Vorwort 141: „Tipps eines Lernenden“
Liebe Geschwister,
so viele Veränderungen sind für uns alle herausfordernd. Manches hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Einsamkeit kann sich breitmachen. Ängste, Sorgen, Rast- und Ratlosigkeit können uns übermannen. Das wollen wir als Kinder Gottes nicht zulassen, aber wie?
Hier sind vier konkrete Tipps von einem Lernenden :
„Wende meine Augen davon ab, das Eitle zu betrachten. Belebe mich auf deinen Wegen!“ (Psalm 119,37)
„Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht standhaft durch den Glauben, da ihr wisst, dass dieselben Leiden sich an eurer Bruderschaft in der Welt vollziehen!“ (1. Petr 5,8-9)
1) Wache über dein Auge
Wir sollten aufpassen, was wir lesen, womit wir unseren Kopf und unser Herz füllen. Ich bin selbst ein sehr wissbegieriger Mensch und will immer alles ganz genau durchleuchten. Natürlich will ich auch nichts verpassen, und darum erwische ich mich immer wieder dabei dieselbe Nachrichtenseite zum x-ten Mal anzuklicken, um zu sehen, ob nicht noch etwas Neues gemeldet wird.
Mein Vorschlag: Nimm dir Fixzeiten für Nachrichten und dazwischen beschäftige dich mit anderen Dingen. Bitte frage mich ruhig, wie es mir selbst damit geht; ich möchte in dieser Sache ehrlich und transparent sein.
2) Wandle Informationen in Gebete um
Bei all den vielen Infos, Zahlen, Grafiken und Karten vergisst man zu leicht, dass dahinter das reale Leid von hunderttausenden Menschen steht.
Mein Vorschlag: Wandle diese Infos, Zahlen und Fakten in Gebete um! Bitte den Herrn, der jeden Einzelnen mit Namen kennt und der ihn liebt, dass er Menschen schickt, um Leid zu lindern, dass seine Botschaft der Versöhnung Eingang findet und sein Name verherrlicht wird, dass Gläubige im Chaos zu ihrem Glauben stehen und ihren Glauben aktiv ausleben. Denn hinter diesen kalten, leblosen Zahlen stehen echte Menschen wie du und ich.
3) Bitte um Belebung
Der zweite Teil des Psalms 119,37 umfasst die Bitte an den Herrn um Belebung und Führung auf seinen Wegen.
Mein Vorschlag: Bitte den Herrn, in deinem Leben, in deinen Gedanken mehr Raum einzunehmen. Manche von uns brauchen einen „geistlichen Defibrillator“, andere vielleicht nur eine „geistliche Vitamin-Spritze“. Alle von uns brauchen gute geistliche Nahrung. Gott ist die letztendliche, letztgültige Realität! Spiegelt sich das in unserem Leben wider? Oder verschwenden wir die Wochen mit Eitelkeiten!? Höre dir auf der Audiobibel ein paar Kapitel an, ja vielleicht sogar ein ganzes Buch. Höre dir gute Predigten an. Rede mit deiner Familie oder deinen Freunden über Wichtiges, ja Ewiges. Und bitte den Herrn vor deinen Gesprächen um Mut und die richtigen Worte. Soziale Medien können eine Möglichkeit bieten Solidarität zu zeigen und Gedanken auszutauschen, aber es geht ganz schnell, dass man wertvolle Zeit verschwendet.
Und noch ein praktischer Tipp eines Augenarztes: Schau einmal beim Fenster raus und bete für deine Nachbarn. Fernsicht (nicht zu verwechseln mit fernsehen) entspannt die Augen, besonders nach dem ganzen Ins-Handy-Schauen!
4) Wache über dein Herz und deine Gedanken
Der Feind versucht uns auch durch Entmutigung und Verzweiflung zu verschlingen, nicht nur durch einen körperlichen Frontalangriff.
Mein Vorschlag: Sei vorbereitet, wisse, was du glaubst, und wem du glaubst (2. Tim 1,12). Erinnere dich von wem, wodurch und wovon du erlöst worden bist (1. Petr 1,18). Falle bitte auf keine Verschwörungstheorie herein, auch wenn sie „in deinen Ohren kitzelt“ (2. Tim 4,3). Oft ist das nur eine Form von Hochmut, nach dem Motto: “Ich durchschaue als einer der wenigen das ganze vorgespielte Theater.” Nüchternheit hilft uns einen klaren Blick zu bewahren. Und das brauchen wir heutzutage – das richtige Maß zwischen Panik und Leichtsinn. Wir wollen ja im Sattel bleiben und nicht von der einen oder anderen Seite vom Pferd fallen. Liebe Geschwister, halten wir zusammen in dieser herausfordernden Zeit und schauen wir gemeinsam auf den „Anfänger und Vollender unseres Glaubens“ (Hebr 12,2). Er ist „derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit“ (Hebr 13,8)!