Gemeinde & Mission
Vorwort

Vorwort 116: „Der Friedefürst (Jes 9,5)“

von Lindner Andreas

Das ist eindeutig der Herr Jesus. Er hat „Frieden gemacht durch das Blut seines Kreuzes“ (Kol 1,20) und durch ihn haben wir „Frieden mit Gott“ (Röm 5,1). Diesen Frieden haben wir seit unserer Bekehrung, ebenso wie alle, die den Herrn Jesus angenommen haben.

Judas betet in seinem Brief: „… Frieden sei euch vermehrt“ (Vers 2). Und für wen betet er das? Für die Gläubigen, denn sie sind in Gott, dem Vater geliebt und in Jesus Christus bewahrt. Sie sind die Berufenen (Vers 1). Sie haben eigentlich ja schon Frieden mit Gott.

Warum betet er das für sie, wo sie doch schon den Frieden haben, den der Herr gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes?

Weil sie und wir trotzdem Frieden im Herzen brauchen. Wenn wir alle unsere Sorgen auf den Herrn werfen, so wissen wir, dass er sich darum kümmert. Dann können uns die Sorgen nicht mehr den Frieden rauben. Dann wird „der Friede Gottes … unsere Herzen und unsere Gedanken bewahren“ (Phil 4,7). Wir brauchen diesen Schutz, den Frieden Gottes, der allen Verstand übersteigt. So wird er beschrieben. Das bedeutet wahrscheinlich, dass dieser Friede unerklärlich ist und dass er größer ist als wir uns das vorstellen können. Aber die Auswirkung können wir uns vorstellen und auch erleben: Wir fühlen uns sicher und geborgen in der Gegenwart des Herrn Jesus.

Dieser Friede kommt direkt aus dem Himmel von Gott herunter, gerade in unser Herz.

Es gibt viel Grund zu Angst und Sorge. Aber ich möchte nicht von Sorgen bestimmt werden. Ich möchte nicht von Ängsten regiert werden. Ich will vom Herrn Jesus regiert werden, er ist mein Herr. „Der Friede des Christus regiere in euren Herzen.“ (Kol 3,15).

Der Herr Jesus Christus war auch hier auf der Erde, in schlimmen Umständen, mit Grund zu Angst und Sorge. Aber er hat uns seinen Frieden hinterlassen. Er gibt ihn uns. Es ist ein ganz anderer Friede als die Beruhigung, die wir in der Welt finden. Das ist eher eine Art Waffenstillstand oder eine Ablenkung. Nein, der Herr gibt uns seinen Frieden. Und was ist die Folge? „Euer Herz werde nicht bestürzt! Seid auch nicht furchtsam.“ (Joh 14,27).