Vorwort 132: „Wo finde ich Frieden?“
Beim Beobachten der Menschen in letzter Zeit sind mir zwei unterschiedliche Reaktionen auf die aktuellen Ereignisse aufgefallen:
Auf der einen Seite gibt es Menschen, die froh sind, ;dass der Alltag mal für einen Moment still steht und dass sich ihnen die Möglichkeit bietet, zur Ruhe zu kommen und sich Gedanken über das Wesentliche zu machen.
Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die gerade durch die jetzige Situation mehr gefordert sind und mehr Arbeit und Belastung zu bewältigen haben.
Wahrscheinlich haben die Ereignisse der letzten Wochen auch deinen Lebensalltag und bestimmte Gewohnheiten verändert.
Doch wie können wir als Christen am besten mit den Veränderungen klarkommen? Wie können wir wissen, was Gott uns in dieser Zeit lehren möchte und wie wir ihm in dieser Situation dienen können? Was können wir tun, damit unser Herz nicht unruhig und besorgt wird durch Dinge, die wir täglich in den Nachrichten hören?
Ich bin dieser Tage besonders an eine Begebenheit aus dem Lukasevangelium erinnert worden.
In Lukas 10,38-42 fordert uns Jesus auf die richtigen Entscheidungen im Alltag zu treffen:
„Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf; eine gewisse Frau aber, mit Namen Martha, nahm ihn in ihr Haus auf. Und diese hatte eine Schwester, genannt Maria, die sich auch zu den Füßen Jesu niedersetzte und seinem Wort zuhörte. Martha aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr nun, dass sie mir helfen soll. Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha! Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eins aber ist nötig. Denn Maria hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird.“
Konkret geht es darum zur Ruhe zu kommen und sich zu den Füßen Jesu hinzusetzen, um ihm zuzuhören. Er lädt uns ein Gemeinschaft mit ihm zu haben und von ihm zu lernen. Er lädt uns ein uns zu zeigen was wichtig ist und was nicht wichtig ist. Er lädt uns ein die Sorgen und die Unruhe des Alltags hinter uns zu lassen, während wir auf seine Worte hören. Das ist es, was Jesus als „das gute Teil erwählen” bezeichnet. Genau dieses „zur Ruhe-Kommen” und „auf die Worte Jesu hören” brauchen wir, um nicht durch die aktuellen Ereignisse beunruhigt und besorgt zu werden.
In Johannes 16,33 sagt Jesus zu seinen Jüngern: „Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.”
Inneren Frieden finden wir, wenn wir auf die Worte Jesu hören und Gemeinschaft mit ihm haben. Besorgt und unruhig werden wir, wenn wir diese Gemeinschaft mit unserem Herrn Jesus vernachlässigen und nur auf das schauen, was gerade um uns passiert.
Diesen inneren Frieden möchte uns der Herr Jesus heute geben!
Wie sieht es in deinem Herzen aus? Hast du heute Gemeinschaft mit Jesus gehabt und auf seine Worte gehört, so wie Maria es tat?