Gemeinde & Mission
Vorwort

Vorwort 128: „Was bleibt?“

von Lindner Andreas

So vieles ändert sich, aber dieses bleibt: „Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei …“ (1. Kor 13,13). Dass die Liebe bleibt, ist klar, „denn Gott ist Liebe“ (1. Joh 4,8). Aber bleiben auch Glaube und Hoffnung, wenn wir beim Herrn zu Hause sein werden? Schauen wir uns das genauer an:

Liebe ist jetzt notwendig. Liebe erträgt alles, auch wenn andere Geschwister andere Ansichten haben. Liebe freut sich mit der Wahrheit – aber was ist die Wahrheit über die besten Maßnahmen zur Bekämpfung einer Krankheit, was ist die Wahrheit über die Gefahr? Ich hörte verschiedene Erklärungen, die nicht alle gesichert sind. Gottes Wort ist Wahrheit, und so ist es am besten, wenn wir uns darauf stützen. Das ist sicher. Trotz so vieler Veränderungen sind Panik und Furcht schlechte Berater, denn der Herr sagt ja: „Fürchtet euch nicht!“ Wir sind in Gottes Hand und dort sind wir gut aufgehoben, kommt mir vor. „Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.“ (Jer 31,3). Auch wir sollen einander so lieben (Joh 13,35). Der Vater hat den Sohn schon vor Grundlegung der Welt geliebt (Joh 17,24) und liebt uns mit derselben Liebe wie den Sohn (Joh 17,23). Das wird sich auch im Himmel nicht ändern. „Die Liebe vergeht nimmer.“ (1. Kor 13,8).

Glaube bleibt. Aber warum? Im Himmel muss sich niemand mehr bekehren. Nur die Erlösten werden dann beim Herrn sein. Warum braucht man dann noch Glauben? Wir sind durch Glauben gerettet, aber wenn wir gerettet sind, hört der Glaube ja nicht auf. Im Gegenteil, dann fängt der Glaube erst richtig an und wächst. Auch in der Ewigkeit werden wir dem Herrn weiterhin vertrauen. Wir werden in vertrauensvoller Abhängigkeit von ihm leben, ohne Ungehorsam oder Rebellion – das wäre ja das Gegenteil von Glauben. Ich denke also, dass auch der Glaube bleibt.

Hoffnung – werden wir im Himmel noch Hoffnung haben? Dann sind wir doch am Ziel. Einerseits ja, aber wir sind nicht hoffnungslos. Es liegt dann noch viel vor uns. Im Himmel wird es immer besser. Manche mögen Strategiespiele, weil man dabei etwas entwickeln kann, weil man etwas aus dem Potential machen kann. Das ist faszinierend. Aber noch besser ist es, wenn der Herr zu dir sagt: „Ich will dich über zehn Städte setzen.“ Was man aus diesem Potential machen kann! Welche spannenden Aufgaben auf uns warten! Der Herr hat uns erlöst, „auf dass er in den kommenden Zeitaltern den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade in Güte gegen uns erwiese in Christo Jesu.“ (Eph 2,7). Es wird in der Ewigkeit immer schöner, der Herr offenbart sich immer mehr.

Im Himmel wird es Anbetung geben – wird es irgendwann langweilig den Herrn anzubeten? Nein! Es wird immer schöner, immer neue Erfahrungen mit dem Herrn stehen uns bevor.

Der Herr beschreibt es nicht so ausführlich, vielleicht weil es keine Worte dafür gibt. Es wird mit einem Hochzeitsmahl verglichen, mit einem großen Fest. Welche Zukunft uns bevorsteht!

Ich habe die Überschrift gelesen: „Was du im Himmel nicht mehr tun kannst.“ Dabei dachte ich zum Beispiel an Dinge wie: sich taufen zu lassen, für den Herrn zu leiden, zu evangelisieren. Aber mir gefällt auch der Gedanke: Was du im Himmel tun kannst:

Glauben, Hoffen, Lieben, diese drei bleiben. Vergiss das nicht!