Gemeinde & Mission
Vorwort

Vorwort 79: „… bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut“

von Zikeli Armin

Vor ein paar Wochen haben gute Freunde von uns geheiratet. Die Braut war toll. Sie trug ein schönes Hochzeitskleid, Blümchen im Haar, in der Hand einen fröhlichen Strauß. Keine Flecken am Kleid, keine Runzeln im Gesicht. Für welchen anderen Tag hätte sie sich sonst so vorbereitet? Für welchen anderen Mann hätte sie sich so geschmückt?

Darin steckt eine Botschaft der Liebe an den Bräutigam. Er hat die Botschaft bestimmt verstanden: „Ich möchte für Dich schön sein!“

Eines Tages wird eine Braut für ihren Mann geschmückt aus dem Himmel kommen. In Johannes 3 erfahren wir, dass der Bräutigam der Herr Jesus sein wird. Für ihn wird sie geschmückt sein! Und er wird sie schön finden und sich über sie freuen (Jesaja 62,5).

Der Herr Jesus hat sich hingegeben, damit seine Braut, die Gemeinde, für ihn schön sein kann. „Flecken und Runzeln“ der Sünde werden weggewaschen (Eph 5,26f). Dadurch sind wir rein und unbescholten vor Gott – „heilig und untadelig“. Es ist sehr erleichternd zu hören, dass die reinen Augen des Herrn Jesus uns jetzt schön finden.

Jedenfalls ist klar: Der Herr hat einen Sinn für Schönheit, vor allem für innere Schönheit! Er liebt das Gute, daran erfreut er sich. Er hat sogar gute Werke vorbereitet, damit sie unser Lebensstil werden (Eph 2,10).

Was meinst Du: Kann ich nicht auch schon heute eine Botschaft der Liebe an meinen Herrn Jesus senden? Sucht er nicht auch in unserem Alltagsleben nach der Schönheit, die ihn erfreut? Natürlich! Es gefällt ihm zum Beispiel, wenn er sieht, wie wir das Gute tun oder für andere da sind, die uns brauchen (Hebr 13,16; Kol 1,10; Joh 21,15). Wenn wir das tun, steckt darin eine Botschaft der Liebe an unseren Bräutigam.

„Naja“, könnte man fragen, „Botschaft der Liebe? Ist es nicht einfach unsere Pflicht als Christen heilig zu leben, damit mich niemand schief anschaut?“
Ich denke zurück an die Hochzeit unserer Freunde und stelle mir vor, wie der Bräutigam der Braut während der Hochzeit zuflüstert: „Toll siehst Du aus!“ – „Ach so“, antwortet sie, „naja weißt du, es war ja meine Pflicht, sonst hätte man mich schief angeschaut…“. – „Oh“, denkt der Bräutigam, „dann war das also gar nicht für mich…“

Hier kommt ein Vorschlag für ein Lebensmotto: „Der Herr Jesus hat mein Herz gewonnen. Ich möchte schön für ihn sein.“
Dieses Lebensmotto funktioniert auch dann noch, wenn niemand zuschaut!

Armin Zikeli