Gemeinde & Mission

Wie erreichen wir die verschiedenen Generationen mit dem Evangelium? – Teil 4

von Hasewend Stefan

Vieles hat sich verändert, manches ist aber gleichgeblieben:

  • Der Vater zieht immer noch Menschen zum Sohn (Joh 6,44)
  • Es ist noch immer Gnadenzeit (2. Petr 3,9)
  • Wir dienen immer noch dem Gott, dem nichts zu wunderbar ist und der es liebt, sich in schwierigen Umständen zu verherrlichen (1. Mose 18,14a)
  • Wir haben immer noch eine unwiderstehliche „Evangelisations-Waffe“ (Joh 13,35)
  • Der Herr sendet seine Jünger immer noch dorthin, wohin er selbst kommen will (Lk 10,1-2)

Stellst du dich zur Verfügung?

Impulse von Daniel Heymanns

Durch meine Arbeit in einem Pflegedienst habe ich täglich mit den meisten der von Walter Mauerhofer beschriebenen Generationen im Team zu tun. Ich frage mich seit einiger Zeit, wie man diese Generationen mit einer säkularen Vision führen soll. Uns eint im beruflichen Kontext das soziale Engagement. 

Doch trotz sozialer Einstellung hat die Corona-Krise deutliche Spuren hinterlassen. Auch die nachfolgenden Krisen legten einen großen Schatten auf die Gesellschaft. Es fehlt an Ausblick und Hoffnung. Alle diese Dinge sind wohl die Ursache für mehr Rückzug, mehr Selbstsucht und mehr Gleichschaltung. Das gilt über alle Generationen hinweg und ist sicherlich ein Ergebnis der hohen Mediennutzung.

Die Unterschiedlichkeit der Generationen, verbunden mit den aktuellen Themen, die jede Generation gleich betreffen, brauchen wir als Christen mit der Botschaft der Rettung und Hoffnung, eine “Multi-Channel” Strategie:

Vorleben im Alltag (Mt 5,13-16), Verkünden (Röm 10,17) und so leben, dass Menschen aufmerken (1. Petr 3,15). Da haben wir eine echte Möglichkeit, denn angesichts von Krisen, Ängsten und Krankheiten ist es meist einfach auf unsere Hoffnung überzuleiten. Wenn es um das Verkünden geht, müssen wir uns an unsere Möglichkeiten und das Umfeld anpassen. Ich denke da an den Vers aus Kolosser 4,5-6. Das sind für die einen persönliche Beziehungen, für andere Social-Media und Statusimpulse oder auch Einladungen zu evangelistischen Veranstaltungen.

Wir leben als Geschwister und als Gemeinde einen Mix aus diesen Möglichkeiten. Es gibt Bibelkreise, aber auch Veranstaltungen wie Filmabende, Oster- und Weihnachtsgottesdienste, Grill-Nachmittage und Frauenfrühstücke. Im Nachbarort finden Büchertische statt und wir verteilen Andachtsbücher von Haus-zu-Haus oder Gutscheine dafür. Als Gemeinde sind wir in unserem 12.000 Menschen großen Ort bekannt und haben regelmäßig Gäste im Gottesdienst dabei.

Ich möchte Mut machen im Alltag in Wort und Tat die Tugenden unseres Vaters zu verkünden (1. Petr 2,9). Nun noch etwas Zeugnishaftes: Mein Schwiegervater hat über 25 Jahre den Pflegedienst geleitet und vor allem durch sein tägliches Vorbild auf das Evangelium hingewiesen. Als er in Rente ging, hat er zum Bibelkreis eingeladen und es kamen mit 7 Leuten ca. 10% der Mitarbeiter zum Bibellesen!

Seit zwei Jahren leite ich den Pflegedienst und möchte genau das weiterführen: „Salz und Licht“ in meinem Berufsalltag sein. In einer Welt, in der Menschen Gerechtigkeit, Wahrheit und Barmherzigkeit suchen, ist es meine Aufgabe, die Eigenschaften meines Retters vorzuleben. Zeit für Vereinsleben und intensive Beziehungen außerhalb von Familie, Arbeit und Gemeinde habe ich nicht, dafür reichen meine Zeit und Energie nicht, aber jeder hat in seinem Alltag Möglichkeiten auf das Evangelium hinzuweisen.

Impulse von Jürgen Reichl

1. Denke nicht zu viel über Methoden nach und mache keine Wissenschaft daraus. Das raubt dir die Zeit für die Punkte 2 bis 4!

2. Lies das Buch «Der Insider» (von Peterson u. Shamy) und fang gleich selbst an das Gelesene umzusetzen.

3. Rede mit Menschen über Jesus (egal, ob auf der Straße oder im Internet).

Du könntest ein Gespräch z.B. durch Fragen und Zuhören beginnen:

                 -Wie stellen Sie sich ein Weiterleben nach dem Tod vor?

                 -Wer ist Ihrer Meinung nach Jesus Christus?

                 -Was würden Sie als den Sinn Ihres Lebens bezeichnen?

4. Suche dir jemanden, der die Punkte 1-3 praktiziert und hefte dich an seine Fersen! (Wenn du niemanden kennst, wende dich an die Redaktion, die helfen dir sicher.)

-Mach den ersten Schritt und mach dir keine Sorgen, was in 10 km sein wird!

-Der Herr wird dir deinen Weg zeigen, aber nur, wenn du losmarschiert bist!

Ich bin überzeugt, wenn du diese 4 Punkte umsetzt, dann wirst du in jedem Zeitalter auf einfachste Art und Weise Menschen für den Herrn Jesus gewinnen! Wir erleben das!

Auf geht’s, nur Mut, der Herr möchte dich verwenden!