Gemeinde & Mission
Vorwort

Übrigens … (Vorwort 27)

von Anonym

„… oder du denkst ständig an deine neue Wohnung …“ Das Beispiel des Redners riss mich aus meinen Überlegungen. Ich fühlte mich ertappt. Ich hatte während seiner Predigt tatsächlich gerade gegrübelt, welcher Spiegel am besten in mein neues Bad passen würde… Das war vor fast 10 Jahren. Gemeinsam mit einer Freundin hatte ich mich in die aufwendige Renovierung einer Altbauwohnung gestürzt. Obwohl unser „Bauvorhaben“ nach gut drei Monaten abgeschlossen war, kostete es eine Menge Energie und Überlegungen, und ich fand es manchmal schwierig, es nicht zur Hauptsache in meinem Leben werden zu lassen. Seither ahne ich, welche Herausforderung es als Christ sein muss, ein ganzes Haus zu bauen. Franz Feldbacher berichtet diesmal, wie es ihm und seiner Familie dabei ergangen ist, und wie spannend es sein kann, gemeinsam mit dem Herrn zu planen und zu arbeiten. (Erlebtes Christentum, S 8)Wer sendet einen Missionar aus? Diese wichtige Frage Fred Colvin beantwortete im letzten Heft am Beispiel der Gemeinde in Antiochien. Im zweiten Teil seines Artikels befasst er sich damit, welche Eignung ein Missionar mitbringen muss und welche Rolle die Gemeinde bei der Aussendung spielt. (S 3)

Andi Steger berichtet (auf S 6) von einer guten Möglichkeit, „Mission“ genauer unter die Lupe zu nehmen. Er verbrachte einige Wochen bei einer Missionarsfamilie in der Türkei. Aber man muss nicht unbedingt in ein Flugzeug steigen, wenn man einem Missionar über die Schulter schauen und ihn unterstützen möchte. Walter Mauerhofer sucht dringend Helfer für seine Vortragsarbeit in der Steiermark. Interessiert? Näheres auf Seite 7.

Seit 1988 organisieren Geschwister aus dem Salzburger Land jeden Herbst eine Glaubenskonferenz. Gerade habe ich die erste (noch mit Schreibmaschine getippte!) Einladung aus einem Ordner gekramt. „Das Ziel unserer Tagung soll ein mehrfaches sein: Belehrung und Ermunterung … Förderung von überregionaler Gemeinschaft unter gleichgesinnten Geschwistern“, steht da unter anderem. Wenn man den Bericht von Gitti Niederseer (S 11) über die diesjährige Konferenz liest, hat man den Eindruck, dass diese Wünsche auch heuer erfüllt worden sind und dass man einiges versäumt hat, wenn man nicht dabei war.

Winfried Schröder gibt uns mit seinem Artikel einen guten Eindruck von einer Gemeindegründung in München. Er zeigt sehr realistisch, dass diese Arbeit einerseits ermutigend ist, dass es dabei aber auch Rückschläge gibt. (S 10)

Aus Platzmangel mussten wir in der letzten Ausgabe auf den Ehekurs von Jean Gibson verzichten. Diesmal geht es aber weiter mit einem sehr zentralen Kapitel: „Echte Liebe“. (S 14)

Ganz besonders möchte ich euch natürlich die Frontberichte (ab S 16) ans Herz legen. Im Pinzgau und in der Steiermark tut sich nach dem furchtbaren Unglück von Kaprun einiges. Sdravko Nenov stellt die Literaturarbeit in Bulgarien vor … und, und, und …