Gott wirkt heute noch genauso wie in den Zeiten der Apostelgeschichte
Positiv an diesem Standpunkt finde ich, dass wir dadurch ermutigt werden, Gott wirklich alles zuzutrauen und mit Ihm in allen Situationen unseres Lebens zu rechnen. Nichts ist Ihm zu groß und nichts ist Ihm unmöglich. Das ist genau die Grundhaltung, zu der uns William oben ermutigt. Unser Leben sollte vom übernatürlichen Wirken Gottes geprägt sein, von Gebetserhörungen im Großen und im Kleinen.
„Vielfach hast du, HERR, mein Gott, deine Wundertaten und deine Pläne an uns vollbracht; nichts ist mit dir zu vergleichen. Wollte ich davon berichten und reden – sie sind zu zahlreich, um sie aufzuzählen.“ (Psalm 40,6)
Der Herr Jesus in Seiner schwersten Stunde ist da für mich ein ganz großes Vorbild:
„Und er spricht zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod. Bleibt hier und wacht! Und er ging ein wenig weiter und fiel auf die Erde; und er betete, dass, wenn es möglich sei, die Stunde an ihm vorübergehe. Und er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir weg! Doch nicht, was ich will, sondern was du willst!“ (Markus 14,34–36)
Angesichts der unglaublichen Leiden, die auf Ihn warteten, schüttete der Herr Jesus Seinem Gott und Vater Sein Herz aus und teilte Ihm Seine innersten Gefühle und Wünsche mit. Es war Sein gefühlsmäßiger Wunsch, dass Gott Ihm diese Leiden ersparen möge, aber gleichzeitig wusste Er, dass das in dieser speziellen Situation nicht möglich war. Alles ist dem Vater möglich, aber nicht alles ist Sein Wille. Und so musste der Herr den Leidenskelch trinken und war bereit dazu.
In gleicher Weise dürfen auch wir alles von Gott erwarten, aber wir dürfen Ihm nicht vorschreiben, was Er zu tun hat. Viele Tausende nicht erhörte Gebete sind doch beantwortet worden, nur anders als wir uns das vorgestellt haben! Entweder hat Gott sie anders erhört oder „Nein“ gesagt, weil Er es besser weiß! Oft dürfen wir es hier schon einsehen und verstehen, dass es besser war, dass Gott „Nein“ gesagt oder es anders erhört hat. Im Rückblick kann ich Gott nur danke sagen für so einige „unerhörte“ Gebete!
Um nun wieder zu den Christen zurückzukommen, die die Meinung vertreten, dass Gott heute noch genauso wirkt wie zur Zeit der Apostelgeschichte: Sehr oft ist dieser Standpunkt mit anderen Überzeugungen kombiniert, die meiner Meinung nach weniger gesund oder sogar sehr schädlich sein können.
Zuerst ist die Gefahr die, dass wir – übertrieben gesagt – Gott als eine Art „Gebetserhörungsautomaten“ ansehen und wir mehr auf das, was wir von Ihm wollen, fixiert sind, als auf Ihn selber. Aber wir erwählen nicht den Herrn Jesus, damit Er uns dann gibt, was wir für notwendig und wichtig erachten, sondern Er erwählt uns, damit wir Seinen Willen tun und für Ihn Frucht bringen (Joh 15,16). Diese Ergebung in Seinen Willen und dass wir für Ihn da sind und nicht Er für uns (das ist er natürlich auch – bitte mich richtig zu verstehen), ist eine entscheidende Herzenskomponente eines gesunden Gläubigen. Das beginnt mit unserer Bekehrung und reift und vertieft sich ein Leben lang.
Dann wird von solchen Christen ein „normales“ Christenleben oft als ungenügend erachtet. Man erwartet eine Art zweite Erfahrung, die manchmal als „Geistestaufe“ bezeichnet wird, ab der dann alles anders wird. Ja, und wenn uns unser Leben selber manchmal als „grau in grau“ vorkommt, wenn man sozusagen von diesem Christenleben oder gar von Gott selber enttäuscht ist, dann kann es sein, dass man beginnt, so eine zweite Erfahrung zu suchen. Die Frage ist: Fehlt uns etwas? Haben wir nicht alles, was wir brauchen, um ein erfülltes Christenleben zu leben? Ich meine, es fehlt uns nichts und wir haben prinzipiell alles, was wir brauchen, wenn wir echte Christen sind. Dazu einige Stellen aus der Schrift:
„Denn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt worden.“ (1. Korinther 12,13)
„In ihm seid auch ihr, als ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, gehört habt und gläubig geworden seid, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung. Der ist die Anzahlung auf unser Erbe, auf die Erlösung seines Eigentums hin zum Preis seiner Herrlichkeit.“ (Epheser 1,13–14)
„Da seine göttliche Kraft uns alles zum Leben und zur Gottesfurcht geschenkt hat durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine eigene Herrlichkeit und Tugend,
durch die er uns die kostbaren und größten Verheißungen geschenkt hat, damit ihr durch sie Teilhaber der göttlichen Natur werdet, die ihr dem Verderben, das durch die Begierde in der Welt ist, entflohen seid: Eben deshalb wendet aber auch allen Fleiß auf und reicht in eurem Glauben die Tugend dar, in der Tugend aber die Erkenntnis, in der Erkenntnis aber die Enthaltsamkeit, in der Enthaltsamkeit aber das Ausharren, in dem Ausharren aber die Gottesfurcht, in der Gottesfurcht aber die Bruderliebe, in der Bruderliebe aber die Liebe! Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und zunehmen, lassen sie euch im Hinblick auf die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus nicht träge und nicht fruchtlos sein. Denn bei wem diese Dinge nicht vorhanden sind, der ist blind, kurzsichtig und hat die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen.“ (2. Petrus 1,3–9)
Wir haben alles, aber trotzdem schaut es auf der Erfahrungsebene oft ganz anders aus: Frust, Enttäuschung, der Himmel scheint verschlossen und der Herr so weit weg.
Deshalb betet Paulus folgendermaßen:
„…dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen und was die überragende Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke.“ (Epheser 1,17–19)
Wir haben zwar alles, aber es muss auch erfahren und erlebt werden. Aber wie? Indem es uns der Herr aus Seinem Wort und durch Seinen Geist wieder neu lebendig werden lässt, wer wir durch Ihn sind und was wir in Ihm haben. Wahrscheinlich kämpfe ich aufgrund meiner Veranlagung mehr als die meisten mit psychischer Stabilität, und das wird auch nicht leichter je älter man wird. Aber genau deshalb kann ich bezeugen, dass der Heilige Geist uns auf wunderbare Weise immer wieder neu beleben und uns Freude, Kraft, Zuversicht und Frieden schenken will. Der Herr Jesus hat uns nicht alleine zurückgelassen, sondern Er hat uns einen wunderbaren Beistand geschenkt, der uns helfen und begleiten will, bis wir ganz bei Ihm sein werden.
„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Selbstzucht.“ (2. Timotheus 1,7)
„Der Gott aber, der unsere Hoffnung ist, erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden auf dem Grunde des Glaubens, damit ihr immer reicher an Hoffnung werdet durch die Kraft des heiligen Geistes!“ (Römer 15,13)
Zuletzt möchte ich noch auf eine Sache eingehen, die vielen Christen zur tiefsten Entmutigung gereicht. Was ist dann, wenn wir unbedingt erwarten, dass Gott erhören will und wird – zum Beispiel im Falle einer Krankheit – und keine Heilung erfolgt? Es wird behauptet: „Hier muss eine Sünde vorliegen oder irgendein Hindernis, das die Erhörung der Gebete verhindert. Gott will doch keine armen und kranken Kinder!“ Also muss es an etwas anderem liegen, dass Er nicht hört.
Natürlich kann Krankheit in Verbindung mit Sünde stehen, aber das ist bei weitem nicht in jedem Fall so. Die Gefahr ist, dass nach Bekennen der bewussten Sünden immer noch nichts passiert. Und dann wird es eng, denn dann wird statt Erbarmen, Liebe und Mittragen auf einmal der kranke Gläubige beschuldigt, selbst an seiner Misere schuld zu sein und selbst die Heilung zu verhindern. Genauso ist es Hiob passiert und genau daran wäre er fast zerbrochen. Mit so einer Lehre und so einer Praxis treten wir auf den, der schon am Boden liegt, und nehmen ihm den letzten Halt: sein Vertrauen auf Gott!
Oh, wie kurz gegriffen ist die Aussage: „Gott will doch keine armen und kranken Kinder!“ Tausende und abertausende, ja Millionen Gläubige, angefangen von Timotheus bis zum heutigen Tag mussten durch das Tal der Krankheit, der Schmerzen und der vielfältigsten Nöte gehen. Sie lernten dabei ihren Gott wie nie zuvor kennen. Sie wurden in der Schwachheit stark und in den ärgsten Umständen voller Glauben und Frieden. Spurgeon litt sein Leben lang an schweren Gefühlsverstimmungen, um nicht zu sagen Depressionen. Gleichzeitig hatte er immer wieder starke Schmerzen auszuhalten und seine Frau lag jahrelang krank im Bett. Und doch wurden und werden wir alle durch sein Wirken gesegnet, sogar weit über hundert Jahre nach seinem Tod! Viele Gläubige haben diese Läuterung gut bewältigt und gelernt darin zu leben. Ich bin überzeugt, dass sie wie unser Herr gebetet haben: „Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir weg! Doch nicht, was ich will, sondern was du willst!“
Ein weiteres Beispiel für scheinbar nicht erhörtes Gebet ist die weltweit bekannte Joni Eareckson Tada. Als Jugendliche erlitt sie einen Badeunfall mit der Folge einer totalen Lähmung. Nur der Kopf blieb beweglich. Sie wurde von liebenden Glaubensgeschwistern stark ermutigt und überzeugt, dass ihre Heilung Gottes Wille ist, ja sein muss. Daraufhin stieg eine tausendfache Welle von Gebeten zum Himmel empor, aber es geschah nichts. In dem Buch „Der nächste Schritt“ (nur mehr auf Amazon erhältlich, soweit ich weiß) beschreibt sie ab Seite 132 diese Erfahrung und was sie daraus über Heilung gelernt hat. Wenn Jesaja in Kapitel 53,4 schreibt, dass der Knecht Gottes unsere Krankheiten und Schmerzen getragen hat, dann bedeutet das nicht, dass wir automatisch das Recht darauf haben, geheilt zu werden, weil wir ja an diesen Knecht Gottes – Jesus – glauben. Vielmehr war das Kreuz die Basis dafür, dass alle Folgen des Sündenfalls in Seinem Reich behoben werden, wenn Er wiederkommen wird. Bis dahin steht die alte Schöpfung immer noch unter dem Fluch des Sündenfalls. Wir müssen immer noch unser Brot mühsam erwerben, Babys werden immer noch unter Schmerzen geboren, die Natur ist immer noch unvollkommen und manchmal sehr grausam, wir leiden immer noch unter bösen Menschen und brauchen immer noch die tägliche Reinigung durch Bekennen unserer Sünden (1. Joh 1,9), weil wir täglich vom vollkommenen Standard Gottes in Gedanken, Worten und Werken abweichen. Und wir werden immer noch krank und sterben. Warum sollte nur die Krankheit jetzt schon – sozusagen gesetzmäßig – weggetan werden?
Wir haben die Möglichkeit, in diesem Leiden an und in der alten Schöpfung „Licht und Salz“ für die Menschen zu sein. Wir sollten immer alle Not und alle Probleme vor Gott ausbreiten und dürfen von Ihm alles erwarten. Er ist ein Gott, der Wunder tut. Aber wir dürfen Ihm nichts vorschreiben oder durch falsche Theologie falsche Glaubenssätze und Erwartungen aufbauen, durch die wir dann in unserem Glauben enttäuscht und vom Wesentlichen abgelenkt werden. Genau hier liegt das Problem, das Christen dann bekommen oder gar daran verzweifeln.