Zu wertvoll!
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„Das Geschenk ist zu wertvoll, das kann ich nicht annehmen!“ Hast du das schon mal gedacht? Vielleicht mit dem Eindruck: So ein Geschenk kann ich nicht erwidern. Naja, Geschenke braucht man ja nicht zu erwidern oder zu bezahlen.Was sind eigentlich die wertvollsten Geschenke, die wir erhalten? Wenn uns das nicht klar ist, besteht die Gefahr, dass wir das kostbarste übersehen oder als selbstverständlich hinnehmen. David ist davon bewegt, wie der Herr ihn kennt und umsorgt und umgibt. „Das ist zu wunderbar für mich, ich vermag es nicht zu erfassen“ (Ps. 139,6). Ein weiteres großes Geschenk ist unser Körper, unser Leben: „Ich preise dich, dass ich auf wunderbare Weise gemacht bin“ (Ps. 139,14). Auch die Möglichkeiten, die der Herr uns gibt und seine Pläne mit uns – „… wie köstlich sind mir Deine Gedanken“, ruft David dabei aus (Ps. 139,17).
Auch die Schönheit der Natur um uns ist ein unermessliches Geschenk. „Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte … wenn ich auf alle jene Wesen achte … blick ich empor zu jenen lichten Welten …. wo Sonn und Mond im lichten Äther zelten“, dann erinnere ich mich, dass es ein Geschenk des Herrn an uns ist.
Das größte Geschenk ist jedoch, dass der Herr Jesus sich selbst für mich gegeben hat. Er ist der Schönste, und er hat sich mir geschenkt. Er ist das wunderbarste und wertvollste Geschenk, und es geht weit über mein Verständnis hinaus. Er gab sich mir. Das ist ungeheuerlich, unfassbar. Das wurde mir durch eine Szene in einem Märchen bewusst.
Ein Prinz hat sich in die schönste Fee verliebt, und sie in ihn. Aber wenn sie ihn heiratet, würde sie ihre Unsterblichkeit aufgeben müssen und schließlich selbst sterben. Die Unterhaltung findet unter Bäumen statt, der Abendstern geht auf. Der Prinz: „Erinnerst du dich an unsere erste Begegnung? Ich fühlte mich wie in einen Traum versetzt.“ – „Viele Jahre sind seitdem vergangen. Weißt du noch, was ich damals zu dir sagte?“ – „Du sagtest, du würdest den Bund mit mir eingehen und damit der Unsterblichkeit deines Volkes entsagen.“ – Die Fee, entschlossen: „Und daran halte ich fest. Ich möchte lieber ein einziges Leben mit dir verbringen als alle Zeitalter der Welt allein zu durchleben … und so wähle ich ein sterbliches Leben.“ Er, nachdenklich, abwehrend: „Nein. Das ist zu kostbar. Das darfst du mir nicht schenken.“ – „Es gehört mir, und ich schenke es, wem ich will, wie mein Herz.“
Ich kann die Antwort des Prinzen nicht vergessen. „Das ist zu kostbar. Das darfst du mir nicht schenken.“ Ich habe ein viel wertvolleres Geschenk erhalten. Der Herr hat sich mir geschenkt. Aber das ist zu kostbar. Er hat sein Leben gegeben. Eine zu große Gabe für mich. – „Das darfst Du mir nicht schenken.“ – Aber er hat es getan. Es ist nicht selbstverständlich, es ist eigentlich zu wertvoll für mich. Danke, Herr Jesus! „Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe“ (2. Kor. 9,15).