Gemeinde & Mission

Grundsätze für eine christliche Ehe

von Anonym

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PRAKTIZIEREN SIE ZU HAUSE CHRISTLICHE LIEBE!
Statt auf seinen eigenen „Rechten“ zu bestehen, sollte man sich vielmehr in Erinnerung rufen, dass die Liebe, die uns der Herr durch sein Opfer gezeigt hat, kennzeichnend für die eheliche Verbindung sein sollte. Sie stellt die Erfüllung der Bedürfnisse des anderen in den Mittelpunkt (Eph. 5,25 ff; Phil, 2,3.4).

LESEN SIE GEMEINSAM IN DER BIBEL!
Dies beinhaltet auch Gespräche über die biblische Lehre. Wortgefechte oder gar Streitgespräche über bestimmte Auslegungen sollten vermieden werden. Gibt es unterschiedliche Interpretationen, so sollte es in der Verantwortung des Ehemanns liegen, die Aussage des Textes heraus zu arbeiten (5. Mos. 6,6.7).

HALTEN SIE IHRE ZUNGE IM ZAUM!
Einmal ausgesprochene unfreundliche Worte können niemals wieder zurück genommen werden. Lieblose Kritik kann die Kommunikation in der Ehe zerstören (Spr. 15,4; Eph. 4,29; Jer. 3).

KEINE KRITIK IN DER ÖFFENTLICHKEIT!
Dies kann das Ende einer Partnerschaft sein. Ehepartner sollten sich bei Kritik seitens anderer Menschen gegenseitig in Schutz nehmen, und keinesfalls den Partner durch öffentliche Kritik verletzen. Solche Verletzungen heilen nur langsam und sind überflüssig (1. Petr. 4,8).

BELÜGEN SIE EINANDER NICHT!
Man lügt, um den anderen zu täuschen. In einer starken Ehe herrscht völliges Vertrauen zwischen den Ehepartnern. Dieses Vertrauen kann durch Lügen – seien sie noch so klein – geschwächt werden. Die Beziehung nimmt Schaden (Eph. 4,15.25).

BETEN SIE GEMEINSAM!
Sie sollten weder verlegen sein noch sich unwohl fühlen, wenn es um das gemeinsame Beten geht. Da das Gebet eine innige Angelegenheit zwischen einem Christen und seinem Herrn ist, fühlen Paare sich manchmal etwas unwohl dabei, gemeinsam vor den Thron Gottes zu treten. In der Ehe hat Gott Sie zu „einem Fleisch“ gemacht, so dass sie sich beim gemeinsamen Gebet nicht unwohl zu fühlen brauchen. Wahrscheinlich haben auch Priscilla und Aquila gemeinsam gebetet, denn es scheint, dass sie sich ihre Aufgabe geteilt haben (Apg. 18,26 ; Röm. 16,3; 1. Kor. 16,19).

ACHTEN SIE DARAUF, NICHT VERBITTERT UND WÜTEND ZU SEIN!
Wenn man in der Ehe seinem Ärger und seiner Frustration Ausdruck verleiht, stellt sich häufig eine Mentalität des „Heimzahlens“ ein. Obwohl es bei diesen Kämpfen nur Verlierer gibt, scheinen sie doch häufig vorzukommen. Und nur selten handelt es sich um Ärger über eine Sünde. Der Preis, den man für das ungemäße Ausleben seiner Verärgerung zahlt, ist nicht selten ein Scheitern der Beziehung. Daher sollte genau abgewogen werden, ob das „Gewinnen“ tatsächlich den Schaden, der der ehelichen Beziehung zugefügt wird, wert ist. Besonders großen Schaden richtet diese Schwäche an, wenn solche Auseinandersetzungen in Gegenwart der Kinder stattfinden. Kinder brauchen die Sicherheit, die eine liebevolle Beziehung der Eltern ihnen vermittelt. Streitende Eltern verunsichern sie. Der wortgewaltigere Partner muss nicht immer Recht haben (Eph. 4,26ff; Kol. 3,18.19).

EINIGEN SIE SICH ÜBER BESTRAFUNGEN!
Die Bestrafung von Kindern wird häufig in erregtem Gemütszustand durchgeführt. Eltern sollten die Art und das Ausmaß von Strafen für ihre Kinder besprechen und festlegen, bevor der Bedarf besteht. Dies wird helfen, Unstimmigkeiten zwischen den Eltern zu vermeiden, wenn eine Strafe verhängt werden soll.

EINIGEN SIE SICH ÜBER IHRE AUSGABEN!
Für Ehepartner ist es gut, sich über den Betrag, den jeder für Kleinigkeiten frei zur Verfügung hat, zu einigen. Jede Anschaffung, die diesen Betrag übersteigt, muss vorher abgesprochen werden. Diese Vorgehensweise kann böse Überraschungen und mögliche Auseinandersetzungen vermeiden. Außerdem ist es gut, wenn die Ehepartner sich über die Höhe des Beitrags für das Werk des Herrn einigen.

EINIGEN SIE SICH ÜBER DIE BIBLISCHE UNTERWEISUNG IHRER KINDER!
Christliche Eltern sollten absprechen, wie sie bei der biblischen Unterweisung ihrer Kinder vorgehen wollen und diesen Plan dann auch umsetzen. Überlassen Sie das Bibel-Training Ihrer Kinder nicht anderen Leuten. Sonntagsschulen sind eine wunderbare Sache, doch für die geistliche Erziehung ihrer Kinder sind die Eltern verantwortlich und nicht die Kirche oder Gemeinde.

LERNEN SIE ZUZUHÖREN!
Eine der Hauptursachen für Konflikte ist oft die Unfähigkeit eines Partners, dem anderen aufmerksam zuzuhören. Beim Zuhören geht es um sehr viel mehr als die gesprochenen Worte. Es schließt die Betonung, die Körpersprache, die Beachtung der Wortwahl und andere Aspekte ein. In der Beziehung ist es wichtig, dem Partner so zuzuhören, wie wir erwarten dürfen, dass der Herr uns zuhört.

BESPRECHEN SIE DIE TEILNAHME AM GOTTESDIENST!
Es könnte sein, dass die Ehepartner sich über die Teilnahme am Gottesdienst uneinig sind. Sowohl die Teilnahmehäufigkeit, als auch die Wahl der Gemeinde können Streitpunkte sein. Es ist wichtig, sich in dieser Angelegenheit zu einigen, damit keiner der Partner deshalb ins Straucheln gerät. Falls keine Einigung erzielt werden kann, muss der Ehemann mit biblischer Hilfe die Entscheidung treffen. Der Herr wird den Ehemann für die getroffenen Entscheidungen zur Verantwortung ziehen.

DAS GEISTLICHE HAUPT DER FAMILIE
In einem christlichen Haus ist der Ehemann dem Herrn gegenüber verantwortlich für die geistliche Führung der Familie. Auch wenn der Ehemann denkt, er sei zu dieser Leitungsaufgabe nicht in der Lage, so muss er doch die Verantwortung übernehmen. Es mag besondere Umstände geben (z. B. wenn der Ehemann gerade erst gläubig geworden ist), doch prinzipiell muss der Mann anfangen, diese Rolle in der Familie zu übernehmen. Und die Ehefrau sollte ihn dabei unterstützen, diese Rolle als Oberhaupt zu erfüllen.

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