Gemeinde & Mission
Vorwort

Vorwort 136: „Geben in Krisenzeiten“

von Zuchna Christian

Vor kurzem haben wir eine Mail von Missionaren bekommen. Sie haben sich über die Gabe unserer Gemeinde sehr gefreut. Wie wichtig ist es doch, dass Christen auch in der Krise füreinander da sind …

Eine typisch menschliche Reaktion in einer Krisensituation wäre es, wenn ich plötzlich nur mehr um meine eigenen Belange besorgt bin. „Wenn jeder auf sich schaut, dann is´ auf jeden g´schaut“, sagte einst ein Kollege augenzwinkernd zu mir.
Das stimmt spätestens dann nicht mehr, wenn es Menschen gibt, die Hilfe benötigen. Zudem möchte uns der Herr Jesus gerade das Gegenteil lehren: „Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen!“ (Philipper 2,4). So heißt es in dem Abschnitt, in dem die Gesinnung Jesu beschrieben wird, die ihn vom Gottessohn zum Knecht werden ließ und ihn schließlich sogar ans Kreuz brachte. 

Auch in der derzeitigen Situation soll unser Blick nicht auf uns selbst liegen. Wir können Gelegenheiten ergreifen, um anderen zu dienen, um die Liebe Christi sichtbar werden zu lassen. Möglichkeiten gibt es mehr als genug. 

Vielleicht hast du dich in dieser Woche schon gefragt: „Wie machen wir das jetzt eigentlich mit unserer Kollekte?“ Auch hier gibt uns die Schrift einen Rat: „An jedem ersten Wochentag lege ein jeder von euch bei sich zurück und sammle an, je nachdem er Gedeihen hat.“ (1. Korinther 16, 2). Auch wenn wir beim Geben spontan sein können oder manchmal einem Impuls nachgeben, so wird hier doch die Regelmäßigkeit und das organisierte Planen betont. Es ist angebracht, sich über unser Geben Gedanken zu machen! Und man sieht, dass bei jedem von uns die Möglichkeit wie viel ich gebe sehr verschieden sein kann. Es gibt die Möglichkeit die Gaben zusammenzulegen. Und wenn du von der Not einer Schwester oder eines Bruders erfährst, hilf doch einfach direkt.

„In diesen schwierigen Tagen hat Gott uns seine Liebe … offenbart“, schrieb der Missionar in seinen Zeilen. Das sehe ich als echte Ermutigung, zu jeder Zeit für andere Christen da zu sein und unsere Mittel für das Reich Gottes einzusetzen.