Gemeinde & Mission

Du bist kein „Niemand“!

von Swindoll Charles R.

Wenn Sie sich fragen, ob die Weltgeschichte aufgrund Ihres Lebens anders verlaufen wird, dann erinnern Sie sich an diesen Artikel. Sie haben möglicherweise den Menschen, der als nächstes die Welt verändern wird, in Ihrer Kinderstunde! Sie sind JEMAND – ein Lehrer von Menschen, die die Welt verändern werden!
Sie sind SIE. SIE gibt es nur einmal. Und SIE sind wichtig. Möchten Sie sich wieder besser fühlen? Wünschen Sie sich wirklich die Mutlosigkeit zu vertreiben? Ich kann es Ihnen in vier Worten sagen: Seien Sie SIE selbst. 

Kramen Sie in Ihrem Gedächtnis und versuchen Sie, die folgenden Fragen zu beantworten:

1. Wer lehrte Martin Luther seine Theologie und inspirierte seine Übersetzung des Neuen Testaments?

2. Wer besuchte Dwight L. Moody in einem Schuhgeschäft und erzählte ihm von Christus?

3. Wie hieß der Kollege von Harry Ironside, der ihn ermutigte, Pastor zu werden?

4. Wie hieß die Frau von Charles Haddon Spurgeon?

5. Wie hieß die ältere Frau, die über 20 Jahre lang treu für Billy Graham betete?

6. Wer finanzierte den Dienst von William Carey in Indien?

7. Wer stärkte den Apostel Paulus in einem römischen Kerker, als er seinen letzten Brief an Timotheus schrieb?

8. Wer verhalf Charles Wesley dazu, zum Komponisten von Kirchenliedern zu werden?

9. Wer fand die Schriftrollen am Toten Meer?

10. Wer lehrte G. Campbell Morgan, den „unvergleichlichen Ausleger“, persönlich seine Predigtmethoden?

11. Wer folgte Hudson Taylor und gab der China Inland Mission ihre bemerkenswerte Vision und Zielrichtung?

12. Wessen Schüler war Georg Müller und wer entriss ihn als jungen Mann einem sündigen Leben?

13. Wer waren die Eltern des frommen und begabten Propheten Daniel?

Wie haben Sie abgeschnitten? Haben Sie über 50 % der Fragen beantworten können? Vielleicht 25 %? Oder noch weniger?

Bevor Sie Ihre Unfähigkeit, die Fragen zu beantworten, damit entschuldigen, dieses Quiz sei trivial, halten Sie inne und denken Sie nach. Wären diese unbekannten Menschen – diese „Niemands“ – nicht gewesen, würde ein großes Stück der Kirchengeschichte fehlen. Und viele Menschenleben wären nicht berührt worden.

„Niemands“: Wie nötig ist doch diese Schar von Männern und Frauen … Dienern des Königs … und dennoch namenlos im Königreich! Männer und Frauen, die mit stillschweigendem Heldenmut und dennoch mit treuem Eifer auf das Rampenlicht verzichten und im Schatten öffentlicher Persönlichkeiten leben.

Jim Elliot, der das Evangelium zu den Aucas brachte und den Märtyrertod starb, berief Missionare. Was für Menschen waren das? Sie waren „Niemands“, die versuchten, einen „Jemand“ zu erheben. Aber setzen Sie das Wort „anonym“ nicht dem Wort „unnötig“ gleich. Ansonsten wird der Leib zum Krüppel gemacht … sogar gelähmt … oder kommt zumindest furchtbar aus dem Gleichgewicht, weil die Mehrheit der Glieder des Leibes von Selbstmitleid und Mutlosigkeit befallen wird. Es ist das Vorrecht des Herrn, einige bekannt zu machen und andere verborgen zu halten. Fragen Sie mich nicht, nach welcher Methode er auswählt, wen er gebraucht.

Wenn es sein Wunsch ist, Sie als einen Melanchthon und nicht als einen Luther zu verwenden … oder als einen Kimball und nicht als einen Moody … oder als einen Onesiphorus und nicht als einen Paulus … oder als einen Hoste und nicht als einen Taylor, dann machen Sie sich nichts daraus!

Besser noch, geben Sie Gott die Ehre! Sie gehören jener Elitegruppe an, die in 1. Korinther 12 erwähnt wird:

„… denn gerade die Glieder des Leibes, die schwächer zu sein scheinen, sind notwendig … Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dabei dem Mangelhafteren größere Ehre gegeben“ (Verse 22.24).

Wenn diese heldenhaften „Niemands“ nicht wären, gäbe es keine ausgezeichneten Gemeindeleiter. Es gäbe keine gute Musik bei der Anbetung, keine Hausmeister, die putzen, wenn alle anderen schon lange gegangen sind, keine Leute, die hinter den Kulissen unzählige Dienste ausführen, keine freiwillig Tätigen in der Mission, die die Büros im Heimatland mit Personal besetzen oder mit nur einer Hand voll Leuten zurückgezogen in Übersee arbeiten. Wenn ich es mir recht überlege, wenn diese treuen „Niemands“ nicht wären, würden Sie in diesem Augenblick nicht einmal dieses Buch in Händen halten.

„Niemands“ … preisen einen „Jemand“.

Sind Sie einer? Hören Sie mir zu! Es sind die „Niemands“, die dieser „Jemand“

so sorgsam auswählt. Und wenn er Sie für diese Rolle bestimmt hat, hält er sie nicht für einen „Niemand“. Seien Sie mutig!

Mit freundlicher Genehmigung aus: Bruce Wilkinson, „Wie mach ich’s richtig“, S. 94-96, Copyright Christliche Verlagsgesellschaft, 35683 Dillenburg.