Vorwort 87: „Der Glaube ist…“ (Hebr 11,1)
Glaube ist … Vertrauen. Wir vertrauen auf den Herrn Jesus und werden gerettet. Danach leben wir im Vertrauen auf ihn. Das ist vermutlich die beste Definition von dem Glauben der Christen.
Dieser Glaube beruht auf sicheren Tatsachen. Der Glaube sucht die sicherste Grundlage, die es überhaupt im Universum gibt, und er findet sie in Gottes Wort. „So kommt nun der Glaube aus der Predigt, die Predigt aber kommt aus Gottes Wort“ (Röm 10,17). Gott, der nicht lügen kann, teilt uns in seinem Wort Dinge mit, die uns sonst verborgen wären.
Dieser Glaube beruht auf einem Zeugnis, nicht auf Einbildung oder Gefühlen. Johannes zeugte von ihm, damit alle durch ihn glaubten (vgl. Joh 1,6). Das ganze Johannesevangelium berichtet von Zeichen, die Gottes Wesen und Wirken offenbaren. Diese Zeichen sind wirklich geschehen und aufgeschrieben, damit wir glauben (Joh 20,31).
„Der Glaube ist eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, eine Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht“ (Hebr 11,1). Bitte sag´ jetzt nicht, dass das eine Definition von Glauben ist. Hier geht es nicht darum, den Glauben zu definieren, sondern darum zu beschreiben, was der Glaube für dich bewirkt. Kennst du die Aussagen: „Wissen ist Macht“ oder „Sport ist? Mord“? Das sind keine Definitionen von Wissen oder Sport, sondern diese Aussagen beschreiben die Wirkung davon.
Was bewirkt der Glaube? Durch den Glauben bist du fest überzeugt von Dingen, die man mit den Augen nicht sehen kann, zum Beispiel von Gott. Mose „hielt standhaft aus, als sähe er den Unsichtbaren“ (Hebr 11,27). Vergebung habe ich schon. Ich kann sie zwar nicht sehen, aber ich bin ganz sicher, dass ich sie habe. Die Grundlage ist nicht mein Gefühl, sondern Gottes Wort (vgl. 1. Joh 5,13).
Außerdem habe ich eine feste Zuversicht, dass wir uns im Himmel wiedersehen werden. Es ist noch nicht geschehen, aber es ist sicher. Hoffnung bezieht sich auf die Zukunft, wir sehen sie noch nicht (Römer 8,34). Wir hoffen, dass der Herr wiederkommt. Wir hoffen es, und wissen es so sicher, dass wir unser Leben darauf bauen. Wie können wir so sicher sein, wo es doch in der Zukunft liegt? Durch den Glauben. Der Glaube ist eine feste Zuversicht dessen, was man hofft.
Der Herr redet in seinem Wort über Dinge, die jetzt da sind, die wir aber nicht sehen (z.B. Gott, Vergebung) und über Dinge, die noch nicht da sind (z.B. Himmel, Wiederkunft). Wir sind aber sicher durch den Glauben und leben entsprechend. Wir vertrauen darauf, was Gott in seinem Wort über das Unsichtbare und über die Zukunft sagt. Sein Wort verändert sich nicht, seine Verheißungen sind sicher.
Es ist wunderbar, im Glauben an den Herrn zu leben!
Andreas Lindner