Gemeinde & Mission
Vorwort

What would Jesus do

von Lindner Andreas

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Das steht auf dem Armband meiner Tochter und bedeutet: Was würde Jesus tun? (What would Jesus do?) Das Armband ist eine tolle Erinnerung an eine wichtige Frage, die wir uns häufig stellen sollen. Sie kann uns den Herrn vor Augen stellen, und uns helfen, Entscheidungen zu treffen oder Sünden zu vermeiden.Diese Frage ist so einfach, dass man sie sich leicht merken kann. Und es ist in den meisten Situationen gar nicht so schwer, herauszufinden, was Jesus jetzt tun würde. Deshalb sind viele von dieser wertvollen Frage begeistert und tragen diese Armbänder. Damit drückt man aus: Ich will so leben wie der Herr Jesus. Ein guter Entschluss!

Aber jeder, der diese Frage ernst nimmt, wird bald dasselbe feststellen wie ich: Es gelingt mir nicht, so zu leben wie der Herr Jesus. Ich versage dabei. Kein Mensch kann so leben wie Er. Kein Christ kann so leben wie Er. Das kann man nur in der Kraft, die der Herr uns gibt.

Damit ich in der Nachfolge nicht entmutigt liegen bleibe, habe ich drei andere Fragen, die ich mir noch häufiger stelle. Willst du sie wissen? Die erste ist: Was hat Jesus getan? „Es ist vollbracht!“, rief er am Kreuz. Alle meine Sünden sind bezahlt. Wenn ich versage, kann ich meine Sünden bekennen; wenn ich falle, kann ich wieder aufstehen und weitergehen. Es steht nichts mehr zwischen dem Vater und mir. Ich bin so geliebt, wie der Vater den Sohn liebt (Joh 17,23). Vielleicht kannst du dir vorstellen, wie viel mir diese Frage bedeutet. Nun aber zur zweiten Frage: „Was tut Jesus jetzt?“ Er gibt mir Kraft, das richtige zu tun; er betet für mich, er begleitet mich – ich bin nicht allein. Ich lerne aus Seiner Kraft und in Abhängigkeit von Ihm zu leben. Er sagt ja auch: „Ohne mich könnt ihr nichts tun“ (Joh 15,5).

Schließlich blicke ich in die Zukunft durch die dritte Frage: Was wird Jesus tun? Jetzt kennt meine Begeisterung keine Grenzen. Alle Bosheit, die mich bedrückt, wird aufhören, alles Leid und Schmerz wird ein Ende haben, Er wird alle Tränen abwischen. Er wird uns sicher nach Haus bringen, damit wir dort sind, wo Er ist. Wir werden so sündlos sein, wie Er ist.

Auf dem blauen Armband meiner Tochter steht aber nur die eine Frage, die an die Nachfolge erinnert. Vielleicht fragst du jetzt: „Warum wirfst du das Armband nicht weg, wenn die anderen drei Fragen viel besser sind?“ Soll ich offen sein? Ohne die Frage auf dem Armband würden die Antworten auf die anderen drei Fragen uns sehr bald nichts mehr bedeuten. Sie wären bald nur noch sinnloses Gesäusel, leere Worte, bedeutungslose Schatten auf einem Blatt Papier. Weil es nicht dazu kommen soll, nehme ich alle vier Fragen ernst, einschließlich: WWJD?

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