Wie kann eine Frau ihren Mann ermutigen?
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Eine gottesfürchtige Ehefrau zu sein ist eine hohe, heilige und geistliche Berufung. Erkenne, dass es ein Vorrecht ist, eine christliche Ehefrau zu sein, begreife dieses Vorrecht, nimm es an und bitte Gott, dir zu zeigen, wie du die beste Ehefrau für deinen Mann sein kannst.Prediger 7,26: „Und ich fand bitterer als den Tod die Frau, die Netzen gleich ist und deren Herz Fangstricke, deren Hände Fesseln sind. Wer Gott wohlgefällig ist, wird ihr entrinnen, der Sünder aber wird durch sie gefangen.“
Dieser Vers beschreibt einen Charakterzug, den man bei manchen Frauen findet (schreibe den Vers heraus und lies ihn laut vor). Sie erreichen Dinge durch Schweigen oder durch hinterlistiges Planen und Entwerfen: „Wenn ich das tue, wenn ich jenes tue, dann … Wenn ich vorgebe, dass ich einen hektischen Tag hatte, wird mein Mann, wenn er nach Hause kommt, mich zum Abendessen ausführen oder das Geschirr abwaschen …“. Gott verdammt diese Grundnatur: Dinge durch Täuschung zu bekommen, oder egoistische Ziele durch Vorspiegelung falscher Tatsachen zu erreichen. Diese Haltung passt nicht zu einer gottesfürchtigen Frau, sondern unsere offensichtlichen Charakterzüge sollen Gnade, Barmherzigkeit und Genügsamkeit unseres Herrn Jesus Christus sein.
Hier sind einige grundlegende Wesenszüge einer christlichen, gottesfürchtigen Frau:
1. Sie ordnet sich Christus und ihrem Mann unter
Das Wichtigste in einer christlichen Ehe ist nicht die Unterordnung dem Mann gegenüber, sondern die Beziehung zu Gott.
Epheser 5,21-22: „Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, die Frauen den eigenen Männern als dem Herrn!“
Ordnet euch so unter, wie ihr euch dem Herrn unterordnet. Wenn wir uns Jesus Christus nicht unterordnen, werden wir niemals fähig sein, uns unseren Männer unterzuordnen. Es wird für mich aber nicht schwierig sein, mich meinem Mann unterzuordnen, wenn meine Beziehung zu Jesus Christus stimmt.
1. Petrus 3,1-4: „Ebenso ihr Frauen, ordnet euch den eigenen Männern unter, damit sie, wenn auch einige dem Wort nicht gehorchen, ohne Wort durch den Wandel der Frauen gewonnen werden, indem sie euren in Furcht reinen Wandel angeschaut haben! Euer Schmuck sei nicht der äußerliche durch Flechten der Haare und Umhängen von Gold oder Anziehen von Kleidern, sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr köstlich ist.“
Dieser stille und sanfte Geist zeigt sich nicht in der äußeren Erscheinung. Du kannst sanft und still ausschauen und innerlich doch voller Rebellion sein. Ein stiller und sanfter Geist ist belehrbar und geduldig in Kränkungen. Wir sollen wir selbst sein und unsere eigene Persönlichkeit besitzen. Dieser Geist, über den Petrus spricht, ist eine Herzenshaltung, keine äußerliche Haltung. Ein sanfter und stiller Geist weiß, wann er ruhig sein und wann er sprechen soll.
Warst du schon in Familien, wo die Frau auf Fragen geantwortet hat, die dem Mann gestellt wurden?
2. Sie erbaut ihren Mann
Was sollen wir aufbauen? Nicht sein Ich, nicht seinen Stolz, nicht sein Selbstvertrauen … sondern sein Gottvertrauen!
Mein Mann Gordy z.B. braucht Ermutigung. Er muss wissen, dass mein Vertrauen zu ihm nicht verloren gegangen ist. Er muss wissen, dass ich zu ihm stehe und durch dick und dünn mit ihm gehe.
Er macht Fehler, natürlich. Aber es ist nicht meine Aufgabe, ihn zu entmutigen oder abzulehnen. Überlege dir eine Ermutigung! Verweile nicht bei seinen Schwächen, sondern bei seinen guten Eigenschaften. Was seine Schwächen oder andere Gebiete betrifft, an denen der Herr arbeiten soll, haben wir nur eine Aufgabe: ins Gebet zu gehen.
3. Sie betet für ihren Mann
Niemand kennt deinen Ehemann so gut wie du. Wer könnte deshalb besser für ihn beten? Ich denke, dass ich alles, was ich bin oder sein werde, durch den Herrn bin. Deshalb gilt: zuerst der Herr, dann Gordy. Das Gebet für meinen Mann sehe ich als eine heilige Verantwortung:
• Eine Möglichkeit zu beten ist, mit Gott über den Partner nachzudenken
– Was sind seine Schwächen und Stärken?
– Wo benötigt er Hilfe?
• Frage ihn nach Gebetsanliegen! Du kannst beten für
– eure Beziehung als Ehepaar
– die Familie, seine Beziehung zu euren Kindern
– Leute, mit denen er beisammen ist
– seinen Beruf
– seine(n) Dienst(e) in der Gemeinde
• Wenn du betest, denke an folgende Dinge:
– Nimmt er sich genügend Zeit für das Gebet und die Heilige Schrift?
– Redet der Herr zu ihm?
– Hat er Freimütigkeit, den Herrn zu bekennen?
– Lernen unsere Kinder von ihm?
– Knabbert er an Dingen, die er niemandem mitteilen will?
Bete ausdauernd, dass der Herr es nicht zuläßt, dass sich etwas oder jemand zwischen dich und deinen Mann stellt.
4. Sie liebt ihren Mann
Titus 2,4-5: „damit sie die jungen Frauen unterweisen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, besonnen, keusch, mit häuslichen Arbeiten beschäftigt, gütig zu sein, den eigenen Männern sich unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert werde!“
Die Bibel sagt, dass die Frau gelehrt werden muss, ihren Mann zu lieben, damit dem Wort Gottes keine Unehre gemacht wird. Wir wollen und sollen unsere Liebe auf eine klare, aufmerksame Art und Weise ausdrücken.Lass dir etwas einfallen, was dir entspricht. Kopiere nicht einfach andere Frauen, und denke nicht (nur) an materielle Dinge wie gekaufte Geschenke.
Verwehre deinem Mann die körperliche Liebe nicht (1. Kor. 7,5)! In Zeiten von Müdigkeit und Überdruss oder aus sonst einem Grund sind wir geneigt, uns unseren Männern zu entziehen. Aber wir haben die Verantwortung, in jeder Hinsicht die Freude und die Zufriedenheit unserer Männer zu sein. Wenn Jesus Christus die erste Stelle im Leben des Mannes und der Frau hat, gibt es keinen Missbrauch und keine Kränkungen – dort wird perfekte Einheit und Harmonie sein.
5. Sie ist zurückhaltend
Sprüche 11,22: „Ein goldener Ring im Rüssel einer Sau, so ist eine Frau, die schön, aber ohne Feingefühl ist.“
Es ist für einen goldenen Ring nicht sehr passend, die Nase eines Schweins zu zieren. Und für eine Frau ist es nicht schicklich, etwas Falsches zur falschen Zeit auf die falsche Art zu sagen.
Sprüche 31,26: „Ihren Mund öffnet sie mit Weisheit, und freundliche Weisung ist auf ihrer Zunge.“
Nicht unsere Handlungen zeigen, was wir wirklich sind. Es sind unsere Reaktionen – was wir tun, wenn wir überrascht werden. Reaktionen zeigen, wie wir wirklich sind.
Lukas 6,45: „Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse bringt aus dem bösen das Böse hervor; denn aus der Fülle des Herzens redet sein Mund.“
Sprüche 15,28: „Das Herz des Gerechten überlegt, was zu antworten ist; aber der Mund der Gottlosen lässt Bosheiten sprudeln.“
Manchmal sagen wir unbedachte Worte, die komisch, klug oder verletzend klingen. Dieser Vers zeigt uns, dass wir einen Moment innehalten sollen, bevor wir antworten. Die Phrase „Es ist mir herausgerutscht!“ trifft mich hart. Wir müssen Frauen mit Diskretion sein.
6. Sie ist gastfreundlich
Römer 12,13: „an den Bedürfnissen der Heiligen nehmt teil; nach Gastfreundschaft trachtet!“
1. Petrus 4,9: „Seid gastfrei gegeneinander ohne Murren!“
Das Heim ist ein sehr wichtiger Platz für deinen christlichen Dienst. Hier kannst du dem Herrn Jesus ganz praktisch nachfolgen.
Titus 2,5: „besonnen, keusch, mit häuslichen Arbeiten beschäftigt, gütig zu sein, den eigenen Männern sich unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert werde!“
Frauen sollten sich mit häuslichen Arbeiten beschäftigen. Es muss hier jedoch ein Gleichgewicht gefunden werden. Manche Frauen werden zu Sklaven. Es gibt tatsächlich Wohnungen, in denen man sich unwohl fühlt. Man fürchtet, man könnte das Sofa in Unordnung bringen oder etwas schmutzig machen, oder denkt, die Kinder sollten besser nicht im Wohnzimmer spielen. Aber es gibt auch das andere Extrem: eine Frau, die sich überhaupt nicht um die Wohnung kümmert. Gott möchte, dass unsere Wohnung sauber und aufgeräumt ist. Arbeite an deiner Einstellung und sei bereit zur Gastfreundschaft. Suche nach Gelegenheiten. Denke an die Fremden!
7. Sie beneidet ihren Mann nicht um die Zeit, die er mit Gott verbringt
Manche Frauen mögen dazu neigen, ihrem Mann seine Zeit mit Gott übel zu nehmen. Wenn das bei dir der Fall ist, denke an folgendes: Dein Mann hat die volle Verantwortung für die Familie vor Gott. Er braucht diese Zeit mit dem Herrn dringend; sie ist wichtiger als alles andere (sogar wichtiger als Evangelisieren). Es gibt viele Frauen, die viel dafür geben würden, wenn ihre Männer mehr Zeit mit Gott verbringen würden.
8. Sie ist vertrauenswürdig
Sprüche 31,11-12: „Ihr vertraut das Herz ihres Mannes, und an Ausbeute wird es ihm nicht fehlen. Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens.“
Können unsere Ehemänner auf uns zählen, ganz egal, worum es geht? Um etwas Großes oder Kleines, Geistliches oder Weltliches? Gehen wir mit unserem Haushaltsgeld vertrauenswürdig um?
9. Sie will ihren Mann nicht für sich haben
Eine gottesfürchtige Frau sagte einmal: „Dein Mann gehört niemals dir. Du musst bereit sein, ihn dorthin gehen zu lassen, wohin Gott ihn ruft. Du musst ihn das tun lassen, was Gott ihm aufträgt.“
Du musst immer bereit sein, Gott den ersten Platz in seinem Leben zu überlassen. Das ist ein Kernpunkt, der dir in deinem Eheleben begegnen wird.
Manche Frauen betrachten ihre Männer als ihren Privatbesitz. Wir müssen von ganzem Herzen sagen: „Herr, hier ist er, dir gehört er in erster Linie, mir gehört er gar nicht.“ Arbeite an dieser Einstellung und bitte Gott um Veränderung, wenn dir das schwer fällt.
10. All diese Dinge dienen dazu, Gott zu verherrlichen
Was ist Gottes Ziel mit der gottesfürchtigen Frau? Warum schuf uns Gott als Gehilfinnen des Mannes? Ich glaube, Psalm 34,2 sagt alles: „Den HERRN will ich preisen allezeit, beständig soll sein Lob in meinem Munde sein.“
Das ist der Grund, warum Gott uns unseren Männern gegeben hat: um Gott zu verherrlichen und zu erhöhen – Ihn selbst und Seinen Sohn Jesus Christus. Das ist der Grund, warum wir geschaffen wurden.
Überprüfe deine Einstellung deinem Mann gegenüber.
Hier sind einige Vorschläge, die dir als Frau helfen können, deinen Mann zu ermutigen:
• Ich nörgle nicht an meinem Mann herum.
• Ich bin auf seine Freunde nicht eifersüchtig.
• Ich beklage mich nicht über seine Arbeitszeit.
• Ich bin ihm gegenüber nicht misstrauisch.
• Ich bringe ihn in der Öffentlichkeit nicht in Verlegenheit.
• Ich reagiere nicht mit Bitterkeit und Hass in meiner Stimme.
• Ich blamiere ihn nicht vor anderen, antworte nicht, wenn er gefragt wird.
• Ich schreie ihn nicht an.
• Ich setze meinen Kopf nicht durch.
• Ich streite nicht mit ihm.
• Ich zeige keine falsche Demut.
• Ich habe trotz Aktivitäten genug Zeit für ihn.
• Ich versuche, ihm ein behagliches Heim zu bieten.
• Ich verschließe mich seinen sexuellen Bedürfnissen nicht.
• Ich gebe nicht leichtfertig Geld aus.
• Ich vermeide es, von „wundervollen Bekannten“ zu reden.
• Ich gestatte es niemandem, sich in unser Verhältnisse einzumischen.
• Ich belehre ihn nicht (besseres Wissen vorsichtig anwenden).
• Ich sage ihm meine Probleme und Wünsche.
• Wir reden über alles miteinander.
• Wir beten regelmäßig gemeinsam.