Gemeinde & Mission
Vorwort

Geöffnete Herzen, geöffnete Hände!

von Lindner Andreas

Den Artikel als PDF herunterladen
Welch große Veränderung geht doch vor sich, wenn jemand sein Herz dem Herrn gibt! „Wer gestohlen hat, stehle nicht mehr, sondern arbeite vielmehr und wirke mit seinen Händen das Gute, auf dass er dem Dürftigen etwas mitzuteilen habe.“ (Eph 4,28). Was wurde gestohlen? Zeit, Steuern, Kleinigkeiten, Versicherungsbetrug. Was hat sich geändert? Das Geld wurde nicht nur zurückerstattet (Lk 19,8), sondern jetzt wurde sogar freiwillig mehr gegeben für die Bedürftigen, anstatt sie zu berauben. Das Geld wurde auch anders „erarbeitet“: Statt Betrug und Diebstahl nun durch harte Arbeit. Es wurde auch anders verwendet: Vorher für sich selbst, nun für andre. Es wirkte sich auch anders aus: Vorher ein Verlust für die Betroffenen, jetzt ein Segen. Auch die Einstellung hat sich geändert: Vorher wurde mit schlechtem Gewissen und Angst Geld an sich gerissen, nun wird mit Freude und Liebe gegeben. Christen waren schon immer bekannt für ihre Opferbereitschaft und ihre Großzügigkeit. Das Evangelium bewirkt eine große Veränderung im Leben eines Menschen: seine Hand wird geöffnet.

Sogar die Einstellung verändert sich: auch das Herz wird geöffnet! Es geht nicht nur darum, dass wir etwas geben, sondern auch darum, mit welcher Einstellung wir geben. Da um uns herum eine ganz andere Einstellung zum Besitz herrscht, besteht die Möglichkeit, dass wir davon beeinflusst werden. Deshalb hat der Herr Jesus freimütig und oft über Geld gesprochen. Angeblich soll es mehr Verse zum Thema Geld geben als über Himmel und Hölle zusammen. Wenn wir also unsere Gaben zusammenlegen, soll uns bewusst sein, was der Herr darüber spricht. Wir wollen mit seiner Einstellung geben und von seinem Wort geprägt sein.

Daher möchte ich euch darauf aufmerksam machen, mit welcher Einstellung wir geben können. „Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“ (2. Kor 9,7). Es soll mit Freude gegeben werden!

Der Herr ist nicht auf unsere Gaben angewiesen. Ihm gehört alles Gold auf der Erde. Ihm geht es um unser Herz. Er ist begeistert, einen Christen zu sehen, der so mit Freude erfüllt ist, dass er mit andren teilen will, was der Herr ihm gegeben hat.

Warum freut man sich, wenn man etwas gibt? Weil Geben die Sprache der Liebe ist: So sehr hat Gott geliebt, dass er gab …. Wir geben nicht, um von Gott geliebt zu werden, sondern weil wir sicher sind, dass er uns liebt.

Außerdem freuen wir uns, dass wir uns damit an Gottes weltweitem Werk beteiligen können.

Eine veränderte Einstellung zum Geben sehen wir auch bei dieser Frau: „Da kam eine Frau zu ihm, die ein Alabasterfläschchen hatte mit sehr kostbarer Salbe, und goss es aus … Sie hat ein gutes Werk an mir getan.“ (Mt. 26,7.10). Manche hielten es für eine Verschwendung. Aber es war Verschwendung aus Liebe! Diese Frau liebte den Herrn. Sie zeigte ihre Liebe, indem sie gab. Nichts war ihr für Ihn zu kostbar. Als sie gab, tat sie es für Ihn! Auch uns ist es erlaubt, großzügig zu geben, verschwenderisch zu geben und alles Ihm zu geben. Wenn wir geben, so tun wir es im Bewusstsein: Wir geben dem Herrn, und er freut sich darüber. So kann unser Geben von dieser Einstellung begleitet werden, von Freude und Liebe. Was für ein Vorrecht wir doch genießen, indem wir den Herrn ehren können mit unserem Besitz. Das ist möglich, weil der Herr unsere Herzen und unsere Hände öffnet.

Den Artikel als PDF herunterladen