Gemeinde & Mission
Vorwort

Vorwort 82: „Würstchen im Sonnenuntergang“

von Zikeli Armin

In Psalm 49 brennen die Söhne Korachs darauf, dir und mir eine wichtige Sache zu erklären:
Es geht um Menschen, die im dicken Luxusauto umherfahren und es sich in der herrlichen Villa mit Aussicht aufs Meer gut gehen lassen. Manche von ihnen sind auf Titelseiten zu finden, manche werden durch Korruptionsskandale bekannt, andere leben zurückgezogen… Man könnte sie für ihren Reichtum beneiden, sie sind die Großen dieser Welt.

Wie sind sie zu diesem Reichtum gekommen? Bei manchen weiß man es nicht so genau, man vermutet, dass sie ziemlich skrupellos sein müssen. Manche sind sehr selbstsicher, nichts scheint sie erschüttern zu können. Sie spielen sich gegenseitig Aufträge und hohe Geldbeträge zu und vertuschen es dann geschickt. Was werden sie noch alles tun? Haben sie nicht alle Hebel unserer Gesellschaft in der Hand? Sind wir ihnen nicht hilflos ausgeliefert? In Tagen, wo viele Korruptionsskandale unsere Medien bewegen, kommen uns vielleicht auch solche Gedanken.

Die Söhne Korachs stellen da eine gute Frage: „Warum sollte ich mich fürchten in Tagen des Übels, wenn die Ungerechtigkeit derer, die mir auf der Ferse sind, mich umringt, die auf ihr Vermögen vertrauen und sich der Größe ihres Reichtums rühmen?“(Ps 49, 6.7).Die Söhne Korachs brauchten sich nicht vor ihnen zu fürchten … und du und ich auch nicht!
Warum nicht? Weil diese „Großen“ – aus ewiger Perspektive betrachtet – ganz „arme Würstchen“ sind! Der Tod nimmt ihnen nämlich alles wieder weg. Nichts wird ihnen bleiben, sie sind aus Gottes Sicht „elend, bemitleidenswert, arm, blind und bloß.“ (Offb 3,17). Hören wir den Söhnen Korachs noch ein wenig zu: „Keineswegs vermag jemand seinen Bruder zu erlösen, nicht kann er Gott sein Lösegeld geben, (denn kostbar ist die Erlösung ihrer Seele, und er muss davon abstehen auf ewig), dass er für immer fortlebe, die Grube nicht sehe.“ (Ps 49, 8.9).

Diese Menschen können zwar Leute bezahlen um ihre Autos zu waschen, um ihre Parks zu pflegen, ihre Aktien und ihre Schlösser zu verwalten und herrliche Menüs auf teuren Schiffen im Sonnenuntergang für sie zu servieren. Aber in Vers 8 steht: Sie können das Lösegeld für ihre Seele nicht bezahlen! Nicht einmal der reichste Mensch der Welt könnte seinen Bruder bei Gott vom Tod freikaufen. In dieser Hinsicht sind sie völlig pleite!
Mit Geld kann die Schuld eines Sünders nämlich nicht bezahlt werden. Ein verwirktes Leben kann nur durch ein Leben bezahlt werden. Und das hat Jesus für die Sünder getan: er hat mit seinem Leben bezahlt! Reich ist der, der Vergebung bei Gott hat. „Glücklich der, dem Übertretung vergeben, dem Sünde zugedeckt ist!“ (Ps 32,1).
Und eines wissen die Söhne Korachs ganz sicher: „Gott aber wird meine Seele erlösen von der Gewalt des Scheols; denn er wird mich aufnehmen.“ (Ps 49,16). Sie wissen, dass Gott sie aufnehmen wird – atemberaubend, oder?

Ist das nicht auch für uns atemberaubend? Du gehörst nicht zu den Verlierern dieser Welt, wenn du dir kein neues Handy oder keinen Urlaub leisten kannst. Vielleicht setzt du dein Geld bewusst für andere ein, die es brauchen. Aber wenn du auf Jesus vertraust, der für dich starb, dann bist du einer der Superreichen dieser Welt! Diesen Reichtum kann dir auch der Tod nicht nehmen, denn dann hast du ewiges Leben. Und das ist mehr als man in Dollars ausdrücken kann…

Armin Zikeli