Vorwort 121: „Wort im Web“
Gottes Wort ist im Web, es ist im Internet gespeichert und kann jeder Zeit abgerufen werden. Ebenso gibt es dort auch Sprachkurse, Wörterbücher und vieles andere Hilfreiche.
Ich frage meinen arabischen Nachbarn: „Willst du nicht langsam Deutsch lernen?“ – „Nein, das ist nicht nötig, es ist ja im Internet.“ Geschickt schlägt er alle möglichen Worte nach und findet die deutsche Bedeutung. Aber er lernt nichts. Er bemüht sich nicht. Denn er hat eine Ausrede: „Es ist nicht nötig zu lernen, es ist ja im Web.“ Er will sich nicht mit Lernen belasten. Dadurch hat er den Kopf frei für alle möglichen anderen Dinge.
Was soll ich dazu sagen? Ich stelle jedenfalls fest, dass mein Nachbar schon ein Jahr vergeudet hat ohne Deutsch zu lernen.
Nicht nur Sprachkurse und Lexika sind im Web, sondern auch Gottes Wort. Das kann ich benutzen, indem ich manchmal was nachschlage oder eine Stelle suche. Dadurch kann ich mir das Wort besser einprägen. Dadurch kann ich meinen Kopf mit dem Wort füllen. Geschickt verwendet kann das Web eine Hilfe sein, neben der Bibel und anderen Hilfsmitteln.
Es soll keine Ablenkung sein und keine Ausrede. Ich will mich bemühen und lernen. Das kostet mich was, aber es lohnt sich. Ich will hart arbeiten, wie bei einer Schatzsuche und es mir einprägen.
Und ich will meinen Kopf auch nicht frei haben für alle möglichen anderen Dinge, sondern ich möchte meinen Kopf mit dem Wort Gottes füllen und auch mein Leben. Es soll reichlich in mir wohnen (Kol 3,16). Es genügt nicht, wenn ich das Wort im Kopf habe. Ich will es mir zu Herzen nehmen. Das habe ich mir vorgenommen. „In meinem Herzen habe ich dein Wort verwahrt, damit ich nicht gegen dich sündige“ (Ps 119,11).
Nun mein Vorschlag: Speichere das Wort Gottes nicht nur auf deinem Handy, sondern auch in deinem Herzen.