Gemeinde & Mission
Vorwort

Vorwort 153: „So ein Durcheinander!“

von Lindner Andreas

Wer soll sich da noch auskennen? So viele Informationen prasseln auf uns ein. Können wir das denn alles verarbeiten? Nein, schon lange nicht mehr. So interessant die verschiedenen Themen auch behandelt werden, so fraglich ist manchmal auch, wer recht hat, auf wessen Seite man sich schlagen soll. Ist es nun besser, sich für etwas einzusetzen oder dagegen? Und so viele Themen! Israel und Gaza, Russland und Ukraine, China und Taiwan. Wahrscheinlich stimmen nicht alle Theorien, sie widersprechen sich auch. Ist Rauchen doch nicht ungesund, weil es die Lunge imprägniert? Und habe ich überhaupt richtig verstanden, worum es bei einer Sache geht und warum verschiedene Personen mich für diese oder jene Meinung gewinnen wollen? Hier die gute Nachricht: Um den richtigen Weg zu finden, ist es nötig auf den Herrn zu vertrauen. Es ist nicht nötig, sich zuerst über diese Themen zu informieren, damit der Herr uns leiten kann.

Es ist ja klar, dass Geschwister in Russland eine andere Meinung zum Ukrainekrieg haben als Geschwister in der Ukraine. Müssen sie als Erstes die Wahrheit über den Angriffskrieg der Nato verstehen, oder über den Angriffskrieg von Russland? Weder noch. Sogar wenn sie zu diesem oder zu anderen Themen falsch informiert sind, können sie sich über den Herrn informieren. Auch wenn wir nicht den Hintergrund der strittigen Themen verstehen, können wir doch das Wort des Herrn verstehen und unseren Weg erkennen. Der Herr kann uns führen. Es ist nötig, auf den Herrn zu vertrauen. „Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen Verstand!“ Es genügt auf den Herrn zu vertrauen, um die Verheißung zu erhalten: „Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, und er wird gerade machen deine Pfade!“ (Spr 3,5.6). Auf keinen Fall sollten wir uns mit den anderen Themen so viel beschäftigen, dass sie das Wort des Herrn aus unserem Denken verdrängen. Es ist nötig, dass wir viel über Gottes Wort nachdenken: „Glückselig der Mann, der … darüber nachsinnt Tag und Nacht.“ (Ps 1,2). Dann finden wir Orientierung, auch in Durcheinander und Orientierungslosigkeit, denn: „Dein Wort ist Leuchte meinem Fuß und Licht für meinen Pfad.“ (Ps 119,105).