Gemeinde & Mission
Vorwort

Vorwort 94: „Gesättigt beim Erwachen“

von Lindner Andreas

„Ich, ich werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, werde gesättigt werden, wenn ich erwache, mit deinem Bild.“ (Ps 17,15)

Das Einzige, das uns wirklich auf Dauer sättigen kann, ist der Herr Jesus selbst. Er ist wunderbar. Die Engel erkennen das und beten ihn an. Wir werden ihn sehen, wie er ist! Bei ihm finden wir alles, was wir brauchen. In ihm finden wir volle Zufriedenheit. Es ist sicher, dass wir sein Angesicht schauen werden. Welch eine freudige Zuversicht!

Wann wird das sein? – Wenn wir erwachen. Wenn wir auf der anderen Seite des Todes erwachen, werden wir bei ihm sein. Wir werden mit ihm im Paradies sein. Dadurch hat der Tod, das Schlimmste, was uns passieren kann, seine Schrecken verloren.

Manchmal erwachen wir vom Schlaf. Was ist inzwischen passiert? Droht uns jetzt Gefahr? Wer beschützt uns? Wir waren untätig, wir konnten im Schlaf nichts tun. Aber der Herr ist da, er bewahrt uns wie seinen Augapfel und birgt uns im Schatten seiner Flügel wie eine Vogelmutter ihre Jungen schützt (Ps 17,8).

Manchmal erwachen wir voller Schrecken aus einem Alptraum. Aber der Herr ist noch da. Wenn wir erwachen, erkennen wir, dass wir bei ihm geborgen sind und dass uns nichts aus seiner Hand reißen kann.

Manchmal sind wir auf Irrwegen, aber der Hirte sucht das Schaf und bringt es zurück (Lk 15,1-7). Manchmal haben wir Probleme oder werden verfolgt (Ps 17,9). Aber eines ist gewiss: Wenn wir erwachen, werden wir gesättigt mit seinem Bild.

Was am Ziel passiert, bestimmt auch unseren Wunsch, jetzt schon entsprechend zu leben. Jeder, der die sichere Hoffnung hat, einmal in Reinheit beim Herrn zu sein, passt sein Leben schon jetzt an dieses Ziel an (1. Joh 3,3). Auch das sehen wir in diesem Psalm von David. Er sagt: Mein Gedanke geht nicht weiter als mein Mund (Vers 3). Meine Schritte hielten fest an deinen Spuren (Vers 5).

Bitte merkt euch: Wir werden gesättigt werden! Womit? Wann? Wie wirkt sich das aus?

Andreas Lindner