Gemeinde & Mission
Vorwort

Vorwort 152: „Was teilt Gott dir mit?“

von Lindner Andreas

Gott hat einiges mitzuteilen, über das, was er getan hat, über das, was er tun wird, und über sich selbst.

Er tat Mose seine Wege kund, und dem Volk Israel seine Taten“ (Ps 103,7). Das Volk Israel hat Gott erlebt! Sie haben seine Wunder in Ägypten gesehen, sie haben seine Versorgung in der Wüste erfahren, sie haben gesehen, wie der Herr für sie kämpft und sie beschützt. Wie wunderbar! Es war so deutlich, dass niemand dachte: „So ein Zufall!“ Oder: „Glück gehabt!“ Es war ganz klar, dass Gott eingegriffen hat. Die Taten des Herrn zeugten von seiner Liebe und Macht, von seiner Barmherzigkeit und Weisheit, von seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit. Das Volk sah die Taten des Herrn.

Mose hatte Einblick in das, was Gott vorhatte, nicht nur in das, was Gott getan hat. Der Herr hat Mose in seine Wege eingeweiht. Er hat ihm gezeigt, was seine Pläne und Ziele sind, und warum er diese Wege geht und keine anderen. Mose war Gott näher als das Volk. Er erkannte die Wege Gottes. Das trifft auch auf die letzte Wanderung zu, die Mose und der Herr miteinander unternommen haben, auf den Berg Nebo, auf den Gipfel des Pisga. Der Herr sagte zu Mose: „Das ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe…“ (5. Mose 34,4). Mose durfte zwar nicht ins Land ziehen, aber der Herr hat ihm alles gezeigt. Vielleicht mit Worten wie: „Siehst du die fünf Häuser da hinten? Das wird später Betlehem genannt – dort werde ich geboren. Und da drüben, links neben dem See, dort werde ich aufwachsen und als Zimmermann arbeiten. Und dort unten, auf dem Bergrücken, dort ist der Ort, wo ich meinen Namen wohnen lassen werde. Und dort werde ich hingerichtet. Und Mose, bevor wir jetzt zu mir nach Hause gehen – da vorne, der grüne Hügel, ja genau dort, das ist der Berg der Verklärung, dort werde ich dich mit meinen Jüngern bekannt machen.“ Der Herr tat Mose seine Wege kund, er zeigte ihm, was er vorhatte.

Und es stand kein Prophet mehr auf wie Mose, den der Herr gekannt hätte von Angesicht zu Angesicht.“ (5. Mose 34,10). Mose kannte nicht nur die Wege des Herrn, sondern er kannte auch den Herrn selbst sehr gut, sein Herz, seine Wünsche. Er kannte ihn von Angesicht zu Angesicht. Ist das nicht auch für uns möglich? „Wir alle aber, mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauend …“ (2. Kor 3,18). Es besteht die Möglichkeit, dass der Herr sich dir mitteilt. Nutze sie! Höre zu, wenn er durch sein Wort zu dir redet!