Gemeinde & Mission

„Die große Schlacht“ – ein Aufruf zum Gebet

von Lindner Andreas

Die große Schlacht ist eine geistliche Schlacht und findet auf den Knien statt. Wenn wir in den Nachrichten an die Not der Welt erinnert werden, sollten wir für die geistlichen Ziele und Nöte beten.

„Die große Schlacht“ war der Titel einer Reportage über das verheerende Hochwasser in Rumänien im Mai und Juni 1970. Große Teile des Landes wurden verwüstet. Aus aller Welt wurde Hilfe gesandt, um die Not zu lindern. Auch Christen aus dem Westen schickten jahrelang Hilfstransporte an die christlichen Gemeinden in Rumänien. Das war ein gutes Zeugnis und eine große Ermutigung für die Geschwister dort.

Aber es war auch eine geistliche Schlacht, verbunden mit geistlichen Angriffen. Die geistlichen Leiter der Gemeinden hatten nun eine weitere Aufgabe: die gerechte Verteilung der Hilfsgüter. Dadurch blieb weniger Zeit und Kraft für Stille Zeit, für Bibelstudium, Evangelisation und Hirtendienst. Manche Leiter gerieten auch in Versuchung und bereicherten sich selbst an den Hilfslieferungen. Andere Leiter wurden fälschlicherweise von den Geschwistern verdächtigt, dass sie sich selbst übermäßig an den Gaben bedient hätten und so verloren sie das Vertrauen der Gläubigen. Das sind weitere Gründe für Gebet.

Die großen Schlachten, die in den vergangenen Monaten in der Ukraine stattfanden, sind furchtbar. Viele Geschwister und Gemeinden haben großzügige Unterstützung gesandt und auf die verschiedenste Weise geholfen. Das wird der Herr belohnen.

Auch hier sollten wir genügend „schwere Waffen“ auffahren, um die Geschwister zu unterstützen, indem wir fleißig für sie beten. Beten wir für Mut und Trost. Beten wir für die geistlichen Leiter, dass sie ihr geistliches Leben nicht vernachlässigen und Versuchungen standhalten können. Beten wir, dass sie in den Gemeinden Teams bilden können, die ihnen Aufgaben abnehmen. Beten wir für die Verbreitung des Evangeliums und für das Wachstum der Geschwister, deren Glaube vielleicht gerade im Feuer der Not erprobt und gereinigt wird.

Es ist auch angebracht, für die Gemeinden und Geschwister in Russland zu beten. Viele Missionswerke haben die Evangelisation und den Gemeindebau, Freizeiten und Bibellehre in Russland in der Vergangenheit unterstützt – aber jetzt ist es kaum mehr möglich, finanzielle und materielle Hilfe zu senden. Aber Beistand im Gebet ist möglich und sehr nötig.

Mach doch aus jeder schlechten Nachricht, die du hörst, ein Gebet zur Verbreitung der Guten Nachricht. Tritt vor dem Thron der Gnade für die Menschen ein, die in Russland und in der Ukraine leiden. Flehe um geistliches Wachstum bei den Geschwistern und um Weisheit bei den Leitern. Vergiss nicht, dass die große Schlacht auf den Knien ausgetragen wird. Betet allezeit!