Gemeinde & Mission
Vorwort

Vorwort 117: „Komm zum Licht! „

von Lindner Andreas

In der finsteren Jahreszeit ist das eine schöne Einladung. Wie anziehend und attraktiv das Licht doch ist! Aber wer wird sich im Licht wohlfühlen? Der Herr erklärt dazu: „Wer aber die Wahrheit tut, kommt zu dem Licht, auf dass seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott gewirkt sind.“ (Joh 3,21) Gibt es einen Grund das Licht zu meiden? Gibt es in meinem Leben einen Grund dem Licht auszuweichen?

Eigentlich nicht, denn: „Wenn wir … in dem Licht wandeln, gleich wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ (1. Joh 1,7) Der Herr reinigt uns immer wieder. Das ist auch notwendig, wenn wir gefallen sind. Dann müssen wir wieder aufstehen und unsere Sünden zugeben (1. Joh 1,9).

Er ist im Licht und wir wollen im Licht leben. Heißt „im Licht wandeln“ etwa, dass ich es schaffen muss, ganz sündlos zu leben? Nein, das geht auch nicht (1. Joh 1,10). Aber es heißt, dass wir mit der Hilfe des Herrn in seiner Gegenwart leben und seine Gegenwart genießen. Dann werden wir weniger sündigen, denke ich. Dann werden wir Sünde bekämpfen.

Das Schwein kehrt immer wieder zurück in den Dreck und wälzt sich darin (1. Petrus 2,11). Das Schwein genießt den Dreck – aber ich nicht mehr.

Wenn wir die Sünden vermeiden, die wir sonst absichtlich oder vorsätzlich tun, sündigen wir schon weniger. Wenn wir Vorsichtsmaßnahmen gegen Sünde ergreifen, sündigen wir noch weniger (Röm 13,14). Wenn wir vor der Sünde fliehen, sündigen wir weniger (1. Kor 6,18). Wenn wir rigorose Maßnahmen gegen Sünde ergreifen, sündigen wir auch weniger (Mt 5,29.30). Wir können also etwas gegen Sünde unternehmen, wir können Sünde bekämpfen, besonders in unserem eigenen Leben.

Jemand sagte: „Sünde ist schlimm. Sünde hat mir meinen Vater genommen. Sünde hat mir meinen Sohn genommen. Sünde hat unsere Familie zerstört. Ich bin bereit, Sünde zu bekämpfen. Ich hasse Sünde.“ Das ist gut, das hat er im Licht gelernt.

Wenn wir auf diese Weise im Licht leben, haben wir Gemeinschaft mit dem Herrn und miteinander. Dann steht nichts zwischen uns. Ja, nichts soll zwischen uns stehen. Also: „Komm zum Licht! Lebe im Licht!“