Gemeinde & Mission
Vorwort

Vorwort 76: Der Dienst des Herrn

von Lindner Andreas

Der Dienst des Herrn (Lk 12,37)

Der Sohn des Menschen ist gekommen um zu dienen (Mt 20,28). Das ist umso erstaunlicher, wenn wir bedenken, wer der Sohn des Menschen ist und was dieser Titel bedeutet. Daniel blickt weit in die Zukunft und sieht, wie Gott dem Sohn des Menschen Herrlichkeit und Herrschaft überträgt, und alle Völker ihm dienen. Sein Königtum wird nie zerstört, seine Herrschaft ist ewig (Dan 7,13.14). Dieser höchste Herrscher ist gekommen um zu dienen.

Der Herr Jesus stellt seinen Jüngern einige Fragen, um sie darauf aufmerksam zu machen: Denn wer ist größer, der zu Tisch Liegende oder der Dienende? Nicht der zu Tisch Liegende? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende“ (Lk 22,27). Je mehr die Jünger die Größe des Herrn sahen, desto unverständlicher wurde für sie seine Erniedrigung. Er diente ihnen, als er auf der Erde war. Wir haben uns schon fast an diesen Gedanken gewöhnt.

Aber wie wird das in Zukunft sein, wenn wir beim Herrn in seinem himmlischen Reich sein werden in der Herrlichkeit? Dann werden wir bei dem wohnen, der ein unzugängliches Licht bewohnt und werden den sehen, den keiner der Menschen gesehen hat noch sehen kann (1. Tim 6,16). Es ist klar, dass wir jetzt wie Knechte sein sollten, die fleißig arbeiten und ihren Herrn jederzeit erwarten:

„Und ihr, seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen mag von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich öffnen. Glückselig jene Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich umgürten und sie sich zu Tisch legen lassen und wird hinzutreten und sie bedienen“ (Lk 12,36.37).

Auch in der Herrlichkeit wird der Herr uns dienen! Dann noch viel mehr als jetzt, intensiver, länger, wunderbarer …. Wenn der Herr es nicht selbst aussprechen würde, würde ich bei dem Gedanken zurückschrecken und nicht wagen, darüber zu reden.

Wir haben einen großen Gott, der sich herabgeneigt hat um uns zu dienen, und er wird uns zu sich hinaufziehen und seinen Dienst an uns fortsetzen. Es ist Zeit, dass wir uns vor ihm beugen und ihn anbeten, unseren wunderbaren Gott und Herrn!