Gemeinde & Mission
Vorwort

Ganz rein! (Vorwort 56)

von Lindner Andreas

„Wenn du willst, kannst du mich reinigen.“ (Mk 1,40). Welche Not und Verzweiflung rufen aus dem Herzen des Aussätzigen. Er war sich bewusst, dass er Reinheit brauchte, er war überzeugt, dass der Herr ihn reinigen kann. Aber will er es tun? Liebt ihn der Herr? Der Herr ist mächtig und benutzt seine Macht zu unserem Besten. Er ist tief bewegt und berührt den Unberührbaren freundschaftlich. Der Herr versichert dem Mann seine Liebe: „Ich will, sei gereinigt.“ Wegen seines Aussatzes war der Mann aus der Gesellschaft ausgeschlossen und wurde gemieden. Was müssen ihm diese Worte bedeutet haben, diese Liebe. Er war nun rein und wusste sich von Gott geliebt.
Ich möchte das mit unserer Reinigung von Sünde vergleichen. Der Herr Jesus liebt uns so sehr, dass er uns von Sünden reinigt, damit wir in der Gegenwart von einem heiligen Gott bestehen können und uns sogar in seinem Licht wohl fühlen. Wir genießen die Gemeinschaft mit ihm.
Hudson Taylor war schon einige Jahre auf dem Missionsfeld in China. Er war bedrückt von seinem eigenen Versagen. Obwohl er seine Sünden bekämpfte und bekannte, fühlte er sich unrein und war verzweifelt. Das lähmte ihn. Beim Spazieren kam ihm dann das Wort des Herrn in den Sinn: „Ihr seid schon rein“ und „Wer gebadet hat … ist ganz rein“ (Joh 15,3 und 13,10). Durch diese Worte befreite der Herr seinen Diener.
Er liebt uns und möchte uns reinigen und dann deutlich machen, dass wir in seinen Augen rein sind, ganz rein!