„Lass Dich nicht entmutigen“
Wie wäre es mit etwas Ermutigung? William MacDonald empfahl zehn Punkte zum Umgang mit Entmutigung. Das war in einem Vortrag über Nehemia. Ein Bruder hat sich diese Punkte aufgeschrieben und oft, wenn er sehr entmutigt war, ist er diese Punkte durchgegangen und hat überlegt, was er davon anwenden kann. Das war eine sehr große Hilfe für ihn. Hier ist seine Mitschrift, zu eurer ERMUTIGUNG.
1) Gehe zu dem Herrn im Gebet
Es gibt viele Situationen im Leben, in denen man merkt: „Jetzt kann nur noch der Herr helfen. Er ist der Einzige der jetzt überhaupt noch helfen kann.“ Und der Herr kann es – er kann wirklich helfen! Nehemia ist ein Beispiel dafür: Er hatte bei seiner Aufgabe viele Probleme durch die Angriffe und Feindschaft der Nichtjuden. Sie haben erst gespottet, dann offen gedroht und schließlich wollten sie Nehemia in einen Hinterhalt locken. So hatte Nehemia sehr viele Probleme, die entmutigen könnten.
Nehemia erlebte auch Widerstand von den eigenen Leuten. Juden, die nicht mitgebaut haben, kamen zur Arbeit und sagten zu denen, die an der Mauer bauten: „Kehrt zu uns zurück” (Neh 4,12). Das geschah viele Male. Das heißt mit anderen Worten: „hört doch endlich auf zu arbeiten“ Das ist Entmutigung!
Kurze Zeit später finden wir neue Probleme unter dem Volk Gottes. Einige waren habsüchtig und verlangten von anderen Juden sehr hohe Zinsen, so dass diese eine große finanzielle Last zu tragen hatten. Die Folge davon war Streit und Murren im Volk Gottes. Auch das war entmutigend für Nehemia. (Kap 5)
Wir finden sehr viele Gebete von Nehemia. Kurze Gebete und lange Gebete! Nehemia hat es gelernt mit allem zum Herrn zu kommen und die Nöte und Sorgen, die entmutigen können, vor den Herrn zu bringen. Zum Beispiel in Neh 4,4: „Höre unser Gott, denn wir sind zur Verachtung geworden.”
2) Überprüfe deinen geistlichen Zustand
Gibt es Sünden, die auf unserem Gewissen lasten? Gibt es Sünde, die wir noch nicht bekannt haben? Sind wir bitter geworden gegen andere?
Ein gutes Gebet wäre: „Herr bewahre mich davor kalt, bitter und zynisch zu werden, egal, was mir in meinem christlichen Leben auch zustößt.”
Viele Dinge sind auch wirklich herzzerbrechend! Es begegnen uns so viele Nöte und Schwierigkeiten! Persönliche Kritik kann herzzerbrechend sein.
Aber nichts sollte sich zwischen uns und Gott schieben wie eine dunkle Wolke. Nichts sollte unsere Beziehung zu Gott trüben.
William MacDonald meinte im Scherz: „Gott wird mir vergeben, dass ich ein fröhlicher Christ bin”
3. Überprüfe Deinen körperlichen Zustand
Krankheit, Müdigkeit, körperliche Belastung oder Überlastung kann sehr schnell auf das Gemüt schlagen und uns entmutigen.
Dies kommt oft nach Zeiten, in denen wir hart gearbeitet haben und auch vom Herrn für viele Dinge verwendet wurden. Sei besonders vorsichtig nach solch harter geistlicher Arbeit, die der Herr wirklich gesegnet hat.
Elia hatte einen großen geistlichen Sieg hinter sich. Dann war er entmutigt und auf der Flucht. Er hatte große körperliche Anstrengungen hinter sich! Jetzt war sein Leben bedroht und er war entmutigt. So entmutigt, dass er Gott bat, dass er sterben dürfe! In 1. Kö 19,3-6 lesen wir dies: „und er bat darum, dass seine Seele sterbe”.
Gott ging sehr gnädig mit ihm um: Er ließ Elia schlafen und gab ihm zu essen! So kümmerte sich Gott um die körperlichen Bedürfnisse Elias und Elia war nach einer Begegnung mit Gott bald wieder zurück im Kampf!
Manchmal ist es für uns notwendig, dass wir zum Arzt gehen. Manchmal können wir dort eine Erklärung für unsere Entmutigung und Niedergeschlagenheit bekommen: Krankheit!
4. Betrachte ermutigende Bibelverse
Es gibt viele Bibelverse die sehr ermutigend sind. In den Zeiten der Schwierigkeiten, die uns entmutigen, sehen wir oft nur noch die Probleme. Wir sehen nicht weiter. Wir verlieren oft den Blick auf Gott, wir verlieren den Blick auf Gottes Fähigkeit einzugreifen und zu retten.
Deshalb sollten wir wissen, welche Bibelverse wir lesen können in solchen Zeiten. Noch besser: Wir lernen solche Bibelverse auswendig. Hier sind einige:
Ps 126,5: „Die mit Tränen sehen, werden mit Jubel ernten.“
Dieser Psalm ist nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft in Babylon entstanden: Ein Überrest des Volkes war verarmt ins Land zurückgekehrt. Sie hatten nur eine eingeschränkte Menge von Korn. Zu Hause waren seine Frau und die Kinder! Der Bauer hatte das Korn in der Hand. Er wusste, dass jedes Korn, das er aussäte und auf das Feld warf zu Hause bei seiner Frau und bei seinen Kindern fehlen würde. Sie würden eine harte Zeit der Schwierigkeiten und Entbehrungen vor sich haben bis zur Ernte. Seine Familie wird hungern müssen. Unter Tränen lief er über sein Feld uns säte den Samen aus!
Aber später wird die Ernte unter Jubel stattfinden! Er wird ernten können. Sein Leben unter Schwierigkeiten und Entbehrungen hat einen Sinn gehabt. Dann wird er für seine Familie genug zu essen haben. Die Ernte wird dann eine große Freude sein.
So kann auch unser Leben eine Zeitlang voller Schwierigkeiten und Entbehrungen sein. Aber spätestens, wenn wir vor dem Herrn stehen, werden wir Lohn empfangen. Alles Leid wird sich in totale Freude umkehren.
Jesaja 49,4: Hier lesen wir von der Frustration des Messias über seinen Dienst in Israel. Der Herr Jesus war zu Israel gesandt, aber der Großteil des Volkes lehnte ihn ab. Prophetisch spricht in Jesaja 49 der Messias über diese Situation: „Umsonst habe ich mich abgemüht, vergeblich und für nichts meine Kraft verzehrt, doch mein Recht ist bei Jahwe und mein Lohn bei meinem Gott”
Es sah so aus, als wenn alles umsonst war. Es es sah so aus, als wenn der Messias alle seine Kraft für nichts verzehrt hatte. Alles vergeblich, alles umsonst! Als er starb hinterließ er nur elf ängstliche Jünger und ein paar Frauen! Doch das entscheidende war: „mein Lohn ist bei meinem Gott”.
So ist es auch bei uns. Es kann gut vorkommen, dass Arbeit, die wir wirklich für den Herrn tun, völlig vergeblich scheint. Es hat sich nichts geändert. Sie hat nichts bewirkt. Wir denken: „Alles umsonst. Alles umsonst.“
Doch auch wir dürfen wissen unser Lohn ist bei unserem Gott! Gott wird ganz sicher belohnen, was wir für Ihn getan haben, auch wenn es uns wertlos erscheint.
In den folgenden Versen lesen wir, wie Gott den Herrn noch mehr erhöhte, zum Licht für die Nationen (Jes 49,6). Das ist das Licht, das bis zu uns gekommen ist und bis heute leuchtet. Vergiss also nicht: Es gibt Lohn für unser Tun, wenn wir Dinge für den Herrn tun! (2Chr 15,7).
Jesaja 55,10.11: „Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel herabfällt und nicht dahin zurückkehrt, er habe denn die Erde getränkt und befruchtet und sie sprossen gemacht und dem Sämann Samen gegeben und Brot dem Essenden: also wird mein Wort sein, das aus meinem Munde hervorgeht; es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt und durchführen, wozu ich es gesandt habe.“
Keine Armee der Erde kann das Wetter, den Regen und den Schnee aufhalten. So kann auch niemand das Wort Gottes stoppen. Wenn wir Gottes Wort verbreiten, dann wird das seine Auswirkungen haben. Oft kann man nicht viel Frucht sehen. Aber der Herr wirkt durch sein Wort. Was die Auswirkungen und die Frucht von unserem Dienst betreffen, so ist der Himmel der beste Platz, um die Ergebnisse unseres Dienstes zu sehen.
Jeremia 31,16: „Halte Deine Stimme zurück vom Weinen und deine Augen von Tränen, denn es gibt Lohn für Deine Arbeit.”
In der Zeit von Jeremia gab es sehr viel Anlass zum Weinen. Doch bei allen Gründen, die es gab zu weinen, sagt Gott Du brauchst nicht zu weinen, es gibt Lohn für deine Arbeit.
Röm 8,31: „Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein?”
Es gibt viel Widerstand! Es kann viele Situationen geben, die gegen uns sind. Aber die Frage ist, wer kann erfolgreich gegen uns sein? Niemand kann erfolgreich gegen uns sein. Wie ein Englisches Sprichwort sagt: „Wellen mögen uns überwältigen, aber die Flut wird sicher siegen.“
Billy Graham wurde gefragt: „Sind Sie eher ein Optimist oder ein Pessimist?“ Graham antworte: „Ich bin ein Optimist, denn ich habe die letzten Kapitel der Bibel gelesen und dort steht, dass Gott gewinnen wird.“
1.Kor 15,58: „Daher meine geliebten Brüder, seid fest, unbeweglich, allezeit überströmend in dem Werk des Herrn, da ihr wisset, dass eure Mühe nicht vergeblich ist im Herrn”
Alles, was Du, liebe Schwester und Du, lieber Bruder für den Herrn tust; wird belohnt werden. Es wird wirklich belohnt werden. Viele Dinge werden belohnt werden, die wir schon längst vergessen haben oder die für uns nie eine so große Bedeutung hatten.
Aber für den Herrn hat alles eine große Bedeutung, alles, was wir für Ihn tun.
Andererseits gibt es vielleicht Dinge von denen wir denken, dass wir großen Lohn bekommen, aber in Wirklichkeit bekommen wir dafür vielleicht keinen großen Lohn. Es gibt noch viele andere Bibelverse, die wir in Betracht ziehen könnten. Sammle sie und verwende sie.
5) Ziehe es in Betracht eine Pause zu nehmen und Dich zu erholen
Oft tut es uns sehr gut, wenn wir uns eine kurze Pause und Auszeit nehmen. Vielleicht mal über ein Wochenende oder eine Woche woanders hinfahren und uns erholen. Dies hat schon oft viel geholfen.
Manchmal macht es der Herr, dass wir uns eine Pause nehmen müssen und zwar dann, wenn wir plötzlich mit Fieber im Bett liegen. Wir denken vielleicht, warum bin ich jetzt bloß krank, aber in Wirklichkeit ist es eine Auszeit, die uns der Herr verordnet hat um uns erholen und neu vor ihn zu treten.
Darüber sagte Bruder Darby: „Ich war jedes Jahr mindestens einmal krank. Es stellte mich vor den Herrn und verhinderte, dass die Arbeit zu wichtig wurde und zwischen mir und dem Herrn stand. “
6) Akzeptiere Dinge, die du nicht ändern kannst
Friede in schwierigen Situationen liegt oftmals darin, dass wir das annehmen, was wir nicht ändern können. Oft kehrt vorher kein Friede in unseren Herzen ein.
Paulus hatte einen Dorn im Fleisch. Es war etwas, unter dem er litt. Und er hatte es sich sehnlichst gewünscht, ja sogar darum gebetet, dass es sich änderte, doch der Herr nahm ihm diesen Dorn im Fleisch nicht weg, sondern gab ihm die Kraft dies zu tragen und zu ertragen und in dem allen dem Herrn zu vertrauen. Für Paulus lag der Friede darin, Gott zu vertrauen und das anzunehmen, was sich nicht ändern ließ. (2.Kor12)
7) Sag es einem guten Freund
Das bedeutet nicht, dass man jedem, den man überhaupt kennt, von seiner Situation und seinen Problemen erzählen soll. Aber es ist eine unheimliche Hilfe, wenn wir unsere Not mit einem Freund teilen.
Es ist eine sehr wichtige Sache alles vor Gott zu bringen, aber es ist zusätzlich wichtig und notwendig sich jemand anzuvertrauen. Das kann so viel helfen. Es bedeutet nicht, dass man über Situationen oder Leute schlecht reden soll. Es ist oft einfach schon eine Hilfe, wenn man über eine Situation reden kann, wenn man Dinge loswerden kann, die einen bedrücken. Es ist eine Hilfe, wenn wir einen Freund haben, der mit uns weint und die Tränen mit uns teilt.
8) Beschäftige Dich mit den Segnungen
Höre auf dich zu beklagen und fange an zu loben. Loben zieht nach oben und danken schützt vor Wanken.
Die Segnungen sind viel mehr und viel größer als alle Probleme, die wir haben. Es ist wirklich eine Hilfe für unsere Verfassung, wenn wir uns überlegen, welche Segnungen wir haben. Dazu gehören zuerst die Segnungen, die wir durch unsere Beziehung zu Christus haben. Kennst du sie? Außerdem die Segnungen, die wir als Gläubige durch Gottes Führung und Bewahrung in unserem Leben persönlich erfahren haben. Auch wenn wir in vielen Problemen stecken, so sind die Segnungen Gottes doch viel größer
9) Sei beschäftigt für den Herrn
Wir sollten uns von nichts abhalten lassen für den Herrn zu arbeiten und ihm zu dienen. Das ist wirklich eine große Hilfe! Es hält uns in der Spur und hält uns abhängig von Gott. Wir erfahren neue Freude und Ermutigung. Diene dem Herrn, das bewahrt auch vor zu viel nachgrübeln.
10) Bewege Dich im Freien Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft (Gartenarbeit, Fahrrad fahren, laufen, spazieren gehen) kann einen großen Einfluss darauf haben, wie es uns geht. Wir fassen dabei so viel neuen Mut!